Umfrage: Die größten Gefahrenquellen für Motorradfahrer
Viele Autofahrer sehen die größten Gefahrenquellen für Motorradfahrer immer noch im Verhalten der Biker selbst. Das hat eine Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) unter 2 000 Verkehrsteilnehmern ergeben. (mid
, 01.01.2009)
Demnach glauben 72,3 Prozent der Autofahrer, aber auch 57,4 Prozent der Motorradfahrer, dass Biker durch hohe Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver und Selbstüberschätzung eine Gefahr für sich selbst darstellen.
Der Rest sieht das Sicherheitsrisiko eher in den anderen Verkehrsteilnehmern. Fast die Hälfte der Biker, aber nur ein Viertel der Pkw-Fahrer findet, dass Nicht-Biker Motorradfahrer oft übersehen und sich ihnen gegenüber unachtsam verhalten. Dass die Fahrer von Einspurfahrzeugen besser sind als ihr Ruf, zeigen die Unfallzahlen: Von allen Unfällen mit Personenschaden, an denen Motorradfahrer im Jahr 2006 beteiligt waren, wurden 52 Prozent nicht durch den Biker, sondern durch andere Verkehrsteilnehmer verursacht. Eine umsichtige Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme sind daher die beste Unfallprävention. Dies meint auch der Automobilclub von Deutschland (AvD), der vor allem bei Landstraßen Handlungsbedarf sieht, da das Unfallrisiko dort noch deutlich höher ist als auf Autobahnen.
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