30-Jahr-Feier mit einer Sonderausstellung
Im März 1980 hat der Audi quattro seinen ersten großen Auftritt: Auf dem Genfer Autosalon präsentiert sich der legendäre Allrad-Wegbereiter erstmals einem breiten Publikum. 2010 feiert die quattro-Technik also 30-jähriges Jubiläum. Grund genug für Audi, ab dem 28. April 2010 im Ingolstädter museum mobile eine Sonderausstellung mit dem Titel „Vier gewinnt – 30 Jahre quattro“ auszurichten. Dort stehen jedoch keineswegs nur Audi-Modelle im Mittelpunkt. Vielmehr bietet die Ausstellung einen breiten Querschnitt und zeigt verschiedene Vierrad-Unikate sowie Allradrennwagen und als besonderes Highlight sogar ein Mondauto.
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- Die im Audi museum mobile ausgestellte Replika des Mondautos von 1971 ist eine Leihgabe aus dem Omega Museum. Das Fahrzeug wird von vier elektrischen Radnabenmotoren angetrieben, hat also Allradantrieb.
Ein Mondauto in Ingolstadt
Die im Audi museum mobile ausgestellte Replika des Mondautos von 1971 ist eine Leihgabe aus dem Omega Museum. Das Fahrzeug wird von vier elektrischen Radnabenmotoren angetrieben, hat also Allradantrieb, was für die Erkundungsfahrten der Astronauten das Durchkommen unter allen Bedingungen sicherte. An den Auftritt in Genf vor gut 30 Jahren und Audis damit verbundene Pionierleistung erinnert bei der Sonderausstattung ein weißer Urquattro. Das seinerzeit in Genf gezeigte Exemplar erstrahlte ebenfalls in der unschuldigsten aller Farben.
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- Geländewagen wie der in Ingolstadt produzierte DKW Mungo (Foto) oder der VW Iltis gelten als Wegbereiter des quattro-Antriebs bei Audi.
Die Anfänge des Allradantriebs
Vor 1980 war der Allradantrieb ausschließlich Nutzfahrzeugen und Geländewagen vorbehalten; der quattro bringt dieses Antriebskonzept erstmals in Form eines Sportwagens auf die Straße. Dabei nutzt der Urquattro die Antriebstechnik eines Geländewagens: Der VW Iltis wird von Audi entwickelt und gewinnt im Premierenjahr des quattro die Rallye Dakar. Der Iltis ist ebenso im Audi museum mobile zu sehen wie der DKW Munga von 1963 und das Modell einer kühnen Vision von 1485. Leonardo da Vinci skizziert schon im Mittelalter einen Panzerwagen mit vier angetriebenen Rädern. Die Brücke zur Neuzeit schlägt der Audi quattro project von 2007 – eine Designstudie, die zeigt, wie der quattro der Zukunft aussehen könnte.
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- An die äußerst erfolgreiche Audi-Ära im Rallyesport erinnert das Originalauto, das bei der Algarve-Rallye 1980 als Vorausfahrzeug eingesetzt wurde.
Motorsport-Boliden aus der Rallye und der Formel 1
Natürlich kommen auch Motorsportfans bei der Sonderausstellung auf ihre Kosten, schließlich hat der Audi quattro über Jahre die Herrschaft auf den Rallyepisten übernommen. An diese erste erfolgreiche Ära der Audi-Motorsportgeschichte erinnert das Originalfahrzeug, das 1980 bei der Algarve-Rallye gestartet ist – allerdings nur als Vorausfahrzeug. Auch in der Formel 1 kommt Allradantrieb zum Einsatz, zum Beispiel beim P99 Climax von 1962. Dieser Renner ist der einzige Allrad-Bolide, der je ein Rennen in der Formel 1 gewonnen hat. So erfolgreich war der Lotus 63 aus dem Jahr 1969 nicht, seine beste Grand Prix-Platzierung war ein zehnter Platz. Trotzdem hat sich der britische Renner seinen Platz in der Sonderausstellung redlich verdient.
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- Im Audi Urquattro von 1980 ist die Allradtechnik erstmals bei einem Straßenauto mit sportlichem Anspruch verwendet worden.
Sportwagen-Exoten von früher und heute
Ähnlich sieht es bei den anderen Exoten aus, die in Ingolstadt gezeigt werden. Die Ausstellung zeigt unter anderem einen Bugatti T 53 aus dem Jahr 1931, einen von Ferdinand Porsche entwickelten Cisitalia 360 von 1947 und einen Allrad-Sportwagen von Spyker. Ähnlich rar ist der Jensen Interceptor FF von 1966. Von dieser Sportwagen-Schönheit wurden insgesamt nur 320 Exemplare gebaut – eines davon ist bald im Audi museum mobile zu sehen.
Die Ausstellung „Vier gewinnt – 30 Jahre quattro“ ist vom 28. April bis zum 31. Juli 2010 im Audi museum mobile zu sehen. Das Museum hat täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Zudem finden täglich Themenführungen statt.

