TÜV-Report 2012

Ein Fünftel der Pkw mit erheblichen Mängeln

Mängelquote beim Pkw wieder leicht gestiegen. Laut dem aktuellen TÜV-Report haben 19,7 Prozent der Pkw auf Deutschlands Straßen erhebliche Sicherheitsmängel aufgewiesen. Das sind 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. ( , 06.12.2011)

Erhebliche Sicherheitsmängel hat der aktuellen TÜV-Report mit 19,7 Prozent aller untersuchten Pkw ausgewiesen. Das sind 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Prüforganisation untersuchte 3,1 Millionen Pkw. Mängelzwerg ist wiederum der Toyota Prius. Beste deutsche Fahrzeuge sind der Porsche Boxster/Cayman auf Platz 3 sowie der VW Golf Plus auf Rang 9. Keines der sogenannten "Premium-Fahrzeuge" deutscher Herkunft von Audi, BMW und Mercedes taucht unter den zehn besten Mängelzwergen auf.

Die Mängelreihenfolge, die im TÜV-Report insgesamt 127 Plätze aufweist, zeigt, dass überwiegend japanische und deutsche Kompaktfahrzeuge zu den Mängel-Unauffälligsten zählen. Zu den Schlusslichtern zählen hauptsächlich koreanische und italienische sowie französische Autos. Die rote Laterne erhielt der Dacia Logan auf dem 127. Platz.

Trotz der höheren Mängelquote meint der TÜV, dass die Abwrackprämie aus dem Jahr 2009 sich allmählich positiv auf die Mängelquote auswirke. 2012 soll der Effekt deutlicher ausfallen. Rein rechnerisch wurden vor zwei Jahren rund zwei Millionen Altfahrzeuge verschrottet.

Die "Mängel-Hitliste" führt wie seit Jahren die Beleuchtung mit 8,3 Prozent an, während Beanstandungen an Achselementen, Bremsen oder Lenkung inzwischen mit 0,1 bis 1,1 Prozent eine untergeordnete Rolle spielen. Erwartungsgemäß steigen mit zunehmendem Fahrzeugalter und zurückgehender Bereitschaft, das Fahrzeug regelmäßig zu warten, die Mängel an, die den Prüfingenieuren in der Hauptuntersuchung auffallen.

Ein Sprecher betonte, der TÜV werde sich bald auf die zunehmende Zahl von modernen Fahrerassistenzsystemen wie Spurwechsel- oder Spurhalteassistent oder später auch Müdigkeitsassistent und andere sicherheitsrelevante Systeme einstellen müssen. Nach einem Beschluss der EU-Kommission sollen alle elektronisch geregelten Sicherheitselemente (bisher zählten dazu überwiegend Systeme wie ABS, ESP oder auch alle Airbags) eines Autos ab dem 1. April 2012 mit untersucht werden. Höhere Kosten bei der Hauptuntersuchung sollen den Verbrauchern aber nicht entstehen, da bereits seit 2006 je Untersuchung ein Euro für die Entwicklung entsprechender Prüfsysteme abgezweigt wurde. Betroffen von der erweiterten Untersuchung sind alle Fahrzeuge ab Baujahr 2006.

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