Komfort
Innen empfängt uns die Smart-typische Plastik-Spielwiese, nur deutlich aluminiumhaltiger und sportlicher. Die Sitze sind sportlich geschnitten, für zusätzlichen Halt im Leben sorgt ein massiver Griff und benopptes Pedalwerk.
Antrieb
Gesucht und gefunden: der Heckantrieb mit 700 Kubikzentimetern, verteilt auf drei musikalische Töpfchen - passt sehr wohl!
Fahrdynamik
Die Stopper freuen sich natürlich über die wenigen Pfunde des Fortwo und erledigen ihre Arbeit auf den Druckpunkt genau. Die erbremsten 39,5 m, um von 100 km/h wieder auf Null zu kommen, sind dafür allerdings nicht berückend. Der Test auf der nassen Kreisbahn soll helfen, Fahrwerksreserven und -defizite schneller aufzudecken. Das ist natürlich schwierig, wenn das ESP auch auf Verlangen so gar keine Ruhe gibt. Selbst deutliches Zerren und Reißen am Lenkrad bewegt nicht viel. Die maximale Kreisbahngeschwindigkeit von 49 km/h ist recht ordentlich.Den kleinen Racker über den Handlingkurs zu jagen, ist - gelinde gesagt - gewöhnungsbedürftig. Da ist zunächst der Dreizylinder, dessen bescheidene 75 PS per Turbowind zustande kommen. Nur ist halt bei niedrigen Touren dieser Wind nur ein laues Lüftchen, zumal wenn es derart an Hubraum mangelt. Entschlossenes Hochdrehen als Ausweg aus der Misere? Auch hier machen digitale Wächter einen Strich durch die Rechnung: Der Fahrer - anstatt Herr über das Schaltpaddel zu sein - wird durch selbsttätiges, eigenmächtiges Hochschalten der Gänge regelrecht gegängelt. Jedes schnelle Hineinbegeben in die Kurve bedarf der Fähigkeit, das Sechs-"Gängel"-Getriebe zu überlisten. Hat man´s soweit gebracht, geht es gar nicht mal so unflott dahin.
Fazit
Dass bei so viel Regelungswut die Rundenzeit im wahrsten Sinne auf der Strecke bleibt, verwundert nicht - günstiges Leistungsgewicht hin, Brabus her: Mit 22,99 Sekunden liegt der fortwo noch deutlich hinter der Daihatsu-Schachtel YRV, vor allem aber deutlich hinter dem technisch ähnlich gestrickten Smart Roadster Coupé, das ein wirklich gelungenes Sportgerät ist. Überaus schnell ist der smarte Silberling, wenn´s darum geht, dem Kunden Geld aus der Tasche zu ziehen, denn unter fast 21.000 Euro tut sich gar nichts.

