Smartphone-Test

Test: Wie gut sind Smartphones als “Pfadfinder”?

Als ernst zu nehmende Alternativen zu herkömmlichen mobilen Navigationsgeräten kommen moderne Smartphones mit Navigationssoftware in Betracht. Das hat jetzt ein ADAC-Test gezeigt. Gesamtsieger wurde die Navigationssoftware MN 7 von Navigon. ( , 23.11.2010)

Als durchaus ernst zu nehmende Alternativen zu herkömmlichen mobilen Navigationsgeräten kommen moderne Smartphones mit aufgespielter Navigationssoftware in Betracht. Das hat jetzt ein ADAC-Test von je sieben Geräten beider Macharten gezeigt. Gesamtsieger wurde die für 110 Euro erhältliche Navigationssoftware MN 7 Live von Navigon. Getestet in Kombination mit dem iPhone 4 erhält sie die beste Gesamtnote von 1,7 in der Schulbenotung. Auch in den Kriterien "Routenberechnung" und "Verkehrsinformationen" hat sie Top-Bewertungen erhalten. Knapp dahinter liegt die 90 Euro teure TomTom-Software "Navigator 7" für das iPhone 4. Auf Platz drei der Gesamtwertung folgt erneut die Software MN 7 Live für 90 Euro, diesmal aber in Kombination mit dem Samsung-Smartphone Galaxy S i9000.

Bei den klassischen Navigationsgeräten hat das 299 Euro teure Modell Go Live 1000 von TomTom die Nase vorn. Es setzt sich vor allem wegen seiner guten, mit der Note 1,6 bewerteten Routenberechnung durch. Auf Platz zwei und drei in derselben Kategorie landen die Modelle Medion X4545 EU (Note 1,6) und Becker Street Pilot Z 215 (Note 2,1).

Nützliche Eigenschaften wie die klare Ansage von Straßennamen oder die aktuelle Anzeige von Verkehrsinformationen und Staus gelten bei den heutigen Navis als selbstverständlich. Inzwischen, so eines der Testergebnisse, gibt es aber auch Smartphones, die auf diesen Feldern punkten. Unpraktisch: Nicht alle der Mini-Computer im Mobilfunkformat sind mit Halterungen zur Befestigung im Auto ausgestattet. Ebenfalls kritisiert worden ist von den Testern, dass der Download für die benötigte Software oft viel Zeit beansprucht. Unerlässlich ist bei den digitalen Alleskönnern außerdem, die Mobilfunktarife der verschiedenen Anbieter zu prüfen. Denn mit dem Kauf von Navigationssoftware ist es meist nicht getan. Findet beispielsweise ein Datentransfer für Verkehrsinformationen oder Kartendaten über das Mobilfunknetz statt, kann es schnell teuer werden. Falls im Ausland navigiert wird, fallen zusätzlich hohe Roaming-Kosten an.

Fazit der ADAC-Tester: Ob man sich nun für ein herkömmliches Navi entscheidet oder ein Smartphone als Wegweiser nutzt, hängt von der persönlichen Situation des Autofahrers ab. Wird die Orientierungshilfe für den Urlaub oder den täglichen Gebrauch benötigt, empfiehlt sich ein mobiles klassisches Navigationsgerät. Ist allerdings schon ein Smartphone vorhanden, kann der Erwerb einer dazu passenden Software sinnvoll und durchaus wirtschaftlich sein. Zu bedenken ist allerdings immer, dass ein Smartphone in der Regel an eine bestimmte Person gebunden ist. Fährt der Handybesitzer nicht im Auto mit, gibt es also auch keinen "Pfadfinder" an Bord.

BEWERTE DIESEN ARTIKEL
rating_image rating_1 rating_2 rating_3 rating_4 rating_5
KOMMENTARE
Ähnliche Artikel

Handschuhfreundlich und intelligent

Eine wichtige Neuheit bei der Motorrad-Navigation steht rechtzeitig zur Saison 2009 bevor: Das „zumo 660 Europa“ von Garmin ist ein robustes 4,3-Zoll-Widescreen-Gerät speziell für die hohen Ansprüche des Motorradfahrens. Mit vielen neuen Features soll es unvergessliche Tourenerlebnisse ermöglichen und dank Routenaufzeichnung für die Zukunft festhalten.

BMW 320d Efiicient Dynamics

Fünf Sterne beim ADAC Eco Test

Der ADAC Eco Test hat einen neuen Sieger. Mit 92 von 100 möglichen Punkten schiebt sich der BMW 320d Efficient Dynamics an die Spitze.

Pedelecs Test: Radeln mit elektrischer Unterstützung

Pedelecs (Pedal Electric Cycles), Fahrräder mit Elektrounterstützung, werden immer beliebter und sind technisch schon sehr ausgereift. Das hat jetzt ein ADAC-Test mit zehn Modellen ergeben.

Gut und sicher: Wohnwagen für die Familie

Sieben Wohnwagen für den Familienurlaub hat der ADAC gestestet. Alle Modelle konnten überzeugen, als Sieger ging der Tabbert Da Vinci für rund 17 700 Euro mit der Note "gut" aus der Praxis-Prüfung hervor. Er wartet vor allem mit hohem Wohnwert auf.

20 Jahre ADAC-Crash-Test

Seit 20 Jahren führt der ADAC Crashtests durch. Seitdem hat sich in Sachen passiver Sicherheit – auch dank des ADAC-Engagements – viel getan.
Ähnliche Videos

Unterwegs mit den Gelben Engeln

ADAC-Pannenhelfer Benjamin Ketterl muss einen alten Seat Ibiza abdichten, da dessen Kraftstoffleitung undicht ist.

Unterwegs mit den Gelben Engeln

ADAC-Pannenhelfer Benjamin Ketterl schiebt diesmal Dienst auf der Autobahn - ein durchaus gefährlicher Einsatz.

Unterwegs mit den Gelben Engeln

Motorvision begleitet den ADAC-Pannenhelfer Benjamin Ketterl bei seinen Rettungseinsätzen.

ADAC Sommerreifentest 2012

Wie in jedem Jahr hat sich der ADAC auch 2012 wieder die neuen Sommerreifen zur Brust genommen. Welche Modelle empfehlenswert sind und von welchen Ihr besser die Finger lasst, erfahrt Ihr in diesem Clip.

Die Gelben Engel bei der Arbeit

Diesmal muss ADAC-Pannenhelfer Benjamin Ketterl einen Jeep Cherokee flott kriegen.

Motorvision unterwegs mit den Gelben Engeln

Diesmal brauchen ein Renault, ein Fiat und ein Citroen die Hilfe des ADAC-Pannenhelfers Benjamin Ketterl.
MOTORVISION MAGAZIN
MOTORVISION AUF FACEBOOK
AKTUELLES VIDEO
Dirt Showdown Launch Trailer
FACEBOOK EMPFEHLUNGEN
BILDERGALERIEN