Die wollten doch nur Sprit sparen!
Eigentlich hat Mercedes-Haustuner AMG den wunderbaren 6,2-Liter-V8-Sauger in erster Linie aus Downsizing-Gründen gegen den neuen 5,5-Liter-Biturbo-V8 ersetzt. Weniger Hubraum und mehr Aufladung bei leicht gestiegener Leistung bedeuten ein erhöhtes Einsparpotential in Sachen Spritkonsum und CO2-Ausstoß. Den einschlägigen Mercedes-Tunern kommt diese motorische Neuorientierung offenbar wie gerufen. Denn nun müssen sie das Triebwerk nicht mehr im Nachgang aufladen, um die 63er AMGs in erbarmungslose Asphalt-Berserker zu verwandeln, sondern können die vorhandene Hardware nutzen, um in kranke Leistungsregionen vorzustoßen. Genau das tut Väth Automobiltechnik jetzt mit dem aktuellen Mercedes CLS 63 AMG.
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- Väths Fahrwerksmodifikationen (Tieferlegungsfedern um 20 bis 40 mm vorne, elektronische Anpassung hinten, im Set für 1.166 Euro) sollten dem Mercedes CLS 63 AMG in fahrdynamischer Hinsicht auf die Sprünge helfen.
Performance Package – was ist das?
Der bringt ab Werk zwei Turbos, 5,5 Liter Hubraum und acht Zylinder mit. In diesem monumentalen Triebwerk entstehen 525 PS und 700 Nm.Wenn man das Performance Package ordert, gibt es sogar einen 32 PS- und 100 Nm-Nachschlag. Wahrhaft beeindruckende Zahlen, über die der Besitzer eines Väth CLS63 V8 Biturbo nur mitleidig lächeln wird. Denn die Benz-Spezis aus der Nähe von Aschaffenburg bringen den Motor mit ihrem 15.232 Euro teuren V63RS-Tuningkit auf sagenhafte 660 PS und 960 Nm.
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- Die Fahrleistungen des Mercedes CLS 63 AMG von Väth Automobiltechnik: 0 auf 100 km/h in 3,9 s, 0 auf 200 km/h in 12 s, Topspeed: elektronisch abgeregelte 325 km/h.
Auf GT2- und Gallardo-Niveau
Da ist er also, der Dampfhammer im viertürigen Luxuscoupé-Kleid. Die Tatsache, dass Väth lediglich die Ladeluftkühlung sowie die Motorelektronik optimiert und ein neues Abgassystem bestehend aus Edelstahl-Katalysatoren sowie Mittel- und Endschalldämpfern installiert hat, beweist einmal mehr, welches Potential im neuen AMG-Vorzeigetriebwerk steckt. Die von Väth angegebenen Sprintwerte siedeln sich jedenfalls auf absolutem Supersportwagenniveau an: 3,9 Sekunden von Null auf Hundert (vier Zehntel schneller als das Original mit Performance Package) und zwölf Sekunden, um aus dem Stand doppeltes Landstraßentempo zu erreichen, sind Sphären, in denen sich ein Porsche 911 GT2- oder ein Lamborghini Gallardo LP560-4 bewegen. Falls es die Reifen hergeben, ist das Vmax-Upgrade von 300 auf 325 km/h dann nicht mehr als eine Formalie.
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- Für die dreiteiligen Schmiederäder in 9x20 Zoll mit Bereifung der Dimension 265/30ZR20 vorne bzw. 10,5x20 Zoll mit 305/25ZR20 hinten werden beim Mercedes CLS 63 AMG von Väth 7.542 Euro fällig.
Besser lenken und bremsen
Mit den eben genannten Athleten kann der Väth CLS63 V8 Biturbo fahrdynamisch sicher nicht ganz mithalten, die Fahrwerksmodifikationen (Tieferlegungsfedern um 20 bis 40 mm vorne, elektronische Anpassung hinten, im Set für 1.166 Euro) sollten dem Über-CLS in dieser Hinsicht dennoch auf die Sprünge helfen. Zudem hat der Veredler eine Bremsoptimierung mit Stahlflexleitungen, TÜV-Gutachten und Castrol SRF-Rennbremsöl für 702 Euro im Angebot.
Optischer Feinschliff innen und außen
Neben dem gedopten Motor ist die dezent evolutionierte Optik eine der Stärken des Väth CLS63 V8 Biturbo. Für zusammen 5.307 Euro gibt es einen Frontspoiler, eine Spoilerlippe für den Kofferraumdeckel und einen Heckdiffusor samt Finnen und Unterbodenverlängerung. Für die dreiteiligen Kompletträder – 9x20-Zöller mit 265/30er Reifen vorne und 10,5x20 Zoll mit 305/25er Pneus hinten – werden 7.542 Euro fällig. Die Innenraum-Veredelung mit Leder-Sportlenkrad, Tacho-Erweiterung auf 360 km/h und Lederausstattung im schwarzen-Carbonlook schlägt mit weiteren 6.950 Euro zu Buche.
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- Ein neues Abgassystem bestehend aus Edelstahl-Katalysatoren sowie Mittel- und Endschalldämpfern sorgt für einen nicht unbeträchtlichen Teil der Leistungssteigerung des Väth Mercedes-Benz CLS 63 AMG.
Väth macht den Abstauber sicher rein
Wir summieren: Zum Tarif von knapp 37.000 Euro verwandelt sich der Mercedes CLS 63 AMG von einem potenten Edelcoupé in einen Leistungssportler im feinen Zwirn. Wir sind uns jedenfalls nicht sicher, ob die AMG-Mannen mit so etwas gerechnet hätten, als sie sich Gedanken über die aktuelle Motorengeneration gemacht haben. Eins kann man jedenfalls festhalten: Väth hat die traumhafte Vorlage sicher verwandelt.

