24h-Rennen Nürburgring: Vorschau

Vorschau 24 Stunden-Rennen Nürburgring 2010: Alle Fakten

Nürburgring – Am Christi Himmelfahrt-Wochenende ist es mal wieder soweit: Mit dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring startet am Samstag, den 15. Mai, die größte Motorsport-Veranstaltung der Welt. Motorvision liefert alles Wissenswerte zum Rennklassiker in der Eifel. ( , 11.05.2010)

Die Strecke

Die Nürburgring-Nordschleife, vom dreimaligen Formel 1-Weltmeister Jackie Stewart einst ehrfurchtsvoll „Grüne Hölle“ genannt, gilt als Mutter aller Rennstrecken. Beim 24-Stunden-Rennen ist die Grand Prix-Strecke in den Kurs integriert, sodass die Streckenlänge 25,359 Kilometer beträgt. Die Nordschleife bietet alles, was das Rennfahrerherz begehrt und Motorsportfans den Glanz in die Augen treibt: 33 Links- und 40 Rechtskurven, dazu Sprunghügel, Steilkurven, lange Geraden, schnelle Passagen und kurvenreiche Abschnitte. Die Zutaten erfordern jedoch volle Aufmerksamkeit seitens der Piloten. Unfälle auf der Nordschleife haben oft schlimme Folgen, wie der tödliche Crash des Aston Martin-Piloten Leo Löwenstein beim letzten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf tragische Weise gezeigt hat.

Porsche 911 GT3 RS vor Manthey-Porsche
Porsche tritt 2010 werksseitig mit einem 911 GT3 RS mit Hybridtechnik an. Kann der Hybrid-Bolide die etablierten Nordschleifen-Größen, darunter den Manthey-Porsche (Foto hinten), besiegen?

Die Geschichte des 24-Stunden-Rennens

Das erste 24-Stunden-Rennen am Nürburgring findet 1970 statt. Hans-Joachim Stuck und Clemens Schickentanz holen mit einem BMW 2002 TI den Gesamtsieg. Auch in der Folgezeit tragen sich illustre Namen in die Siegerliste ein, darunter Niki Lauda, Klaus Ludwig, Joachim Winkelhock, Johnny Cecotto, Manuel Reuter und Timo Scheider. 2010 findet die 38. Auflage des 24-Stunden-Rennens statt, da es 1974 und 1975 wegen der Ölkrise und 1983 wegen Bauarbeiten für den neuen Grand Prix-Kurs kein Rennen gab.

Wissenswertes am Rande: Beim Sieg von Niki Lauda und Hans Peter Joisten 1973 gab es ab Mitternacht eine achtstündige Nachtruhe. 2007 gab es eine sechsstündige Unterbrechung, da dichter Nebel in der Nacht eine Durchführung des Rennens zu gefährlich machte.

Marcel Tiemann und Timo Bernhard
Der 24-Stunden-Rekordsieger Marcel Tiemann (l.) tritt 2010 wieder für das Manthey-Team an und teilt sich das Auto unter anderem mit Timo Bernhard, der das Rennen schon vier Mal gewinnen konnte.

Das Rennen 2010

Für die 2010er Auflage des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring sind 216 Teams gemeldet. Wie immer bezieht das Rennen seinen besonderen Reiz aus der Kombination Privat-Teams vs. Werks-Truppe. Während für die werksunterstützenPorsche-Teams wie Manthey und Mamerow sowie die Werks-Mannschaften von Audi und BMW nur der Gesamtsieg zählt, kämpfen die Teams von VW und Opel um Klassensiege. Für die privaten Schraubertruppen geht es nur ums Ankommen, was in der Grünen Hölle schwer genug wird.

Nürburgring Nordschleife Streckenlayout
33 Links- und 40 Rechtskurven, dazu Sprunghügel, Steilkurven, lange Geraden, schnelle Passagen und kurvenreiche Abschnitte - die "technischen Daten" der Nürburgring Nordschleife.

Die Rekordsieger - Fahrer

Mit fünf Gesamtsiegen ist Marcel Tiemann der erfolgreichste Fahrer beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. 2003 hat Tiemann im Opel Astra V8 Coupé seinen ersten Triumph gefeiert. Seit 2006 gestaltet Tiemann die erfolgreiche Ära des Manthey-Teams entscheidend mit. Viermal in Folge hat die Truppe um Teamchef Olaf Manthey seit 2006 den Gesamtsieg geholt, viermal saß Tiemann als einer von vier Fahrern mit im Auto.

Mit vier Gesamtsiegen teilen sich Fritz Müller, Marc Duez, Peter Zakowski, Pedro Lamy und Timo Bernhard den zweiten Platz in der Bestenliste.

Vier-Stunden-Rennen VLN - Startphase
Faszinierende Autos in einem faszinierenden Rennen: Am Himmerlfahrt-Wochenende startet das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring in seine 38. Auflage.

Die Rekordsieger - Marken

BMW ist die mit Abstand erfolgreichste Marke beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Neben 18 Gesamtsiegen konnten die Teams, die auf die Münchner Boliden gesetzt haben, insgesamt 114 Klassensiege feiern. In punkto Gesamtsiege liegt Porsche mit zehn Triumphen auf Platz zwei, konnte allerdings „nur“ 27 Klassensiege feiern. Hier liegen Opel (50), Volkswagen und Honda (je 43) sowie Ford (38) vor den Zuffenhausenern.

In diesem Jahr werden die Karten neu gemischt, die Vergabe der Favoritenrolle ist so schwer wie selten zuvor. Gelingt Olaf Manthey der fünfte Sieg in Folge. Kann die Audi R8-Armada den Porsche-Boliden Paroli bieten? Wie schnell sind die BMW M3 GT2 über die komplette Renndistanz? Kann der Hybrid-Porsche 911 um den Sieg mitfahren? Auf www.motorvision.de stellen wir die Favoriten auf den Sieg beim 24-Stunden-Rennen ausführlich vor.

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