Leistungs-Fetisch als Zeitvertreib
Bei Porsche dreht sich derzeit alles um den neuen Elfer. Doch bis die neue 991-Baureihe mit dem Variantenreichtum beschenkt wird, den der 997 über die Jahre angehäuft hat, wird es noch ein wenig dauern. Deshalb ist es nur logisch, dass sich auch die Porsche-Tuner die Zeit mit dem nicht mehr ganz so taufrischen Elfer vertreiben. Beispiel TechArt: Hauptattraktion am IAA-Stand der Leonberger Leistungsfetischisten war der neue GTstreet RS auf 911 GT2 RS-Basis, der mit 720 PS und 900 Nm zu überzeugen weiß. Jetzt schieben die Schwaben noch ein Power-Upgrade für den 911 Turbo nach, dass nach Zahlen fast an den kompromisslosen Bruder heranreicht – und ihn in punkto Fahrleistungen deutlich in die Schranken weist.
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- Die Fahrleistungs-Daten des Porsche 911 Turbo von TechArt: 0 auf 100 km/h in 2,8 s, 0 auf 200 km/h in 9,0 s und 352 km/h Topspeed.
Allradgetriebene Beschleunigungs-Bestie
Der aufgeladene 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer bietet ab Werk so viel Potential, dass TechArt dessen Leistung mal eben von 500 auf 700 PS anhebt. Das maximale Drehmoment steigt von 650 Nm im Dauerbetrieb – 700 im kurzzeitigen Overboost – auf permanente 880 Nm. Das befähigt den Turbo – Allrad sei Dank – zu einem Null-auf-Hundert-Sprintwert von 2,8 Sekunden. Vorausgesetzt, diese Fabelzeit stimmt, würde er dem mit einem Doppelkupplungsgetriebe ausgerüsteten Original satte sechs Zehntel, dem hinterradgetriebenen GTstreet RS eine halb Sekunde abnehmen. Ähnlich irre: Der Null-auf-200-Wert von 9,0 Sekunden und 352 km/h Topspeed! Noch Fragen?
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- Die Fahrleistungen des TechArt Porsche Panamera Turbo: 0 auf 100 km/h in 3,7 s, 0 auf 200 km/h in 12,3 s, Topspeed 326 km/h.
Auch andere Baureihen haben schöne Turbos
Da gibt es natürlich die nach dem „Wie“. TechArt installiert neue Fächerkrümmer und Turbolader sowie einen Sportluftfilter, eine Abgasanlage und für den schönen Schein ein Optikpaket aus edler Kohlefaser. Das neu abgestimmte Motormanagement sorgt dafür, dass alle Komponenten auch anständig harmonieren.
Das tun seit ihrem Erscheinen auch der Panamera und der Cayenne mit den
Sportwagen der Porsche-Modellpalette. Mit dem Riesen-Erfolg der
Limousine und des SUVs hätten die hohen Herren in der Zuffenhausener
Vorstandsetage bei den Entscheidungen für mehr Variabilität, Komfort
oder Geländegängigkeit sicher selbst nicht gerechnet. Doch die
Verkaufszahlen der „Mehr-als-zwei-Türer“ bewegen sich auf konstant hohem
Niveau, was für gute Erfolgsaussichten bei den neuen TechArt
Power-Packages für deren Turbo-Varianten spricht.
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- Porsche Panamera Turbo: Neue Lader, ein Sportluftfilter und die neu abgestimmte Motorelektronik lassen die Leistung von 500 auf 630 PS und das maximale Drehmoment von 700 Nm (770 mit Sport Chrono Paket) auf 880 Nm wachsen.
Mit Schwung hinein in den Zahlenwald
Beispiel Panamera Turbo: Neue Lader, ein Sportluftfilter und die neu abgestimmte Motorelektronik lassen die Leistung von 500 auf 630 PS und das maximale Drehmoment von 700 Nm (770 mit Sport Chrono Paket) auf 880 Nm wachsen. Damit ist der Zweitonner nach 3,7 Sekunden 100 km/h (Serie: 4,0) und nach weiterer Beschleunigungmaximal 326 statt 303 km/h schnell. Dieses Tempo kann der Cayenne Turbo naturgemäß nicht gehen, aber 4,2 Sekunden von Null auf Hundert – fünf Zehntel schneller als das Original – und 305 km/h Topspeed (Serie: 278 Sachen) dürften im Alltag in den meisten Fällen reichen.
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- Neue Lader, ein Sportluftfilter, Abgaskrümmer, das neu abgestimmte Motormanagement und die doppelflutige Sportabgasanlage heben die Power des Porsche Cayenne Turbo mächtig an.
Es geht an die Reserven
Um solche Werte zu erreichen, muss TechArt alle Leistungsreserven des V8 Turbos mobilisieren. Neue Lader, ein Sportluftfilter, Abgaskrümmer, das neu abgestimmte Motormanagement und die doppelflutige Sportabgasanlage heben die Leistung von 500 auf 660 PS und das Drehmoment-Maximum von 700 auf 880 Nm an. Das obligatorische Carbon-Paket hübscht den Motor zudem auch optisch auf.
Schaut man sich die gesammelten Daten so an, könnten wir fast in
Versuchung geraten, TechArt in „TurboArt“ umzubenennen. Doch
leistungsgeschwängerte Turbo-Extase hin oder her: Wir sind jetzt schon
gespannt, was man in den heiligen Leonberger Werkshallen für den neuen
Elfer auf Kiel legt.

