Tuning für das Lifestyle-SUV

Startech Range Rover Evoque: Verflogener Trennungsschmerz

Keine Frage, der neue Range Rover Evoque erregt Aufsehen. Erst recht, wenn sich Veredler Startech das kompakte Edel-SUV zur Brust genommen hat. Mit optischem und technischem Feinschliff dürfte der kleine Range nicht nur in der Wüste für Aufsehen sorgen. ( , 08.11.2011)

Geschiedene Leute

Scheidungskinder haben es nicht leicht. Ist die Ehe der Eltern kaputt, geht es mit ihnen gerne bergab. Anders bei Startech: Als Daimler und Chrysler noch in trauter Zweisamkeit verbunden waren, hat Mercedes-Traditions-Tuner Brabus die Marke Startech als Veredler für Erzeugnisse aus dem amerikanischen Hause aus der Taufe gehoben. Doch irgendwann ging die Ehe zwischen den ungleichen Partnern in die Brüche, und Startech hing in der Luft. Aber nur kurz, denn seit geraumer Zeit widmen sich die Mannen aus Bottrop der Land Rover-Modellpalette. So ist es nur logisch, dass sie sich als erste um das neue Lieblingskind der Briten, den neuen Range Rover Evoque, kümmern.

Startech Range Rover Evoque
Das Hinterteil des neuen Range Rover Evoque wertet Startech mit einer Heckschürze samt Diffusor auf.

Debüt in der Wüste

Für seine Publikumspremiere schickt Startech seine neueste Kreation erst einmal in die Wüste – nämlich auf die Dubai International Motor Show, die vom 10. bis 14. November stattfindet. Doch für Sandkasten-Spiele ist der Startech Evoque ganz sicher nicht gebaut, mit 9x21-Zoll-Felgen (alternativ 9x20 oder 9x22) samt 265/40er Reifen hätte er dort auch nicht gerade die besten Karten. Auch das Bodykit mit neuer Front- und Heckschürze – vorn mit integriertem Spoiler, hinten mit eingebettetem Diffusor – ist eher für den Einsatz auf asphaltiertem Terrain optimiert. Ein Heckflügel darf bei einem Rundum-Optik-Tuning natürlich nicht fehlen.

Startech Range Rover Evoque
Startech installiert Sportfedern, mit denen der Range Rover Evoque etwa 35 Millimeter näher an den Asphalt rückt.

Fahrwerk jetzt, Motor später

Das Serienfahrwerk des Range Rover Evoque optimieren die Startech-Ingenieure, indem sie die Serien-Stoßdämpfer mit Sportfedern kombinieren. Damit rückt der kleinste Range Rover aller Zeiten etwa 35 Millimeter näher an den Asphalt. Damit sich das Fahrwerks-Upgrade auch lohnt, befindet sich eine Leistungssteigerung für den ab Werk 240 PS starken Zweiliter-Turbo-Vierzylinder in der Entwicklung.

Startech Range Rover Evoque
Dachhimmel sowie A-, B- und C-Säule sind im Startech Range Rover Evoque mit feinstem Alcantara ausgeschlagen.

Hier Leder, dort Alcantara

Bei einem Auftritt auf der Dubai International Motor Show kann man vor allem mit einem punkten – Luxus. Wie bei Brabus/Startech üblich, ist in dieser Hinsicht so gut wie alles möglich. Das Showcar für die Automesse im Nahen Osten überzeugt mit einer schwarz/weißen Lederausstattung mit rautenförmiger Steppung. Zudem sind Dachhimmel sowie A-, B- und C-Säule mit gleichfarbigem Alcantara ausgeschlagen. Das Ganze garniert der Veredler noch mit Echtcarbon-Elementen für Armaturenbrett und Mittelkonsole.

Startech scheint die Scheidung also gut verkraftet zu haben. Bleibt zu hoffen, dass Land- und Range Rover weiterhin fleißig Nachwuchs produzieren, um den sich die Tochter der Brabus Group in Zukunft kümmern kann.

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