Wer ein wahrer Torpedo Runner ist, lässt sich von einer Sperre nicht aufhalten. Doch Plan B führt die Teilnehmer in ein Städtchen mit wirklich tödlichem Namen. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
3. Tag: Lyon - Château-Arnoux - St. Tropez
Den puren Thrill der Berge sollten wir heute beim Passieren der windigen Westalpen-Pässe mit ihren steil abfallenden Kanten, Tunnels und schroffen Bergen erfahren. Das Wetter zeigte sich mit dem Regen nicht von seiner schönsten Seite. In den Westalpen angekommen, hüllte dichter Nebel die Passstraßen ein. Doch sollte uns das stoppen? Nein, und diese Entscheidung wurde belohnt.
Das Vercors-Gebirge im äußersten Westen der Alpen besticht durch tiefe Täler. Da der Vercors an allen Seiten schroff ansteigt, war der Höhenzug erst im 20. Jahrhundert durch teilweise in den Fels gesprengte Galerien für den Straßenverkehr zugänglich. Wir fuhren
Die, Die My Darling
Macht nichts: Der Vercors bietet auch andere lohnenswerte Passstraßen. Wir ergründen für die neue Route den Weg in das Örtchen Die. Kein Scherz, das kleine Städtchen heißt wirklich so. Was denken die Engländer, Amerikaner und Kanadier bloß über diesen morbiden Namen? Wir setzten unsere Reise fort. Wer weiß, wo die anderen Torpedo Runner gerade in den Nebelschwaden stecken und nach „Die“ suchen. Plötzlich tauchte mitten in der vom Nebel verschlungenen Einöde - bislang war kein anderes Auto zu sehen - an einer Mini-Gabelung von links der Monster-Hummer auf. Unser Navigationsgerät von Garmin zeigte uns noch immer den aktuellen Straßenverlauf an und führte uns über schmale, befestigte Wege zum 1.337 Meter hohen Col de la Chau an der Drôme-Pässestraße, der auch auf der Rallye Monte Carlo 2008 als Wertungsprüfung befahren wurde, und uns zurück in die Zivilisation führte: Von Westen kommend, sichteten wir wieder vereinzelt andere Autos. Es folgte sodann der Col de St. Alexis mit einer Höhe von 1.222 Metern - noch immer im Nebel. Plötzlich vor uns ein Tunnel, der sich wie ein Höllenschlund öffnete. Nichts wie rein!
Das Tal der Dinosaurier
Von weitem rückte ein Licht immer näher und vor uns eröffnete sich unerwartet das fesselnde Gegenteil: Oben an einer Steilwand stehend, erblickten wir am 1.254 Meter hohen Col de Rousset ein mit sattem Grün bewachsenes Tal in einem malerischen Panorama, wie man es eher aus Kinofilmen kennt - bei der Kulisse des „eingeschlossenen Tales“ fehlten nur noch die Dinosaurier. Der Blick nach oben zeigte wiederum den grauseligen Nebel, der versuchte, sich über den Bergrücken zu kämpfen und wie ein Deckel über die große Senke zu legen. Dieses Bild bot einen besonderen Reiz mit beeindruckenden Emotionen - unvergesslich in das Gehirn gebrannt.Als Autoenthusiasten freuten sich die Torpedo Runner bei immer besser werdenden Sichtverhältnissen über die spektakuläre Abfahrt mit den unzähligen Haarnadelkurven und steilen Hängen. Purer Fahrspaß bei dem sich stetig bessernden Wetter. Auf dem Weg nach Die kehrte passend das Leben zurück, hinter dem Städtchen mit dem morbiden Namen sogar die Sonne und warme Temperaturen. Über den Col de Prémol (964 Meter) und Col de Cabre (1.180 Meter) mit der kurvigen Westrampe stand erneut eine satte Dosis Fahrspaß an, die der Musketier Citroën C-Crosser mit seiner leistungsgesteigerten Diesel-Power auf knapp 200 PS und 455 Nm Drehmoment aus einem Vierzylinder mustergültig mitmachte. Das alles gesäumt von schönsten Bergpanoramen.
Die Stärkung vor dem Grand Canyon
Nach der gigantischen Bergkulisse erreichten wir die berühmte Provence, um in Château-Arnoux für ein traumhaftes Mittagessen einzukehren. Wir waren zu Gast im Restaurant „La Bonne Etape“ - untergebracht in einem malerischen Anwesen und für seine Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Das Anwesen trägt seinen Namen völlig zu Recht; denn in der phantasievollen Küche kommen sämtliche Aromen der Haute-Provence zu Ehren. Hier zeigte sich, dass einige Torpedo Runner am Abend zuvor länger feierten, aus Vernunftgründen länger schliefen und statt des Umweges durch die Berge den direkten, vergleichsweise kurzen Weg zum Lunch nach Château-Arnoux wählten. Der Grand Canyon in Nordamerika ist fast jedem ein Begriff. Doch eine der größten Schluchten Europas, der Grand Canyon du Verdon, ist nicht weniger eindrucksvoll und lässt sich in einem Atemzug mit dem „großen Bruder“ nennen. Praktischerweise liegt dieser Canyon - sofern man nicht die Autobahn wählt - zwischen Château-Arnoux und St. Tropez. Eindrucksvoll kann man den Canyon du Verdon komplett umrunden - direkt vorbei an bis zu 700 Meter steil abfallenden Schluchten. Uns reichte die Nord-Passage, bei der sich die Pässe von 500 Metern mit 14 Prozent Neigung steil auf 1.406 Meter erhoben.Lesen Sie morgen: Das prunkvolle Grand Finalpowered by http://www.speedheads.de