Sex, Drugs and Crime
Es ist eine Geschichte, wie man sie nicht besser erfinden könnte. Jedes Kapitel, was nur irgendwie als spannend gilt, wird ausgeschlachtet. Zu Sex, Drugs and Crime gesellt sich schlussendlich noch der cineastische Kultstatus. Im Zentrum dieser absolut verfilmungswürdigen Geschichte steht John Zachary De Lorean, seinerseits Vizepräsident bei General Motors in Detroit. Das in Aussicht stehende hochbezahlte Präsidentenamt schlägt er 1971 jedoch zugunsten der Verwirklichung seines persönlichen Wunschtraumes aus: er will das ultimative Superauto bauen.
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- Die Idee für die Flügeltüren holt sich John de Lorean beim Mercedes 300 SL Flügeltürer. Sie unterstreichen sein futuristisches Design. photo by BallyMoreBugle/flickr
Das Konzept
Drei Hauptpunkte waren John De Lorean bei seinem Auto besonders wichtig. Einer davon war Haltbarkeit. Damit seine Kreation nicht, wie damals in den USA noch üblich, schon nach kurzer Zeit mit Rost zu kämpfen hat, entscheidet er sich für gebürsteten Stahl als Karosseriematerial. Punkt Nummer zwei ist Sicherheit. Bei GM verbot man ihm Airbags in die Autos zu integrieren, obwohl die Technologie bereits 1954 entwickelt war. Nun hindert ihn niemand mehr daran. Da es ohnehin in De Loreans Sinn liegt ein futuristisches Vehikel zu bauen, lässt er sich durch das Flügeltüren-Konzept des Mercedes 300 SL inspirieren. Mit diesen konkreten Vorstellungen wendet sich De Lorean1976 an Ital Design. Für den „Rest“ ist die Legende des Automobildesigns GiorgettoGiugiaro zuständig. Dieser macht daraus einen in sich absolut stimmigen Mittelmotorsportler. Befeuert wird er von einem Aluminium-V6 mit 2,8 Liter Hubraum, der dem Joint Venture von Peugeot, Renault und Volvo entstammt. Dieser leistet allerdings nur magere 130 PS. Geschaltet wirdentweder per manuellem 5-Gang-Getriebe oder 3-Gang-Automatik.
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- Seine Fabrik errichtet John de Lorean in Dunmurry, in der Nähe von Belfast. Ausschlagebend sind die über 100 Millionen Dollar, die die britische Regierung in sein Unternehmen pumpt. De Lorean schafft in der Region 2.400 Arbeitsplätze.
Die Produktionsstätte
Auf der Suche nach einer geeigneten Produktionsstätte verschlägt es John De Lorean nach Nordirland. Er entscheidet sich seine Fabrik in Dunmurry bei Belfastzu bauen. Hauptkriterium für diesen Standort sindRegierungszuschüsse in Höhe von über 100 Millionen Dollar. Die bekam De Lorean aber nur beim Errichten der Firma in einem Krisengebiet.In Irland schwelte seit Jahrhunderten der Krieg zwischen Protestanten und Katholiken. Zudem war die Region von starker Arbeitslosigkeit gebeutelt. Die Regierung versprach sich durch 2.400 neue Arbeitsplätze weniger Zuspruch für die IRA. In seiner Biografie kommentiert De Lorean seine Entscheidung später: „Ich erkannte nicht, dass mich diese wenigen verhängnisvollen Worte bald in einen 600 Jahre alten Krieg verwickeln würden, der mich so sicher zu einem Unglücksfall machen würde wie den Märtyrer Bobby Sands.“ Die Fabrik ist in Rekordzeit errichtet und gilt als die modernste ihrer Art. 2400 Mitarbeiter werden eingestellt und im März 1981 rollt bereits das erste Auto vom Band.
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- Der DMC-12, De Loreans erstes und einziges Modell, verkauft sich anfänglich sehr gut. Im ersten Halbjahr nach Produktionsstart nimmt die De Lorean Motor Company 26.5 Millionen US-Dollar ein. photo by BallyMoreBugle/flickr
Anfänglicher Erfolg
Der DMC-12, De Loreans erstes und einziges Modell, verkauft sich anfänglich sehr gut. Im ersten Halbjahr nach Produktionsstart nimmt die De LoreanMotor Company 26.5 Millionen US-Dollar ein. So scheint ein attraktives Produkt auf einen guten Weg gebracht. John De Lorean holt sich zudem prominente Unterstützung an seine Seite. Johnny Carson und Sammy Davis Jr. sind nicht nur bekennde De Lorean-Liebhaber, sondern investieren auch in die Marke.
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- Die Formgebung stammt von Design-Legende Giorgetto Giugiaro. Er zeichnet den Entwurf anhand der Vorgaben von John de Lorean. photo by BallyMoreBugle/flickr
Fortsetzung folgt …
Lest morgen wie es nach nur neun Monaten Produktionszeit zum dramatischen Untergang der De Lorean Motor Company kommt, wieso John Zachary De Lorean vom FBI beim einem 24 Millionen Dollar schweren Drogendeal ertappt wird und der DMC-12 trotz allem zum Kultobjekt in dem Kinohit „Zurück in die Zukunft“ wird.
Die Motorvision dankt www.dmc-delorean.de für die Unterstützung.

