Mit dem neuen Z4 M Coupé hat BMWs stärkster unaufgeladener Reihen-Sechszylinder eine neue Heimat gefunden. Nachdem der die neue Generation des M3 einen V8 unter die Haube bekommt, sorgt das 3,2-Liter-Triebwerk nun im neuen Zweisitzer für Schub in jeder Lebenslage. Doch mit seinen serienmäßig 343 PS und 365 Newtonmetern gilt das Motorenkonzept als ausgereizt. Eigentlich, denn Tuner Hamann Motorsport gelingt es, noch ein wenig mehr aus den sechs Töpfen herauszukitzeln. Die Maßnahme: Die Laupheimer programmieren die Motorelektronik um und heben die 250 km/h-Beschränkung auf. Das Ergebnis: 358 PS, ein Drehmomentmaximum von 385 Newtonmetern und 275 km/h Topspeed.
Angesichts dieser Werte ist es kein Wunder, dass der aufgemotzte Münchner auch optisch die Muskeln spielen lässt. Schon im Serienzustand ein Charakterkopf, bekommt das Gesicht des Z4 M Coupé mit der neuen Frontschürze noch markantere Züge. Der riesige mittige Lufteinlass, die ellipsenförmigen Nebelscheinwerfer und die zackigen Spoiler-Flaps stechen sofort ins Auge. Ein Paar Scheinwerferblenden runden das – im wahrsten Sinne des Wortes – Facelifting ab. Die Hamann-Seitenschweller bieten nicht nur einen optischen, sondern auch einen praktischen Nutzen: Vor den hinteren Radhäusern befindet sich je ein Lufteinlass, der die hinteren Bremsen stets mit Frischluft versorgt.Doch das dicke Ende folgt zum Schluss, oder besser: am Heck. Dachspoiler im XL- und Heckflügel im XXL-Format schinden mächtig Eindruck. Auch die Heckschürze hat es in sich: Den mittig verbauten Diffusor rahmen die beiden Doppel-Endrohre des Sport-Endschalldämpfers ein, die Hamann perfekt in die Schürze integriert hat. In Verbindung mit einem Sport-Fächerkrümmer und Metall-Katalysatoren verspricht der Tuner ein besseres Ansprechverhalten und einen besseren Sound als beim Serien-Auspuff. Dass dies kein leeres Versprechen ist, zeigt der Fakt, dass Hamann diese Variante nur für den Export anbietet. Da hat der deutsche TÜV wohl seinen Segen verwehrt…Beim Fahrverhalten des Z4 M Coupé ist es ähnlich wie beim Motor: Es ist eigentlich kaum zu toppen. Die Laupheimer versuchen es trotzdem, indem sie dem Münchner einen Tieferlegungssatz spendieren. Progressive Fahrwerksfedern senken die Karosserie um rund 25 Millimeter ab. Für mehr Verwindungs- steifigkeit platziert Hamann zudem eine zweiteilige Domstrebe samt Firmenschriftzug unter der Motorhaube.Zwei Designs, drei Größen: Das Felgenangebot dürfte keine Wünsche offen lassen. Den Einstieg in die Felgenpalette bildet das einteilige Rad „Anniversary I“ – eine Mehrspeichenfelge, die mit ihrem silbernen Finish und der hochglanzpolierten Edelstahllippe auf dem Außenhorn definitiv ein Eyecatcher ist. Das Angebot umfasst eine 19- und eine 20-Zoll-Variante – genau wie beim mehrteiligen PG3-Rad, das ebenfalls mit einer silbernen Lackierung und poliertem Außenhorn besticht. Die jeweils maximal möglichen Rad/Reifen-Kombination: 235/30 ZR 20 (vorne) und 285/25 ZR 20 (hinten).Das sportliche Außendesign führt Hamann auch im Innenraum fort. Die Füße betten die Insassen auf Matten mit Hamann-Schriftzug oder auf Pedalen aus Aluminium. Die Mittelkonsole veredelt der Tuner mit einem Aluminium-Handbremshebel und einem Sport-Schaltknauf in zwei Ausführungen. Ein Interieur-Set aus Sicht-Carbon zaubert einen Hauch sportliches Ambiente in den Innenraum, Leder-Komplettausstattungen in verschiedenen Farben bilden das i-Tüpfelchen. Und wer sich vom Auto an sich nicht ausreichend unterhalten fühlt, kann das Z4 M Coupé mit Highend-Multimedia-Equipment aufrüsten.Leistungssteigerung (Vmax-Aufhebung, Motorelektronik): 4.085 Euro
Aerodynamikpaket komplett: 3.333 Euro
Komplett-Radsatz „PG3“ (20 Zoll): 6.948 Euro
Komplett-Radsatz „Anniversary I“ (20 Zoll): 4.918 Euro
Tieferlegungssatz: 382 Euro
Vierrohr-Sportendschalldämpfer: 2.308 Euro

