Skoda-Premiere am Wörthersee
Skoda – das ist in Blech gepresste Vernunft. Die Tschechen verkaufen ihre Autos mit handfesten Argumenten wie einem kaum schlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis. Mit Erfolg, schließlich ist Skoda schon seit einigen Jahren die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Doch ein wenig mehr Emotionalität darf schon sein, schließlich ist die VW-Tochter auch im Motorsport aktiv. Eine doppelte Reminiszenz an das Rallye-Engagement hat Skoda kürzlich bei seiner Premiere beim GTI-Treffen am Wörthersee präsentiert: Mit den seriennahen Studien Octavia RS+ und Fabia RS+ zeigt Skoda, wie die Straßenableger der Rallye-Boliden aussehen könnten.
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- Im Gegensatz zum Octavia RS+ präsentiert der Fabia RS+ ein gelb lackiertes Dach und kleine Lufthutzen in der Motorhaube.
Böser Blick dank dunkler Scheinwerfer
Auf den ersten Blick kommen jedoch auch beide Tuningstudien mit ihrer grauen Folierung eher unscheinbar daher. Erst bei genauerem Hinsehen offenbaren sich die Details, welche die RS+-Modelle vom Standard-RS unterscheiden. Fangen wir beim Octavia RS+ an: Den großen zentralen Lufteinlass übernimmt er vom Serien-RS, die schwarze Frontspoilerlippe und die dunkel eingefärbten Scheinwerfer hat er dagegen exklusiv. Am Hinterteil fallen die LED-Leuchten, der neue Diffusor und das links platzierte Doppel-Endrohr auf. Dank des RS-Sportfahrwerks stehen die leuchtend gelb lackierten Felgen im19 Zoll-Format sehr satt in den Radhäusern.
Während im Motorraum alles beim Alten bleibt, haben die Skoda-Designer im Innenraum Hand angelegt. Das Interieur greift den Gelb-Grau-Kontrast des Außendesigns wieder auf. Beheizbare Sportsitze, Edelstahl-Trittflächen und die Aluminium-Pedalerie versprühen einen Hauch Motorsport-Flair.
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- Wir sind uns nicht sicher, was für mehr Aufsehen am Skoda-Stand gesorgt hat - die hübschen Mädels oder der Octavia RS+. Foto: UnitedPictures
Zweieiige Zwillinge am Wörthersee
Der Einfachheit halber hat Skoda dem ebenfalls am Wörthersee präsentierten Fabia RS+ das gleiche gelb-graue Design verpasst. Frontspoiler, Felgen, Diffusor, Auspuff-Endrohre – alles wie beim großen Bruder. Die einzigen Unterschiede zum Octavia RS+ sind die beiden kleinen Lufthutzen in der Motorhaube und das im Gelb der Felgen lackierte Dach. Eigenständigkeit ist dagegen im Innenraum angesagt: Hier kombiniert Skoda das Grau der Außenhaut mit einem satten Grün. Technisch bleibt auch beim kleinen RS+ alles beim Alten; der doppelt aufgeladene 1,4-Liter-Vierzylinder leistet 180 PS.
Nun bleibt noch abzuwarten, ob die RS+-Modelle - ob als eigenständiges Modell oder Ausstattungslinie - den Weg vom Wörthersee in die Showrooms der Skoda-Händler finden werden. Ein Versuch ist es wert, schließlich müssen sich Vernunft und Emotionalität nicht zwangsläufig ausschließen.

