| VW Phaeton 3,6 l V6 4Motion | |
|---|---|
| Motor | V-Motor |
| Hubraum | 3597 ccm |
| Leistung | 206 kW (280 PS) bei 6250 U/min |
| Drehmoment | 370 Nm bei 3500 U/min |
| L/B/H in Meter | 5059 mm/1903 mm/1450 mm |
| Gewicht | 2154 kg |
| Antrieb | Allrad perm. |
| Getriebe | Automatikgetriebe |
| Felgengröße | 9 x 20 Zoll |
| Bereifung | 235/55R17Y / 235/55R17Y |
| Bremsen | Scheibe / Scheibe |
| 0-100 km/h | 8,9 s |
| 0-200 km/h | --- |
| Vmax | 230 km/h |
| Bremsweg (100-0 km/h) | 39 m |
| Verbrauch | 12,3 l |
| Grundpreis | 73100 Euro |
| Testwagenpreis | 117.869 Euro |
| Versicherungsklassen | HP 22 / VK 27 / TK 27 |
| Rundenzeit | --- |
| Teststrecke |
Das ist er
Als Volkswagen 2001 den Phaeton das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert, ist die Zielsetzung klar: Endlich soll auch ein Volkswagen in der Oberklasse vertreten sein, um mit den prestigeträchtigen Flaggschiffen der deutschen Konkurrenz um die Gunst der Vorstandsvorsitzenden, Polit-Barone und Rap-Superstars zu buhlen.
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- Seit der dritten großen Produktpflege (GP3) im Jahr 2010 wird der Phaeton durch die aktuelle VW-Design-DNA an Front und Heck deutlich dynamisiert.
Knapp vier Jahre späterwird der Phaeton bereits zum dritten Mal geliftet und steht seit der dritten großen Produktpflege als „der neue Phaeton“ – oder weniger werblich, als Phaeton GP3 – in den Volkswagen-Showrooms. Doch inzwischen dürfte die Wolfsburger die Realität heimgesucht haben. Der Phaeton hat in Deutschland in punkto Zulassungszahlen nicht den Hauch einer Chance gegen seine natürlichen Konkurrenten. Den 4.135 Mercedes S-Klassen, 4.386 7er BMWs und 4.213 zugelassenen Audi A8-Modellen im Zeitraum von Januar bis Oktober 2011 stehen im gleichen Zeitraum gerade einmal 1.999 Phaeton-Modelle gegenüber. Woran liegt´s? Wahrscheinlich größtenteils am Image. Denn im Gegensatz zu China, wo der Phaeton erst Anfang letzten Jahres für Absatzrekord-Meldungen sorgte, ist das VW-Image in Deutschland immer noch geprägt von TDI, GTI und Kleinwagen-Idealismus. Dabei lässt sich der Phaeton in punkto Qualitätsanspruch alles andere als lumpen.
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- Top-Verarbeitung: im Phaeton herrscht gediegenes Luxus-Flair. Dazu gibt es reichlich Platz und High-Tech.
Das bietet er
Der erste Eindruck unseres Testwagens, dem Einstiegsmodell mit 3,6 Liter-V6 an Bord, ist nämlich absolut hochwertig. Und auch auf den zweiten Blick halten die vielen Ledernähte und edlen Materialien, was sie versprechen. Die Verarbeitungsqualität kann die hohen Erwartungen, die man an ein Automobil der Oberklasse hat, mit Leichtigkeit erfüllen. Dazu kommen technische Highlights wie etwa Xenon-Kurvenlicht, High-End Soundsystem, Spurwechsel- und Abstandsassistent und, und, und. Die ausladenden Ledersessel für Fahrer- und Beifahrer punkten mit einer 18-Wege-Verstellung, die Sechsgang-Automatik lässt sich auch manuell über Tiptronic-Schaltwippen am großzügig dimensionierten Leder-Volant bedienen und der in beigem Alcantara bezogene Himmel markiert den Höhepunkt des stimmigen Wohlfühl-Interieurs.
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- Ein luxuriöses Komfortgefährt mit jeder Menge Platz und gewaltigen Ausmaßen: über fünf Meter ist der VW lang, bei einem Gewicht von rund 2,1 Tonnen.
Kurz Gesagt: der Phaeton bietet Luxus, soweit das Auge reicht. Das gilt selbstredend auch für die Platzverhältnisse. Im Fond haben auch Personen, die die 1,90 Meter überschreiten, noch genug Beinfreiheit, um wohlig alle Viere von sich zu strecken. Und das Gepäckabteil ist mit 500 Litern ebenfalls üppig dimensioniert. Die Platzverhältnisse schlagen sich natürlich auch in standesgemäßen Abmessungen und dem Gewicht nieder: 5.153 mm lang, 1.903 mm breit und das alles bei einem Leergewicht von 2.143 Kilogramm. Man könnte meinen, dass bei solchen Dimensionen der „kleine“ 3,6 Liter-V6 so seine Schwierigkeiten bekommt.
So fährt er
Doch der V6-Motor in unserem Testwagen schlägt sich besser als erwartet: die 280 PS und 370 Newtonmeter sorgen für ausreichend Vortrieb in nahezu jeder Situation, egal ob nun im Stadtverkehr, über Land oder auf der Autobahn. Von Untermotorisierung also keine Spur. Serienmäßig verfügt jeder Phaeton über den bei Volkswagen „4Motion“ getauften permanenten Allradantrieb, sowie eine Luftfederung namens „Airmotion“, die sich – auch während der Fahrt – an die Wünsche des Fahrers, von sportlich bis komfortabel, anpassen lässt. Beim komfortablen Gleiten ist ein Luxusschiff wie der Phaeton natürlich eher in seinem Element als bei der sportbetonten Kurvenmeuterei auf engen Landstraßen, aber selbst hier lässt sich die mehr als zwei Tonnen schwere Limousine recht behände bewegen. Die Sechsgang-Tiptronic dreht im Sportmodus die Gänge ohne Gnade aus, die Schaltwippen allerdings sind ungünstiger Weise fest hinter dem Lenkrad montiert, wodurch die Bedienung bei gleichzeitigem Lenken etwas erschwert wird.
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- Das komfortorientierte Fahrwerk lässt sich bequem über den Touchscreen des Multimedia-Systems in vier Stufen von Komfort auf Sport trimmen. Aber keine Angst - so richtig "hart" geht es im Phaeton nie zu.
Die Lenkung selbst bietet leider auch wenig Feedback und ist insgesamt zu leichtgängig – zumindest für eine sportliche Fahrweise. Das Fahrwerk ist naturgemäß eher auf Komfort ausgelegt, selbst wenn die Dämpfung auf die Sportkennlinie eingestellt wird, wird´s im VW-Flaggschiff nicht ungemütlich bei Fahrbahnunebenheiten oder Schlaglöchern. Für den 0 auf 100 km/h-Spurt ließ sich unser Testwagen – auf Winterreifen wohlgemerkt – 8,9 Sekunden Zeit. Auf Sommerpneus sollten die von VW angegebenen 8,6 Sekunden also kein Problem sein. Auch bei der Messung der Endgeschwindigkeit machten die Wintergummis einen Strich durch die Rechnung: mehr als 230 km/h sind auf diesen nicht erlaubt. Und der Phaeton lässt es sich auch nicht nehmen, uns lautstark mit einer Warnmeldung im Display darauf hinzuweisen. Während der sonnigen Monate darf man mit dem Oberklasse-VW dann auch mit bis zu 250 km/h über die Bahn brettern – wenn man das will.
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- Das High-End-Soundsystem "Dynaudio Temptation" ist wirklich eine Versuchung wenn man es einmal live erlebt hat. Und der Aufpreis von 810 Euro ist ebenfalls recht moderat.
Das kostet er
Der Grundpreis des Einstiegs-Pheaton beträgt ganze 73.100 Euro. Serienmäßig an Bord sind dann das bereits erwähnte „Airmotion“-Fahrwerk und der „4Motion“-Antrieb. Auch nette Gimmicks wie Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Technik bei Blinkern und Rückleuchten, Klimaautomatik, etliche Sicherheits-Features wie eine Airbag-Armada, ESP, elektronische Differenzialsperre oder auch aktive Kopfstützen sind dann bereits enthalten. Doch in punkto Sonderausstattung lässt sich auch bei Volkswagen in der Oberklasse noch so einiges einrichten. Die Zusatz-Highlights in unserem Test-Phaeton sind unter anderem das Alcantarapaket „Volkswagen Exclusive“, 20 Zoll Alus, das Phaeton-Autotelefon, Rückfahrkamera, Touchscreen-Navi inklusive High-End Audiosystem, der Spurwechselassistent „Side Assist“ und die 18-Wege Verstellung für die Komfort-Vordersitze.
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- Die verchromten 9x20 Zoll Alus namens "Megara" stammen aus dem Volkswagen Exclusive Paket und kosten 4.755 Euro Aufpreis.
Alle Sonderausstattungs-Gimmicks aufzuführen würde den Rahmen sprengen und der springende Punkt ist dabei ja auch eher der Preis, der am Ende für unseren „Einstiegsphaeton“ unter dem Strich steht: das sind nämlich genau 117.869 Euro. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das momentane Spitzenmodell mit V8 und 335 PS 96.600 Euro Grundpreis kostet. Die Versicherungseinstufung HP 22/ VK 27/ TK 27 ist auch alles andere als günstig – bewegt sich aber im Vergleich mit den anderen Oberklasse-Modellen noch in einem erträglichen Rahmen. Und dann wäre da ja noch der Verbrauch: Volkswagen selbst gibt diesen mit rund 11,7 Litern Super Plus an. Diesem Wert haben wir uns während unserer Testfahrten auch relativ präzise angenähert, am Ende stehen rund 12,3 Liter auf der Verbrauchsuhr. Auch dieser Wert ist – gemessen an Gewicht und Leistung – ein durchaus moderater.
| Kriterien (je max. 10 Punkte) | VW Phaeton 3,6 l V6 4Motion |
|---|---|
| Gesamtergebnis (max. 50 Punkte) |
33 |
| Längs | 06 |
| Quer | 05 |
| Alltag | 08 |
| Geld | 06 |
| Wahre Werte | 08 |

