In dem Wort "California" schwingt die weite Welt der wunderbaren Reisen mit. Damit hat Volkswagen im Jahre 1951 wohl eine gute Wahl getroffen, denn das Reisemobil mit diesem Namen ist ein Dauerbrenner. Die Geburtsstunde schlug in Rheda Wiedenbrück in Westfalen, wo ein reisesüchtiger Campingfreund bei VW eine Wohn-Box bestellte. Er wollte seinen "Bully" reisetauglich machen und ahnte dabei nicht, dass er damit ein neues Fahrzeugsegment eröffnete, nämlich das der Reisemobile. Hunderttausende haben sich seither den "California" zugelegt, der zu Anfang "VW-Campingwagen" hieß. Wie es das Schicksal und die Marketingaktivitäten von Volkswagen wollten, ist der California mit 60 Jahren noch putzmunter und hat soeben einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt, 33 Prozent mehr gegenüber den sieben Monaten des Vorjahres, das sind weltweit 3 770 Autos. Dies ist erfreulich für die Niedersachsen, denen derzeit alles gelingt, was sie anpacken. Die rund 600 000 Reisemobile, die seit 1951 auf die Räder gestellt worden sind, haben dazu beigetragen, dass VW auch in dieser Branche eine gute Position einnimmt und zusätzlich bei Millionen Weltenbummlern Kultstatus besitzt.
Die Modellpalette der Reisemobile ist gewachsen. Einstiegsmodell ist der "Caddy Tramper" für die Jugend, eine volkstümliche Version für rund 24 000 Euro. 14 000 Euro mehr muss der Reisende hinblättern, um den Califoria Beach zu erwerben, das Multitalent. Das große Auto wird privat und geschäftlich genutzt mit Ausstelldach und Vollausstattung im geräumigen Innern für gehobene Ansprüche. Der "Comfortline" steigt in die luxuriösen Kreise auf. Sein elektrisch-hydraulisch herausfahrbares Aluminiumdach ist elegant und nützlich. Die Innenausstattung enthält eine Küchenzelle mit Spülbecken, 42-Liter-Kühlschrank und einen Gaskocher mit zwei Flammen. In der Heckklappe sind Campingstühle untergebracht. In der Schiebetür findet ein Outdoor-Tisch seinen Platz. Der "Caddy Tramper" wird für rund 53 000 Euro verkauft.
Der Amarok rundet das Outdoor-Programm ab. Er ist für die besonders hartenTouren geeignet, Straßen braucht er nicht, die Wildnis ist sein Zuhause. Er wurde bisher gesichtet auf den versandeten Feldwegen Kongos, wo es geschlossene Grenzen, Hochwasser und Minenfelder gibt, die den ganzen Mann als Chauffeur brauchen. Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf steht ein Amarok, der zugunsten von HIV-Kranken in 111 Tagen durch 54 Länder auf fünf Kontinenten 64 452 Kilometer zurück legte.

