Ist sicheres Autofahren eine Sache des Geschlechts? Ja, sagen 78 Prozent der Deutschen, wobei mit 49 Prozent eine deutliche Mehrheit glaubt, dass Frauen die sichereren Fahrer sind. Zu dieser Einschätzung gelangen die Befragten deshalb, weil sich Frauen ihrer Meinung nach weniger schnell von anderen Verkehrsteilnehmern aus der Ruhe bringen lassen und in Stresssituationen gelassener reagieren. Auffällig ist jedoch, dass vor allem Frauen glauben, dass ihre Geschlechtsgenossinnen für weniger Unfälle sorgen (59 Prozent). Von den Männern teilen 38 Prozent diese Meinung.
Sicheres Fahren bedeutet für 41 Prozent der Befragten die Einhaltung von Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen. 25 Prozent sehen in der vollen Konzentration auf den Straßenverkehr einen wichtigen Punkt. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Kampagne "Risiko Raus" ergeben.
"Tatsächlich sind Männer in absoluten Zahlen häufiger in Unfälle verwickelt als Frauen", sagt Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), mit Verweis auf eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2009. Allerdings ist dies nur bedingt aussagekräftig, da die Zahlen nichts über Fahrdauer oder den Kontext der Fahrt aussagen. Doch eines ist klar: "Wer sich ablenken lässt oder die Beherrschung am Steuer verliert, geht damit auch ein höheres Unfallrisiko ein", sagt Eichendorf.
Sich selbst halten die meisten Menschen der Umfrage zufolge übrigens für eher gelassen: Mehr als die Hälfte gab an, sich tendenziell weniger schnell von anderen Verkehrsteilnehmern aus der Ruhe bringen zu lassen.

