So oder so – oder ganz anders
Tuning kann man auf zwei Arten betreiben: Entweder, man rüstet auf und zeigt letztlich, was man hat und kann. Oder man tut so als ob. Tuner Väth zeigt nun, dass es auch noch einen dritten Ansatz gibt – und versucht einen Mix aus den beiden Erstgenannten. Der Mercedes-Spezialist aus der Nähe von Aschaffenburg schnappt sich einen C 250 CGI, bringt ihn erst technisch auf Vordermann und macht dann optisch auf dicke Hose. Doch der Reihe nach…
Downsizing? Nicht bei Väth!
Mercedes mischt inzwischen kräftig mit beim allgemeinen „Downsizen“. Im Falle der C 250 CGI heißt das: Nur vier Zylinder und 1,8 Liter Hubraum, dank Turboaufladung aber 204 PS und 310 Nm. Keine schlechte Ausbeute, aber lange nicht gut genug für Väth. Der Tuner stillt den Leistungshunger seiner Kundschaft, indem er den Serien-Turbo gegen das hauseigene V25-Kit austauscht und das Ganze mit einem Ladeluftkühler und einer Sportabgasanlage kombiniert. Der Umbau ist mit 4.330 Euro nicht ganz billig, bringt aber auch was. 270 PS und 370 Nm sind eine beachtliche Steigerung im Vergleich zur Serie. In Sachen Topspeedlegt der C 250 CGI um 20 auf 260 km/h zu. Damit fährt man selbst deutlich stärkeren, aber 250 km/h-beschränkten Konkurrenten auf der Autobahn davon.
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- Rechnet man alls zusammen, kostet der Väth Mercedes C 250 CGI mindestens 60.757,35 Euro. Damit ist er nicht mehr so weit weg vom Vorbild C 63 AMG, der 69.972 Euro kostet.
Der starke Bruder als Vorbild
Unter anderem auch den C 63 AMG, falls dessen Besitzer die unsägliche Sperre nicht vorher entfernen lassen hat. Für Väth Grund genug, dem 250er die Optik des stärkeren Bruders zu verpassen. Mit Motorhaube, Frontspoiler und Kofferraumlippe - jeweils aus Carbon gefertigt - sowie einem Heckdiffusor macht der CGI anständig auf dicke Hose. Genau wie der Besitzer, der vorher allein für die Optik-Komponenten 8.136,40 Euro investiert hat.
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- 19-Zöller müssen es schon sein, damit man dem Mercedes C 250 CGI von Väth Motorsport die Rolle als C 63 AMG auch abnimmt.
Räder, Bremsen, Fahrwerk – alles neu
Dick ist ein gutes Stichwort, denn wir sind beim Thema Felgen angelangt. 19-Zöller müssen es schon sein, damit man dem 250 CGI die Rolle als C 63 AMG auch abnimmt. Vorne schnallt Väth 235/35er auf die Felgen, hinten haben die Reifen die Größe 265/30. Kostenpunkt für den Komplettradsatz: 4.046 Euro. Von den Rädern versteckt, angesichts des Power-Plus aber durchaus sinnvoll: Ein Upgrade für die Bremsanlage. Vorne krallen sich nun Sechs-Kolben-Festsättel in 360er Scheiben, hinten arbeiten Vier-Kolben-Zangen und 320-Millimeter-Scheiben. Auch hier ruft Väth einen selbstbewussten Preis auf: 5.355 Euro. Ein laut Tuner rennstreckentaugliches Fahrwerk rundet das Technik-Tuning ab. Und schließlich legt Väth auch im Innenraum Hand an und möbelt das zugegebenermaßen nicht besonders schicke C-Klasse-Cockpit mit Carbon-Accessoires und einem Alcantara-Dachhimmel auf.
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- In Sachen Topspeed legt der Mercedes C 250 CGI von Väth um 20 auf 260 km/h zu. Damit fährt man selbst deutlich stärkeren, aber 250 km/h-beschränkten Konkurrenten auf der Autobahn davon.
Kein großer Unterschied zum Vorbild – zumindest preislich
Zeit für eine Kosten-Nutzen-Bilanz: Der Mercedes C 250 CGI BlueEfficiency, so die offizielle und reichlich sperrige Bezeichnung, kostet im Serienzustand mindestens 38.883,25 Euro. Das Väth-Tuning schlägt mit 21.874,10 Euro zu Buche -ergibt einen Gesamtpreis von 60.757,35 Euro. Damit ist der 250er von Väth nicht mehr so weit weg vom Vorbild C 63 AMG, der 69.972 Euro kostet. Zur Erinnerung: der ist 458 PS und 600 Nm stark. Ob es das wirklich wert ist, müssen zum Glück nicht wir entscheiden.

