Die 2007er Auflage des Torpedo Run nimmt Fahrt auf. Am ersten Tag geht es für die Teilnehmer nach Luxemburg - unter ständiger Aufsicht der Polizei. (Motorvision , 01.01.2009)
Am Morgen starteten die Fahrzeuge ihre Motoren. Die Halle füllte sich mit einem Gänsehaut verursachenden Sound. Ein durchaus imposanter Ferrari F430 klang plötzlich wie ein Schmusekätzchen im Vergleich zu einem Lamborghini Diablo aus England, der Zuschauer und auch Teilnehmer in Erstaunen versetzte. Im Cockpit fuhren die beiden Briten mit Ohrenstöpseln, da sich der mächtige, 529 PS starke V12-Motor direkt hinter den Piloten befindet und den Diablo auf eine Spitzengeschwindigkeit von 335 km/h katapultieren könnte.
Frühzeitig fuhr die Einsatzleitung der Polizei zum Tobit.Elements, um sich zusammen mit dem Veranstalter alles in Ruhe anzusehen. Sämtliche Auflagen waren soweit erfüllt und der Torpedo Run konnte beginnen. In den von der Polizei gewünschten Abständen von ca. zwei Minuten verließen die Teams den Flugzeughangar in Richtung Papenburg, um das “heilige“ und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Testgelände zu besuchen. Normalerweise erproben Autohersteller auf diesem Areal ihre neuen Fahrzeuge. Exklusiv gelangten die Teams des Torpedo Runs in den Genuss dieser hochmodernen Teststrecken. Der Aufwand, den die Polizei aus Sicherheitsgründen für eine legale Veranstaltung betrieb, war immens. Sie zeigte ihre Präsenz mit etlichen Radarfallen, auch auf der Autobahn waren die Beamten überall zugegen. Die Teilnehmer des Torpedo Runs hielten sich an die Verkehrsvorschriften und hatten dennoch viel Spaß. Der Torpedo Run konnte schon jetzt zeigen, dass auch unter Einhalten der Vorschriften der Spaß nicht zu kurz kommt. Um es vorwegzunehmen: Die Behörden zeigten sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden mit der Durchführung des Torpedo Runs sowie dem Verhalten der Fahrer. Sogar die Regierung war hinsichtlich des Torpedo Runs verblüfft und es hieß, einige Regierungsbeamte seien fast ein wenig enttäuscht über den tatsächlich legalen Ablauf.
Torpedo Runner ziehen ihre Kurven auf abgesperrtem Testgelände in Papenburg:
In Papenburg bot sich den Torpedo Runnern hingegen Action und Spannung. Das Gelände ist hermetisch durch meterhohe Zäune abgeriegelt und wird durch Kameras kontrolliert, während Wachmannschaften das Gelände stetig abfahren, um unerwünschte Eindringlinge abzuwehren. Der Grund: Das Testgelände von Papenburg nutzen viele namhafte Hersteller, um hier ihre sich noch in der Entwicklung befindlichen Autos auf Herz und Nieren zu prüfen. Unter strengster Bewachung gelangten die Teams des Torpedo Runs mit großen Augen in die Sicherheitszone.Nach einer Einweisung kamen die Teilnehmer in den Genuss eines originalgetreuen Nachbaus des kleinen, aus der Formel 1 bekannten Hockenheimrings. Es fehlten nur die Tribünen; selbst die leichten Schrägen in den Kurven baute man im Detail nach. Die Torpedo Runner nutzten das freie Fahren, um mit ihren Autos auf der abgesperrten Rennstrecke an das Limit zu gelangen. Ein Porsche 997 Turbo war genauso am Limit unterwegs wie ein AC Schnitzer Mini Cooper S. Sogar der bullige Hummer H2 eroberte die Rennstrecken mit viel Action - die Fahrer bekamen bereits etwas Angst, dass der Geländewagen in den Kurven umkippen könne.Die Torpedo Runner erhielten sogar die Möglichkeit, die Rennstrecke zusammen mit einem Profi-Rennfahrer zu erleben. Kein Geringerer als Markus Lungstrass, der in der Asian Touring Car Championship (ATCC), der höchsten Tourenwagen-Rennserie in Asien, fährt, pilotierte die Teilnehmer in einem BMW 320i über den Kurs. Einige Torpedo Runner befürchteten ein Abfliegen des BMWs in der nächsten Kurve, aber die speziell in Papenburg aufgezogenen Rennslicks und das Können von Markus begeisterte die mutigen Beifahrer.
Die Teilnehmer erwartet Luxus pur auf der Etappe in das einzige Großherzogtum der Welt:
In Niedersachsen positionierten die Behörden noch immer etliche Radarfallen. Auf der Autobahn richtete die Polizei anscheinend extra für den Torpedo Run eine kilometerlange Zone mit Geschwindigkeitslimit ein. Die Torpedo Runner hielten sich an das Tempolimit, während etliche andere Verkehrsteilnehmer in die Radarfallen fuhren und ein Blitzlichtgewitter verursachten - kein Teilnehmer des Torpedo Runs war dabei. Den Torpedo Runnern hatten die Veranstalter besten Luxushotels versprochen - und sie bekamen diese auch. In Luxemburg erfolgte die prunkvolle Übernachtung im 5-Sterne-Luxushotel „Le Royal“, einem „Leading Hotel of the World“. Für das Abendessen wählten die Veranstalter mit dem La Fourchette à Droite einen Geheimtipp in der Luxemburger Altstadt. Dort bezauberte Küchenchef Monsieur Jolly mit Hingabe seine Gäste durch mehrere Speisegänge. Um es richtig krachen zu lassen, zogen die Torpedo Runner nach dem Dinner gemeinsam zum prestigeträchtigen Nightclub „White“, wo man noch lange ausgiebig feierte und sich den erlesenen Champagner von Moët gönnte. Die Party bereite allen viel Spaß und wir erlebten Glitter, Glamour sowie exzentrische Menschen.Lesen Sie im nächsten Teil: Nach reichlich Action auf der Kartbahn in der Schweiz, führt es die Teilnehmer auch übers Wasser.