Stationen einer Legende
Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Als Kind war er südamerikanischer und brasilianischer Kartmeister. In seinem ersten Jahr gewann er die britische Formel-Ford-Meisterschaft. Nur zwei Jahre später wurde er britischer Formel 3-Champion. 1984 zeigte er sein Können vor einem Millionenpublikum. Bei einem Rennen anlässlich der Wiedereröffnung des Nürburgrings gingen 21 Fahrer mit identischen Mercedes 190E 2.3 16V an den Start. Darunter Formel 1-Weltmeister wie Niki Lauda und Keke Rosberg. Der damals noch völlig unbekannte Senna konnte alle Renngrößen hinter sich lassen und entschied das Rennen überraschend für sich.
Nach erfolgreichen Formel 1 - Renneinsätzen für Toleman und Lotus erfuhr sich Senna 1988 einen Platz im McLaren-Rennstall. Hier lieferte er sich legendäre Duelle mit Erzfeind Alain Prost. Ayrton Senna wurde auf McLaren 1988, 1990 und 1991 Weltmeister. Für die Saison 1994 hatte Senna bei Williams unterschrieben – er sollte für das Weltmeister-Team nur in drei Rennen an den Start gehen.
Beim Großen Preis von San Marino in Imola am 1. Mai 1994 kollidierte Senna in der Tamburello-Kurve mit der Streckenbegrenzungsmauer. Das rechte Vorderrad riss ab, eine Strebe der Radaufhängung durchbohrte seinen Helm. Im Krankenhaus wurde Senna für hirntot erklärt. Ayrton Senna wurde 34 Jahre alt.
„Racing is in my blood“
Senna besaß alle Eigenschaften, die einen vollkommenen Rennfahrer ausmachen. Er verfügte über Talent, Intelligenz, Mut, Instinkt und technisches Verständnis. Härte und Zähigkeit machten ihn genauso aus wie Sensibilität. Zudem besaß Senna den nötigen Egoismus, um absolut alles dem Rennsport unterzuordnen.
Ayrton Senna ist leider viel zu früh verstorben. Weder seine Fans noch Experten bezweifeln, dass er der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten geworden wäre. Der Beste war er zu Lebzeiten schon.
Zitate über Senna
Martin Brundle:
"Um es auf den Punkt zu bringen, er war besser als Schumacher. Er hatte mehr Fähigkeiten und mehr Talent... Mit Ayrton fuhr ich eine lange Zeit, vor allem in den Junior-Formel-Serien, und ich war auch Teamkollege von Schumacher, also kenne ich beide gut. Meine Wahl fällt immer auf Senna."
Niki Lauda:
"Senna war der absolut Beste. Einer, der mit unterlegenem Material immer noch besser war, als alle anderen. Bei Regen konnte ihn keiner schlagen.“
"Ayrton Senna war der beste Fahrer aller Zeiten und ich glaube, dass es nie mehr so jemanden geben wird wie ihn. Er kam mir vor wie einer jener göttlichen Propheten, die nur alle paar tausend Jahre mal auf die Erde geschickt werden. Schon bei jenem berühmten Monaco-GP im Regen 1984 habe ich erkannt, dass er über uns allen anderen gestanden hat."
Emmerson Fittipaldi:
"Die Welt hat ihren größten Rennfahrer der Geschichte, ich habe einen Freund verloren. Der Grand-Prix-Rennsport wird ohne Ayrton nie mehr sein, wie er einmal war."
Nicola Larini:
"Mit Michael Schumacher ist 1994 der absolut richtige und beste Pilot Formel 1-Weltmeister geworden. Allerdings gibt es hinzuzufügen: nachdem der allerbeste Fahrer, nämlich Ayrton Senna, nicht mehr dabei sein konnte."
Christian Danner:
"Ja gut das ist relativ einfach erklärt, relativ schnell erklärt: der beste Rennfahrer aller Zeiten".
Bernd Schneider:
"Er war der Größte im Motorsport, es wird nie wieder mehr so einen Mann geben - und egal wo ich ihn sehe, wo ich ihn höre, empfinde ich eigentlich nur Trauer."
Jackie Stewart:
"Senna war ein Künstler und ein begnadeter Rennfahrer. Er war schneller als Michael Schumacher. Ich gebe zu bedenken, dass Schumacher bis zu Sennas Tod in der Formel 1 keine einzige Trainigsbestzeit fuhr. Seine erste fuhr er beim GP von Monaco, dem ersten GP nach Sennas Tod in Imola"
Stirling Moss:
"...Gäste fragen mich oft, wie ich Senna einschätze. Ich gehe dann mit ihnen in die Diele meines Hauses. Dort hängen signierte Aufnahmen von zwei Rennfahrern. Der eine ist Juan Manuel Fangio - der andere Ayrton Senna. "So hoch", pflege ich dann zu sagen...."

