Torpedo Run 2008 – Teil 2

Vive la Revolution! Die mobile Party erobert Frankreich. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)

1.Tag: Ahaus - Hückelhoven – Versailles

Der Tross setzte sich einzeln - so will es das deutsche Gesetz - unter den Augen der entspannten Polizei in Bewegung. Bei der Abfahrt erlebten die Autoenthusiasten neben den seltenen Automobilen auch eine Symphonie der unterschiedlichsten Sportauspuffanlagen vom tiefen Grollen bis hin zum frechen Fauchen. Der erste Treffpunkt: Die Air-Power-Arena im deutschen Hückelhoven, wo die Torpedo Runner das Gefühl der Schwerelosigkeit beim Schweben im Luftstrom kennenlernten. Eine Turbine erzeugt dabei einen Luftstrom von über 180 km/h, durch den die Teilnehmer senkrecht in die Höhe flogen. Fortgeschrittene Flieger erreichen in dem nach oben offenen Windkanal problemlos Höhen von mehreren Metern.

Wenn das keine Action verspricht? Doch kurz vor Hückelhoven braute sich am Himmel ein Unwetter zusammen und wenige Minuten später fing es an, sintflutartig zu regnen. Ungemütlich wurde es für den „Crocodile Hunter“ im Caterham, der nur über ein einfaches Notverdeck verfügte und auf straßenlegalen Semislicks unterwegs war, so dass er nur noch mit 80 km/h fahren konnte. Aber kein Problem; denn die Etappen des Torpedo Runs ließen sich ohne Zeitdruck meistern.

38 - Serpentine
Als Autoenthusiasten freuten sich die Torpedo Runner über die spektakuläre Abfahrt mit den unzähligen Haarnadelkurven und steilen Hängen

Teletubbies in Riesenwindeln

An der Air-Power-Arena angekommen, stand bereits eine Stärkung für alle Teilnehmer zur Verfügung. Die Betreiber verkündeten direkt, um alle Bedenken zu zerstreuen, dass der Event trotz des Regens stattfinden kann. Nach der Instruktion stattet die Air-Power-Arena die Torpedo Runner mit einem speziellen, wasserabweisenden Fluganzug, einem Helm, Handschuhen, Ohrenstöpsel und einer Schutzbrille aus - wir sehen aus wie Teletubbies in Riesenwindeln.Aber wir befinden uns nicht auf einer Modenschau im Kinderkanal, sondern wollen Spaß: Es regnete noch immer und jeder von uns ging einzeln in das Zentrum der Flugarena, um uns flach auf ein steifes Schutznetz zu legen. Darunter begann die Turbine, sich immer schneller zu drehen. Ich selbst merkte, wie mit zunehmender Geschwindigkeit des Rotors der eigene Körper leichter wurde und plötzlich schwebte - immer höher und trocken dazu; denn die Turbine pustete den Regen einfach weg. Was für ein Spaß!

37 - Christian Brinkmann
Organisator Christian Brinkmann hat den Teilnehmern einmal mehr ein unvergessliches Event beschert

Die andere Art von Facelift

Die Stimmung unter den Teilnehmern war perfekt. Jeder erzählte enthusiastisch von seinem Flugerlebnis. Es war schon ein grandioses Gefühl, sich wie ein Vogel in der Luft zu fühlen und frei zu fliegen. Das Zugucken bot währenddessen durch den starken Luftstrom bizarr verzehrte Gesichter - auch eine Art von Facelift. Fast zu schade, dass wir weiter Richtung Paris aufbrechen mussten. Zur Freude aller, kehrte in Belgien das schöne Wetter zurück.Wir näherten uns der französischen Hauptstadt Paris und steuerten Versailles an. Doch dazu mussten wir einen Teil von Paris auf der Peripherie umrunden. Der Verkehr wurde immer stärker und schließlich standen wir in einem Mega-Stau. Dort fand sich plötzlich der von Musketier veredelte, leistungsgesteigerte Citroën C-Crosser von Handy-Kameras umringt wieder. Das französische SUV zog mit der komplett modifizierten bulligen Optik in seinem Heimatland das Interesse geradezu auf sich und avancierte in Paris zu einem der Stars auf dem automobilen Laufsteg. Derweil zähmte der „Crocodile Hunter“ im Caterham CSR 200 mit einer Peitsche sein aufgeblasenes, 2,20 Meter langes Gummi-Krokodil auf dem Weg zum Mittelmeer.

36 - Musketier Citroen C-Crosser
Der Musketier Citroën C-Crosser bringt es mit seiner leistungsgesteigerten Diesel-Power auf knapp 200 PS und 455 Nm

Hotel in Sichtweite des Versailler Schlosses

Der von uns gewählte Weg durch die Randbezirke erwies sich als ideale Route. Schon bald erreichten wir im königlichen Versailles das Hotel „Trianon Palace“, das einem Palast glich und in einem großen Park in der Nachbarschaft des berühmten Schlosses Versailles von König Louis XIV lag. Dort beheimatet war das Restaurant des britischen Starkochs Gordon Ramsay, in dem sich die Torpedo Runner am Abend den kulinarischen Genüssen hingaben. Ramsay liegt beim berühmten Michelin-Restaurantführer auf Platz drei des Gesamt-Rankings, da er mit seinen Restaurants schon zwölf Michelin-Stern einheimste. Verwöhnte Ramsay zuvor die reichen Londoner mit seiner französischen Küche, greift er nun Frankreich an. Vive la Revolution! Noch feierwütig, ging die Party im Cabaret, einem der angesagtesten Nightclubs von Paris, weiter. Lesen Sie morgen: 2.Tag: Versailles - Zentralmassiv – Lyonpowered by www.speedheads.de

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