Von der Knutschkugel zum Macho: Fiat 500 Abarth

Damit aus einem Fiat ein echter Abarth wird, muss er in erster Linie einen PS-stärkeren Motor erhalten. Doch auch sonst reiht sich der besonders potente 500 fast nahtlos in die so legendäre Ahnenreihe ein. ( , 01.01.2009)

In Italien kennt ihn jedes Kind, doch in Deutschland erinnern sich nur noch ältere Semester und Motorsportbegeisterte an den Namen "Abarth". Dies könnte sich bald ändern, denn der Fiat-Konzern hat die historische Tuningmarke für Kleinwagen wieder auferstehen lassen und mit stolzgeschwellter Brust die beiden Modelle Grande Punto Abarth und 500 Abarth präsentiert. Dabei sollen die PS-starken Flitzer vor allem eines bewirken: das Image von Fiat aufpolieren.

Mit Abarth will der italienische Konzern eine neue Kundschaft für sich gewinnen: Jung, sportlich und solvent soll sie sein. Da Abarth aber vor allem den Vätern dieser jungen Käuferschaft ein Begriff sein dürfte, werden in vielen Fällen die Markenliebe und letztendlich auch die Kaufkraft von den nostalgischen Vätern stammen. Schließlich hat die angestrebte jugendliche Kundschaft den Höhenflug von Karl Abarth - alias Carlo Abarth - in den 50er und 60er Jahren nicht selbst erlebt.

500 Abarth - Seite Standbild
Das i-Tüpfelchen eines echten Abarths sind die rot lackierten Bremssättel, die auf Wunsch mit rot lackierten Außenspiegeln kombiniert werden können

Mehr Agilität auf Knopfdruck

Damit aus einem Fiat ein echter Abarth wird, muss er in erster Linie ein PS-stärkerer Motor her. Im Falle des Fiat 500 klettert die Leistung des 1,4-Liter-Turbomotors von 74 kW/100 PS in der Topversion des Cinquecento auf 99 kW/135 PS beim Abarth. Die serienmäßige Sporttaste im getunten Dreitürer ermöglicht ein maximales Drehmoment von 206 Nm bei 3.000 U/min. Zudem sorgt der Knopfdruck für eine direktere Lenkung und ein besseres Ansprechverhalten des Gaspedals. Auch ein straff abgestimmtes Sportfahrwerk gehört zu dem Abarth wie der Stachel zum Skorpion, dem Markenemblem und Sternzeichen von Carlo Abarth.Doch nicht nur durch seine Fahrleistungen, sondern auch optisch weiß der 500 Abarth Fans von sportlichen Flitzern zu erfreuen. Ein Dachspoiler am Heck, Seitenschwellerleisten und verbreiterte Kotflügel vorn und hinten verleihen dem niedlichen Kleinwagen einen Hauch von Männlichkeit und lassen die von Frauen bevorzugte Knutschkugel zum Macho werden. Bequeme Sportsitze mit hohen Lehnen, integrierten Kopfstützen und ausgeprägten Wangen hauchen dem Innenraum sportliches Ambiente ein. Zu den besonders netten Spielereien des aufpolierten Kleinwagens gehören neben dem unten abgeflachten Lenkrad eine Ladedruckanzeige des Turbos sowie eine Schaltpunktanzeige, die bei gedrückter Sporttaste erst im roten Drehzahlbereich zum Gangwechsel auffordert.

500 Abarth - Front Standbild
Der Fiat 500 Abarth (Einstandspreis: 18.100 Euro) soll vor allem eines bewirken: das Image von Fiat aufpolieren.

Rote Bäckchen, großes Schuhwerk

Das i-Tüpfelchen eines echten Abarths sind die rot lackierten Bremssättel, die auf Wunsch mit rot lackierten Außenspiegeln kombiniert werden können und den 500 endgültig in einen Skorpionträger verwandeln. So gerüstet, strotzt der Italo-Flitzer auf 16-Zoll-Rädern vor italienischem Selbstbewusstsein und wird auf deutschen Straßen nicht nur die Blicke seiner Landsleute auf sich ziehen.

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