Wunder gibt es immer wieder

„The Black Miracle“ nennt Hamann Motorsport seine neueste Kreation auf Basis des Ferrari F430. Dabei ist es ganz und gar nicht verwunderlich, dass es sich um Spektakuläres handelt! (F. Bauer , 01.01.2009)

Ferrari F430-Fahrer können bald ihr schwarzes Wunder erleben. Vorausgesetzt, sie wenden sich an Hamann Motorsport. Der schwäbische Edeltuner präsentiert nun sein neuestes Werk, „The Black Miracle“ (Das schwarze Wunder) auf Basis des Ferrari F430. Die Highlights: Flügeltüren, 50 zusätzliche PS, 20-Zoll-Felgen und eine in edlem Mattschwarz schimmernde Karosserie mit farblich abgesetzten Aerodynamikteilen.

Auch wenn es so aussieht: Um Kriegsbemalung im wörtlichen Sinne handelt es sich dabei nicht. Denn Hamann verwendet beim Styling mattschwarze Folien, die das Aussehen einer Grundierung statt einer fertigen Lackierung vortäuschen. Der Vorteil: Sollte dem Besitzer das Design eines Tages nicht mehr gefallen, lässt sich die Folie rückstandslos wieder entfernen. Aerodynamik-Anbauteile in den leuchtenden Farben Rot, Orange oder Gelb setzen einen farblichen Kontrast zum alles Licht verschlingenden Schwarz.

The Black Miracle 2
The Black Miracle 2

Aerodynamikpaket mit Rennsport-Reminiszenzen

Mit seinem Aerodynamikpaket verleiht Hamann der Optik des F430 den letzten Feinschliff im Motorsport-Stil. Ein Frontspoiler sorgt beim Maranello-Racer für einen noch markanteren Gesichtsausdruck. Weitere offensichtliche Rennsport- Reminiszenzen sind der XL-Heckflügel und ein markanter Diffusor am Fahrzeugheck. Für den Venturi-Tunnel, der unter dem Fahrzeugboden die Luft kanalisiert und so das Heck stabilisiert, hat Hamann so genannte "Air Dams" entwickelt, die dessen Wirkungsgrad nochmals verbessern. Weitere optische Akzente setzen rot, orange oder gelb eingefärbte Außenspiegel und Bremssättel, getönte Rücklichter, die farbige Umrahmung der Motorhaube, dunkel getönte Fenster (inklusive Frontscheibe) sowie in der Farbe der Aerodynamik-Komponenten lackierte Felgen samt mattschwarzem Felgenhorn.

The Black Miracle 3
The Black Miracle 3

„Ready for take-off“

Womit wir beim Thema wären: In Sachen Felgen greift Hamann auch beim Black Miracle auf Bewährtes zurück. Der Ferrari steht auf hauseigenen „Edition Race“-Felgen im 20-Zoll-Format, die vorne mit 235/30er und hinten mit 325/25er Reifen bezogen sind. Das i-Tüpfelchen auf dem Designkonzept sind aber die Flügeltüren, die im geöffneten Zustand an die ausgebreiteten Schwingen eines Raubvogels erinnern. Damit ist der Black Miracle endgültig „Ready for take-off“.Genug Power zum Abheben hätte der F430 Black Miracle zweifellos. Per geänderter Motorelektronik geht Hamann an die Reserven und kitzelt aus dem V8-Triebwerk 50 zusätzliche PS heraus. Damit galoppieren nun insgesamt 540 „Cavallino rampante“ unter der transparenten Motorhaube. Damit der Mittelmotor freier ausatmen kann, spendieren die Schwaben zudem neue Sportfächerkrümmer, Stahlkatalysatoren und Endschalldämpfer. Noch mehr Fahrvergnügen verspricht ein speziell angepasster Satz Fahrwerkfedern, mit dem der Ferrari noch tiefer über dem Asphalt kauert.Auch für den Innenraum hat sich der Veredler etwas Besonderes einfallen lassen. Neben der zweifarbigen Lederausstattung, deren Kombination frei wählbar ist, ziehen besonders die Hamann-Logos in den Kopfstützen die Blicke auf sich.Laut Katja Ebstein gibt es Wunder bekanntlich immer wieder. Auf Hamanns Black Miracle trifft dies nur bedingt zu. Denn erstens gesellen sich zu den rund 150.000 Euro, die der Ferrari F430 mindestens kostet, nochmals etwa 70.000 Euro für den Komplettumbau. Und zweitens plant Hamann Motorsport nur eine Auflage von 20 Exemplaren.

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