Supersportwagen auf Gen-Cocktail-Basis - Novitec TuLesto

Exklusive Supersportwagen haben es in diesen Zeiten in etwa so leicht wie genverändertes Gemüse. Der Sinn und Zweck ihrer Existenz wird immer wieder in Frage gestellt. Ginge es nach dem Willen zahlreicher „Anti“-Gruppierungen, würde es Autos wie dem neuen Novitec TuLesto ähnlich ergehen, wie zuletzt dem berüchtigten Gen-Mais. ( , 01.01.2009)

Das Design des Novitec Edel-Renners stammt aus der Feder von Luca Serafini, der unter anderem auch für diverse Ferrari-Studien verantwortlich ist. Diese sonnengereiften Design-Gene sieht man dem TuLesto auf jeden Fall an, denn die Silhouette des Bayern-Keils erinnert nicht nur entfernt an das Serafini-Concept Car Ferrari F430. Front und Heck des Exklusiv-Recken aus bayerischer Produktion sind gleichermaßen gekennzeichnet von großzügigen, ovalen Lufteinlässen. Diese verleihen dem TuLesto einen eigenwilligen, aber durchaus potent-böswilligen Look. Weitere Highlights setzen die Lufthutze auf dem Dach sowie die zahlreichen Sicken und Kiemen, die dem TuLesto Hilfestellung beim Atmen leisten sollen. Die langgezogene, spitz zulaufende Front und das scharfe, perfekt proportionierte Heck des Flitzers stehen in absolutem stilistischen Einklang und zeichnen eine Silhouette, die prägende Design-Elemente von Lamborghini und Ferrari zu vereinen scheint.

Novitec TuLesto - Heck 1
Auch von hinten betrachtet präsentiert der Novitec TuLesto einen eigenwilligen, aber durchaus potent-böswilligen Look

Extrem-Kardiogramm

In der knapp 1,2 Tonnen leichten und über zwei Meter breiten Flunder schlägt ein hochfrequentes 4,4 Liter-V8-Mittelmotorherz. Von zwei Kompressoren befeuert, leistet der komplett aus Carbon und Alu gefertigte Motorblock beängstigende 777 PS. Aus dem Stand benötigt der TuLesto-Hammer so nur noch 3,5 Sekunden bis er die 100 km/h-Marke erreicht. Nach knapp 23 Sekunden kratzt die Tachonadel bereits an der 300 km/h-Markierung. Und selbst dann reißt der Vortrieb nicht ab: Erst bei 350 km/h gibt sich der Novitec TuLesto zufrieden. Sein gewaltiges Drehmoment von 727 Nm liegt bei 6.300 Touren an. Um diesen Brachial-Kräften jederzeit Paroli bieten zu können, arbeiten im TuLesto ein Sperrdifferential, sowie eine justierbare Traktionskontrolle.

Novitec TuLesto - Draufsicht 1
Das 4,4 Liter-V8-Mittelmotor-Herz des Novitec TuLesto wird von zwei Kompressoren unter Druck gesetzt und liefert 777 PS sowie 727 Nm

Variable Gen-Manipulation

Das Fahrwerk des TuLesto ist – inspiriert vom GT-Rennsport – vielfach verstellbar: Auf Knopfdruck lässt sich beispielsweise die Front des flachen Extremflitzers um bis zu vier Zentimeter anheben, um die optisch massiv wirkende, tief hängende Frontstoßstange auch über scheinbar unüberwindbare Hindernisse bugsieren zu können. Im Normalzustand dürfte nicht allzu viel Platz in den Radhäusern bleiben, denn dort rotieren ultraleichte Spezial-Alus, wahlweise erhältlich in 20- oder 21-Zoll-Durchmesser. Diese werden bei Bedarf von einer Keramik-Bremsanlage samt ABS-System vehement an ihre Grenzen erinnert.Im Innenraum des Novitec TuLesto geht es keineswegs spartanisch zu, wie man vielleicht vermuten würde. Edles Leder, Alcantara und Carbon verteilen sich – je nach individueller Vorstellung – über den Innenraum. Selbstverständlich hat das bayerisch-italienische Supercoupé auch Komfortausstattung wie Klimaanlage oder High-End Soundsystem zu bieten. Leider wird der Novitec TuLesto nur in einer Kleinstauflage von elf Stück hergestellt und zwar exklusiv für eine Handvoll ausgewählter Novitec-Kunden. Folglich sind auch zum Preis des Novitec-Supersportwagens keine Informationen bekannt.

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