VW Golf Variant: Was lange währt…

…wird endlich gut, oder? Rund vier Jahre hat es gedauert, bis VW mit dem Variant die Golf-Baureihe komplettiert. Weltpremiere ist auf dem Genfer Autosalon. ( , 01.01.2009)

Bald gibt es ihn wieder - den VW für diejenigen, denen der Golf zu klein, der Jetta zu unvariabel und der Passat zu teuer ist: Auf dem Genfer Autosalon (8. bis 18. März) stellen die Wolfsburger der fünften Golf-Generation endlich die traditionell „Variant“ genannte Kombiversion zur Seite. Anfangs gar nicht geplant, hat sich Volkswagen immerhin vier Jahre Zeit gelassen, die Golf-Palette mit einem großen Fünftürer abzurunden. Eine lange Zeit, wenn man bedenkt, welchen Erfolg der Variant den Wolfsburgern beschert hat: Seit 1993 (die Kombiversion gab es erstmals beim Golf III) haben sich 1,2 Millionen Kunden für den Variant entschieden. Ob der Neue an die Erfolge anknüpfen kann?

Thema Design: Die Front präsentiert sich gefällig, der Golf Variant gliedert sich stimmig in die Modellpalette ein. Das Gesicht mit dem markanten Chrom-Zentrum zeigt sich als Mix zwischen Golf und Jetta. In der Seitenansicht erinnert der große Golf dank der breiten D-Säule an den Passat Variant. Am Heck gibt er sich dagegen eigenständig – oder doch nicht? Optisch an Jaguars Kombi-Flop X-Type Estate erinnernd, wirkt das Golf Variant-Hinterteil unproportioniert – und damit so gar nicht zum Rest des Autos passend. VW selbst sieht die vollständig in die hinteren Kotflügel integrierten Rückleuchten naturgemäß positiv: Sie sollen die große Durchladebreite der Kofferraumklappe optisch unterstreichen. Uns hätten Heckleuchten im Stile des großen Kombi-Bruders jedoch besser gefallen.An den inneren Werten des Golf Variant gibt es aber nichts auszusetzen. Der 4,56 Meter lange Wolfsburger schluckt maximal 1.550 Liter Gepäck. Ist der Innenraum für fünf Insassen konfiguriert, stehen 690 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Praktisch: Ab der Ausstattungslinie „Comfortline“ ist serienmäßig ein Gepäcknetz an Bord.Bewährtes unter der Motorhaube: Je zwei Benzin- und Dieseltriebwerke stehen zum Verkaufsstart zur Verfügung. Die Rolle der Basismotorisierung spielt der 1,6-Liter-Benziner mit 102 PS, nur knapp darüber rangiert der 1.9 TDI mit 105 PS. Deutlich dynamischer dürfte es mit dem 1.4 TSI-Triebwerk vorwärts gehen: Der sowohl per Turbo als auch Kompressor aufgeladene „Twincharger“ leistet 140 PS. Damit ist er genauso stark wie der 2.0 TDI-Turbodiesel, der den Golf Variant auf maximal 205 km/h beschleunigen und im Schnitt nur 5,6 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen soll.Die genaue Preisstruktur möchte Volkswagen erst auf dem Genfer Autosalon bekannt geben. Fest steht aber, dass der Basispreis unter 18.000 Euro liegen wird. Ab 8. März kann der Golf Variant bestellt werden, am 1. Juni rollen die ersten Exemplare zu den Händlern.

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