Bei Marussia-Virgin rollt der Rubel
Was früher dank Roman Abramowitsch und Co. im Profi-Fußball galt, ist nun auch in der Formel 1 groß in Mode: Russisches Geld ist gern gesehen, spätestens seit Vitaly Petrovs Engagement beim letztjährigen Renault- und diesjährigen Lotus-Team. Auch bei der ehemaligen Virgin-Mannschaft rollt nun der Rubel: Der außerhalb Russlands weitgehend unbekannte Sportwagenbauer Marussia steigt nicht nur als neuer Sponsor, sondern gleich als Namensgeber beim Letztplatzierten der 2010er Konstrukteurs-WM ein. Somit tritt nun das Marussia-Virgin Racing Team in der Formel 1 an - nicht die erste Namensänderung in seiner noch kurzen Historie.
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- Wie schon der Vorgänger ist auch der Marussia Virgin-Cosworth MVR-02 ausschließlich am Rechner entstanden, hat nie einen realen Windkanal von innen gesehen. Das spart dem Team viel Geld.
Windkanal? Nicht bei Marussia-Virgin!
Als einer der ersten Neulinge hatte Virgin Racing – damals noch unter dem Namen Manor Grand Prix – seinen Startplatz für die 2010er Formel 1-Saison sicher. Teamchef ist seit der Gründung der ehemalige britische Rennfahrer John Booth. Marussia-Gründer Nikolay Fomenko ist der neue Chefingenieur - eine durchaus interessante, aber auch eine erfolgversprechende Personalie? Als Technischer Direktor fungiert weiterhin Nick Wirth. Wirth gilt als Computer-Fan und geht deshalb bei der Entwicklung seiner Boliden ganz neue Wege. Wie schon der Vorgänger ist auch das Modell MVR-02 ausschließlich am Rechner entstanden, hat nie einen realen Windkanal von innen gesehen. Das spart dem Team viel Geld, ist aber bisher nicht erfolgreich. Schon der 2010er Bolide war weder zuverlässig noch schnell, laut Pilot Timo Glock hinkt auch das diesjährige Auto den eigenen Ansprüchen hinterher.
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- Timo Glock wird sich an einen neuen Teamkollegen gewöhnen müssen: Der Belgier Jerome A´Ambrosio ersetzt Lucas di Grassi, der nicht an die Leistungen des Deutschen anknüpfen konnte.
Neuer Teamkollege für Timo Glock
Glock wird sich an einen neuen Teamkollegen gewöhnen müssen: Der Belgier
Jerome d´Ambrosio ersetzt den Brasilianer Lucas di Grassi, der nicht ansatzweise an die Leistungen des Deutschen anknüpfen konnte. D´Ambrosio
bringt einige Sponsoren-Millionen mit und gilt zumindest als nicht vollkommen
talentfrei. Als Motorenlieferant bleibt Cosworth an Bord, auf KERS wird
vorerst verzichtet. Auch wenn das Team - besonders finanziell - besser
aufgestellt zu sein scheint als im Vorjahr, wird es für Marussia-Virgin
nur darum gehen, Hispania Racing auf den letzten Platz der
Konstrukteurswertung zu verdrängen.

