Virtuelle Rallye-Langeweile – bis jetzt
Rallye: Das ist ein Tanz auf der fahrdynamischen Rasierklinge, Teamwork im Cockpit, der Kampf „Mann gegen Uhr“. Für viele Motorsportfans ist der Rallye- der einzig wahre Motorsport. Allerdings haben genau diese in letzter Zeit ihrer Leidenschaft – zumindest virtuell – nicht mit vollem Genuss frönen können. Das im vergangenen Jahr erschienene offizielle WRC-Game kann nicht überzeugen, der Rallye-Modus bei Gran Turismo 5 ist ganz nett, aber auch nicht mehr. Nicht wenige haben deshalb immer wieder die alten Colin McRae-Titel hervorgekramt, schließlich verfolgt die Nachfolge-Reihe mit dem Namenszusatz „DiRT“ eher den actionlastigen Ansatz. Doch bei „DiRT 3“, das am 24. Mai auf den Markt kommen wird, lautet das Motto: „Back to the Roots“.
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- Das Fahrverhalten der einzelnen Autos fühlt sich sehr realistisch an. Die heckgetriebenen Buggies lassen sich deutlich anders steuern als die Allradler aus der WRC.
Meeke und Block – viel mehr als nur Testimonials
„DiRT 3“ will wieder in erster Linie eine Rallyesimulation sein – obwohl die Serie erstmals auf die 2007 verstorbene Rallyelegende Colin McRae im Titel verzichtet. Allerdings standen dem Codemasters Racing Studio bei der Entwicklung nicht minder prominente Rallyefahrer zur Seite: Okay, Kris Meeke macht im neu gegründeten Mini-Werksteam derzeit seine ersten Schritte in der Rallye-Weltmeisterschaft, aber Ken Block sollte Motorsportfans auf jeden Fall ein Begriff sein. Der Amerikaner ist zwar erst seit der vergangenen Saison in der WRC unterwegs, hat sich mit seinen über das Internet rasend schnell verbreiteten Gymkhana-Heldentaten aber in Rekordzeit Heldenstatus erworben. Meeke und vor allem Block fungieren jedoch nicht nur als Testimonials, sondern haben den Entwicklern sehr dabei geholfen, den Boliden ein realistisches Fahrverhalten zu verpassen.
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- Rallye-Enthsusiasten werden sich freuen: DiRT 3 präsentiert zahlreiche Boliden der Gruppe B-Ära wir den legendären Audi Sport Quattro S1 - und viele weitere historische Rallyeautos.
Realismus pur und Winterreifenpflicht
Und eines lässt sich nach einem ersten Probespiel bereits konstatieren: Der Aufwand hat sich definitiv gelohnt. Nie hat es sich so wirklichkeitsnah angefühlt, im WRC-Boliden über Schotter, Schnee oder Asphalt zu driften. Dabei überfordert „DiRT 3“ die Einsteiger ebenso wenig, wie es Joypad-Artisten unterfordert, obwohl die Boliden wie im echten Rennfahrerleben auf die Befehle des Piloten reagieren: Wer am Kurveneingang zu hart am Gas ist, rutscht mit der Front in Richtung Streckenbegrenzung. Abrupte Lastwechsel und zu heftige Lenkradaction provozieren dagegen ein Übersteuern, das mit der richtigen Maßnahme abgefangen werden will. Die Unterschiede zwischen den Bodenbeschaffenheiten – wozu erstmals in der DiRT-Reihe auch Schnee gehört – sind deutlich spürbar, gleiches gilt für die unterschiedlichen Autos. Davon gibt es so viele wie noch nie, darunter auch frühere Rallye-Ikonen wie die alten Mini-Zwerge, die Gruppe B-Monstren wie der Audi Sport Quattro S1 oder die aktuellen Turbo-Renner wie Ken Blocks Ford Fiesta RS WRC. Unterschiedliche Wettermodi schaffen weitere fahrerische Herausforderungen, wechselnde Sichtverhältnisse sowie Nachtetappen sorgen zusätzlich für Kurzweil.
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- Der Gymkhana-Modus ist eine gute Möglichkeit, das eigene Fahrkönnen zu perfektionieren. Bis man Punktzahlen auf Ken Block-Niveau erreicht, muss man allerdings viel üben.
Gymkhana als spannendes Trainingsvergnügen
„DiRT 3“ fehlt zwar die offizielle WRC-Lizenz, das fällt beim Spielen aber nicht wirklich negativ auf. Die mehr als 100 Strecken befinden sich an klassischen Rallye-Schauplätzen wie Finnland, Norwegen oder Kenia, aber auch das – in Bezug auf klassischen Rallyesport – Entwicklungsland USA wird repräsentiert. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Motorsportprofis, muss sich also nicht mehr nach oben dienen, sondern kann sofort gegen die besten ihres Fachs antreten. Die eigenen Fähigkeiten lassen sich jedoch in diversen Trainingsmodi schärfen. Darunter natürlich auch beim inzwischen allseits beliebten Gymkhana, das allerdings einiges an Übung erfordert, um eine Fahrzeugbeherrschung à la Ken Block an den Tag zu legen.
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- Neben einem Online-Modus für bis zu acht Spieler und dem Party-Modus kann auch eins gegen eins im klassischen Splitscreen-Spiel gezockt werden.
Mehrspielerspaß ohne Grenzen
Daneben bietet das Rahmenprogramm noch weitere Möglichkeiten, sich gemeinsam dem virtuellen Rallyespaß hinzugeben. Neben dem guten alten Splitscreen-Multiplayer-Modus bietet sich online die Möglichkeit, gegen maximal sieben weitere „DiRT 3“-Zocker anzutreten. Alle Einzelspieler-Wettbewerbe können auch online oder zu zweit absolviert werden, ein neuer Party-Modus bietet zusätzlichen Multiplayer-Spaß.
Noch bevor die fertige Version im Handel ist, lässt sich sagen:
Codemasters ist mit „DiRT 3“ ein Rennspiel gelungen, dass sowohl
Puristen als auch Einsteiger oder Gelegenheits-Zocker an Konsole oder
Computer fesselt. Die Präsentation ist hervorragend, das Fahrverhalten
realistisch, der Umfang enorm. Die Redaktion von Motorvision.de freut
sich schon darauf, das Game, welches am 24. Mai 2011 für Playstation 3,
Xbox 360 und PC erscheint, im firmeneigenen Simulator zu testen.

