| Nissan 370 Z | |
|---|---|
| Motor | Sechszylinder-V-Motor |
| Hubraum | 3.696 ccm |
| Leistung | 241 kW (328 PS) bei 7000 U/min |
| Drehmoment | 363 Nm bei 5200 U/min |
| L/B/H in Meter | 4,25/1,85/1,31 |
| Gewicht | 1.571 kg |
| Antrieb | Hinterradantrieb |
| Getriebe | Sechsgang-Schaltgetriebe |
| Felgengröße | vo: 9x19 Zoll; hi: 10x19 Zoll |
| Bereifung | 245/40R19 / 275/35R19 Pirelli Sottozero |
| Bremsen | Scheiben rundum; vo: 355 mm / hi: 350 mm |
| 0-100 km/h | 6,0 s |
| 0-200 km/h | 22,3 s |
| Vmax | 255 km/h |
| Bremsweg (100-0 km/h) | 36,3 Meter |
| Verbrauch | 14,6 Liter |
| Grundpreis | 38.750 Euro |
| Testwagenpreis | 47.381 Euro |
| Versicherungsklassen | HP 16/ VK 27/ TK 29 |
| Rundenzeit | - |
| Teststrecke |
Das ist er
Es gibt sie immer seltener, die letzten Aufrechten unter den Sportwagen. Die ihre Power noch aus frei saugenden, hoch drehenden Motoren schöpfen, welche ihre Kraft an die Hinterräder schicken. Insofern schlägt unser Herz von vornherein höher, als die Testwagenzusage für den Nissan 370Z mit manuellem Sechsgang-Getriebe in die Münchner Redaktionsräume flattert. Kein Turbo, kein Kompressor, dafür „nur“ ein 3,7 Liter großer V6-Saugmotor mit immerhin 328 PS und 363 Nm. Und dazu das Etikett, für günstiges Geld auf Porsche-Niveau zu fahren. Zu schön, um wahr zu sein, oder kann der Japaner Leistung bringen wie seine Landsleute in der Fußball-Bundesliga? Motorvision.de hat genau das überprüft.
Das bietet er
Die motorischen Zutaten lesen sich also schon mal nicht schlecht. Hinzu kommt die erfolgversprechende Antriebsarchitektur mit einem hinter der Vorderachse liegenden Motor und einer die Kraft auf den Boden pressenden Hinterachse. Anders als BVB-Profi Shinji Kagawa, Makoto Hasebe aus der VW-Stadt Wolfsburg oder Atsuto Uchida (Schalke 04) ist der Nissan 370Z aber beileibe kein Hänfling. Mit knapp 1,6 Tonnen Leergewicht fehlt zwar noch ein gutes Stück zu den Ausmaßen eines Sumo-Ringers, er liegt aber dennoch rund 150 Kilogramm über seinem natürlichen Konkurrenten Porsche Cayman S, der sich so grazil über die Rennstrecke bewegt wie Shinji Okazaki vom heimischen VfB, wenn er gegnerische Abwehrreihen auseinanderschraubt. Stellt sich die Frage: Kann der Nissan 370Z dieses Manko mit Technik und Kaltschnäuzigkeit wettmachen oder muss er zu „Quälix“ Magath ins Trainingslager?
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- Der Nissan liefert ein Maß an Power, Direktheit und Verbindlichkeit, das reichlich Fahrspaß garantiert.
So fährt er
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Zum gestandenen Bundesliga-Spieler reicht es allemal, liefert er doch ein Maß an Power, Direktheit und Verbindlichkeit, das reichlich Fahrspaß garantiert. Um es jedoch mit Meisterschaftskandidaten wie dem bereits erwähnten Zuffenhausener, dem Audi TT RS oder dem Münchner Emporkömmling BMW 1er M Coupé aufnehmen zu können, fehlt das letzte Maß an Explosivität. Hier gibt sich der 370Z dann doch einen Tick zu weich und antrittsschwach, die Lenkung findet zudem nicht immer den direkten Zug zum Tor… sorry, zur Ideallinie. Der V6 bietet neben einem Sound, der so gar nicht japanisch-zurückhaltend klingt, eine typische Saugmotor-Charakteristik – jedenfalls fast. Er will durchaus gedreht werden, um Leistung zu liefern, auf dem Drehzahl-Gipfel geht ihm jedoch spürbar die Puste aus. Das macht aber nix, schließlich hat sich Nissan ein ebenso spaßiges wie sinnvolles Gimmick überlegt – die "SynchroRevControl". Sowohl beim Hoch- als auch Runterschalten wählt dieses System die richtige Drehzahl vor, sodass der Anschluss perfekt gelingt und der Motor nicht kurzzeitig in ein Drehmomentloch fällt. Dass sich der handgeschaltete und winterbereifte 370Z dann aber doch 6,0 Sekunden Zeit lässt, um von Null auf Hundert zu sprinten, und damit sieben Zehntel länger braucht als vom Werk angegeben, ernüchtert durchaus. Bei 250 Sachen sagt die Elektronik: „Bis hier hin und nicht weiter“, aber hier verschwindet nur der Porsche hinter dem Horizont. Positiv: Im Gegensatz zum Vorgänger 350Z, dessen Heck beim heftigen In-die-Eisen-steigen doch allzu leicht wurde, fühlt sich der 370er endlich auch auf der Bremse stabil an. Apropos leichtes Heck: Ein gestandenes Leistungsübersteuern, das bei abgeschaltetem ESP wegen der exakten und direkten Lenkung aber leicht pariert werden kann, legt der Japaner nur allzu gern aufs Parkett.
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- Der (Grund-)Preis macht den 370Z heiß. Nissan ruft eine Ablösesumme von 38.750 Euro auf. Mit den optionalen 19-Zöllern, Navigation samt Radio und Soundsystem sowie Lederausstattung, Metallic-Lack, Sportauspuff und Einparkhilfe an beiden Fahrzeugenden steigt die Investitionssumme auf 47.381 Euro.
Das kostet er
Der (Grund-)Preis macht den 370Z heiß. Nissan ruft eine Ablösesumme von 38.750 Euro auf – für diesenTarif bieten Porsche, Audi und BMW nur gebrauchte Exemplare auf dem Transfermarkt an. Dafür muss man aber mit einem eng geschnittenen und nicht eben hochwertigen Plastik-Cockpit sowie einem mit 235 Liter sehr kleinen und schlecht nutzbaren Kofferraum Vorlieb nehmen. Mit den optionalen 19-Zöllern, Navigation samt Radio und Soundsystem sowie Lederausstattung, Metallic-Lack, Sportauspuff und Einparkhilfe an beiden Fahrzeugenden steigt die Investitionssumme auf 47.381 Euro. Dann fällt die Entscheidung schon schwerer, denn nun ist der Weg zum mindestens 50.500 Euro teuren BMW 1er M Coupé nicht mehr weit. Audi TT RS (ab 56.750 Euro) oder Porsche Cayman S (Basispreis 62.571 Euro) sind aber immer noch außer Reichweite.
| Kriterien (je max. 10 Punkte) | Nissan 370 Z |
|---|---|
| Gesamtergebnis (max. 50 Punkte) |
34 |
| Längs | 07 |
| Quer | 07 |
| Alltag | 06 |
| Geld | 06 |
| Wahre Werte | 08 |

