Tesla Motors macht ernst: Mit dem Model S stellen die Kalifornier ihren ersten rein elektrisch betriebenen Viertürer vor. 2011 könnte die Vision vom E-Familienmobil Realität werden. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Jetzt legt Tesla, Hersteller von Elektrofahrzeugen, richtig los: Mit dem rein elektrischen Model S wollen die Amerikaner voraussichtlich 2011 die neue Limousine in Großserie produzieren. Das dynamisch anmutende, emissionsfreie Automobil soll in den USA 57.400 US-Dollar kosten (aktuell umgerechnet rund 43.190 Euro). In den USA verringert sich der Preis sogar auf 49.900 Euro (derzeit ca. 37.510 Euro), da es seitens der Regierung einen Steuerbonus von 7.500 US-Dollar für Elektrofahrzeuge gibt. Darüber hinaus erweist sich das Tesla Model S durch die Kapazität von sieben Passagieren - zwei davon auf ausklappbaren Sitzen - und einer Reichweite von bis zu 300 Meilen (ca. 480 Kilometer) als absolut alltags- und familientauglich.
Die Ladezeit der Batterie beträgt laut Tesla nur 45 Minuten an einer 480-Volt-Steckdose. Möglich ist das Aufladen auch an jeder 120- und 240-Volt-Steckdose. So lässt sich beispielsweise beim Stopp an einer Raststätte, sofern eine Steckdose vorhanden ist, das Auto aufladen. Durch das immer stärkere ökologische Denken und das wachsende Interesse an Elektrofahrzeugen prägen vermutlich in absehbarer Zeit entsprechende Ladestationen das Bild an Raststätten, Tankstellen etc.
Sportliche Fahrleistungen
Die Elektro-Power sorgt für mächtig Vorschub: In der Standard-Version sprintet das Model S in 5,6 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96,56 km/h) und beendet seinen Vortrieb bei einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 130 mph, also 209 km/h. Die geplante Sport-Version soll sogar in weniger als fünf Sekunden die 60-mph-Marke erreichen. Optisch erinnert die schnittige Elektro-Limousine vorne an einen Aston Martin. Eine coupéhafte Dachlinie endet als Schrägheck - in der Seitenansicht eine wahrlich sportliche Anmutung. Das Heck besticht durch ebenso flüssige Linien, eine in die Heckklappe integrierte Spoilerlippe und einen Diffusor. Optional steht ein riesiges Panoramadach zur Verfügung.
Günstiger als Autos mit Verbrennungsmotor?
Neben der ökologischen Vernunft betont Tesla die geringen Kosten für den laufenden Betrieb. Als reines Elektrofahrzeug ist das Model S beim Fahren zweifelsfrei umweltfreundlich. Es entfallen die Ölwechsel und es fallen weniger Verschleißteile als bei einem Verbrennungsmotor an. Tesla rechnet vor, dass das Modell S in den nur etwa fünf US-Dollar auf 230 Meilen kostet. Das entspricht derzeit etwa 3,76 Euro auf 370 Kilometern bzw. 0,01 Euro pro Kilometer. Im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel ist das tatsächlich äußerst günstig.Die Lithium-Ionen-Batterie soll mindestens 7 Jahre halten, aber der Austausch wird dann teuer. Die Ersatzbatterie für den Tesla Roadster kostet in den USA beispielsweise 12.000 US-Dollar, was momentan ca. 9.042 Euro entspricht. Die Elektroeinheit selbst befindet sich platzsparend am Boden des Fahrzeugs und soll sich leicht entnehmen lassen, z. B. für das in Israel angelaufene Prinzip, bei dem man seine leere Batterie abgibt und dafür direkt einen voll aufgeladenen Akku erhält.
Für Unterhaltung ist gesorgt
Alltagstauglichkeit beweist der Tesla Model S durch einen großen Innenraum. Durch die Platzierung der Batterie unter dem Fahrzeugboden gibt es zusätzlich zum herkömmlichen Kofferraum weiteres Gepäckvolumen unter der Fronthaube. Klappt man die Rücksitzbank noch um, sollen sich gleichzeitig ein 50-Zoll-Fernseher, ein Mountainbike und sogar ein Surfbrett transportieren lassen.Im Interieur besitzt der Tesla Model S ein 17 Zoll großes Touchscreen-Display mit 3G-Verbindung, so dass die Passagiere beispielsweise im Internet surfen, Online-Radio hören oder bei Google Maps nach Straßenkarten und interessanten Locations gucken können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, per Notebook oder iPhone den aktuellen Ladezustand der Batterien abzurufen.