Aktueller ADAC-Test

Test: Elektro-Roller mit zu geringer Reichweite

Roller mit Elektroantrieb leiden noch unter Kinderkrankheiten. Bei einem Test des ADAC sind vor allem übertriebene Reichweitenangaben der Hersteller sowie extrem lange Ladezeiten der Akkus unangenehm aufgefallen. (Holger Holzer , 30.07.2010)

Roller mit Elektroantrieb leiden noch unter Kinderkrankheiten. Bei einem Test des ADAC sind vor allem übertriebene Reichweitenangaben der Hersteller sowie extrem lange Ladezeiten der Akkus unangenehm aufgefallen. Voll überzeugt hat keine der sieben Kandidaten.

Bereits nach 20 Kilometern Fahrt haben die beiden Testverlierer E-Ton und Elbike wieder an die Steckdose gemusst, obwohl dem Kunden mehr als die doppelte Reichweite versprochen wird. Bei Temperaturen unter null Grad Celsius haben viele Modelle einen zusätzlichen Verlust an Akkuleistung gezeigt. Unter Idealbedingungen sind aber teilweise durchaus ordentliche Reichweiten drin, wie die mit "gut" bewerteten Testsieger E-Sprit Silenzio und Inno Scooter EM-2500 Lithium sowie die Modelle RMC-E Hiker 50 Amaze gezeigt haben, und immerhin 60 Kilometer bis 70 Kilometer zurückgelegt. Negativ aufgefallen sind die zum Teil extrem langen Akku-Ladezeiten. Im Extremfall hat der Roller zwölf Stunden an der Steckdose gehangen.

Generell lohnt es sich, etwas mehr Geld zu investieren. Die bestbewerteten Roller kosten zwischen 3 000 Euro und 3 600 Euro. Die beiden Testverlierer gibt es ab 1 700 Euro. Außerdem empfiehlt der Automobilclub Käufern, auf leicht ausbaubare und transportable Akkus zu achten. Der Roller sollte ein Staufach für das Ladegerät bieten. In der Bedienungsanleitung müssen Hinweise zu Pflege und Wartung der Batterien vermerkt sein.

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