Um die fehlende Fahrroutine auszugleichen und gut in die neue Saison zu starten, sollten Biker über ein Sicherheitstraining nachdenken. (F. Bauer , 01.01.2009)
Die Deutschen besitzen immer mehr Motorräder und benutzen sie im Schnitt immer seltener. Das belegen jetzt Zahlen des ADAC. Im Jahr 1991 gab es rund 1,5 Millionen zugelassene Motorräder. Bis zum Jahr 2005 ist der Bestand um 176 Prozent auf knapp vier Millionen Bikes angestiegen. Im selben Zeitraum hat sich die Jahresfahrleistung aller zugelassenen Motorräder aber nur um 50 Prozent von rund 8,7 Milliarden Kilometer auf 13 Milliarden Kilometer erhöht.
Um die fehlende Fahrroutine auszugleichen und gut in die neue Saison zu starten, empfehlen Experten den Bikern ein Sicherheitstraining zu absolvieren. Zahlreiche Institutionen wie Motorradverbände, Automobilclubs und Prüforganisationen führen entsprechende Kurse durch. Eine Liste der Anbieter hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) auf seiner Homepage http://www.dvr.de zusammengestellt.Ein Sicherheitstraining für Motorradfahrer der Klassen A oder A1 bietet beispielsweise die TÜV-Akademie Rheinland an. In Bornheim zwischen Köln und Bonn wird den Teilnehmern technisches und physikalisches Grundwissen vermittelt. Unter Anleitung erfahrener Moderatoren machen sich die Fahrer durch Balanceübungen mit ihrer Maschine vertraut und üben Kurventechniken. Außerdem lernen sie, wie ihre Bikes in Extremsituationen reagieren und wie im Notfall zu handeln ist. Das Training kostet 106 Euro und wird regelmäßig an zwei bis drei Terminen im Monat durchgeführt. Anmeldungen nimmt das Verkehrs-Sicherheits-Zentrum Köln/Bonn unter der Telefonnummer 02222/96 690 entgegen.