Im Rekordtempo in die Elite
Spätestens 2010 beginnt der rasante Aufstieg des Sebastian Vettel. Schon in seiner dritten vollen Saison kann der inzwischen 24 Jahre alte Heppenheimer seinen ersten Fahrertitel in der Formel 1 erringen. Damit ist er der jüngste F1-Champion aller Zeiten, krönt sich 2011 folgerichtig zum jüngsten Doppel-Weltmeister überhaupt - und fügt damit seiner bisher einzigartigen Karriere einen weiteren Superlativ hinzu. Nun stellt sich die Frage: Kann der junge Hesse eine ähnlich dominante Laufbahn hinlegen wie sein großes Vorbild Michael Schumacher? Die Chancen dafür stehen gut, schließlich hat er beim derzeit alles dominierenden Red Bull-Team einen Vertrag bis Saisonende 2014 in der Tasche. Und man darf nicht vergessen: Schumi war bei seinem ersten Titel bereits fast 26 Jahre alt.
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- Nach erfolgreichen Jahren im Kartsport schlägt Sebastian Vettel 2003 den professionellen Weg ein. Über die Formel BMW-Meisterschaft und die Formel 3 Euroserie geht es schnurstracks in die Formel 1.
Jüngster Fahrer, der einen WM-Punkt holt
Mit dem 2011er Titel fand der rasante Aufstieg des Sebastian Vettel seinen vorläufigen Höhepunkt. Nach erfolgreichen Jahren im Kartsport schlägt Vettel 2003 den professionellen Weg ein und wird sofort Vizemeister in der Deutschen Formel BMW-Meisterschaft. Ein Jahr später gewinnt er die Serie, siegt in 18 von 20 Rennen – ein bis heute gültiger Rekord. 2005 wechselt er in die Formel 3 Euroserie, belegt dort nach Startschwierigkeiten immerhin den fünften Gesamtrang. 2006 soll der Titel her, doch Paul di Resta macht Vettel einen Strich durch die Rechnung. Im Gegensatz zum schnellen Schotten schafft Vettel aber schon ein Jahr später den Sprung in die Formel 1: Erst als Mann für die Freitagstests im BMW-Team, dann als Ersatz für den im Rennen zuvor bei einem Unfall verletzten Robert Kubica. In Indianapolis macht Vettel zwar einige Fehler, holt sich aber trotzdem als bis dahin jüngster Fahrer einen WM-Punkt.
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- Sebastian Vettel wechselt seit 2011 fast in jedem Rennen seinen Helm. Dieses Exemplar trug er bei den ersten Testfahrten der 2012er Saison in Jerez. Wir sind gespannt, wann sich das Design wieder ändern wird.
Bei Toro Rosso folgt der Durchbruch
Nachdem Kubica zurückkehrt und Vettel bei BMW wieder ins zweite Glied rückt, sucht Toro Rosso einen Nachfolger für den geschassten Scott Speed. Für Sebastian Vettel ergibt sich die Chance auf einen Stammplatz – und er nutzt sie. Beim China-Grand Prix 2007 erreicht er einen hervorragenden vierten Platz, in Monza 2008 liefert er sein Meisterstück ab: Bei schwierigen Wetterbedingungen sichert sich Vettel im unterlegenen Toro Rosso erst die Pole Position und gewinnt dann souverän das Rennen. Und stellt damit eine weitere Bestmarke auf, wird jüngster Grand Prix-Sieger aller Zeiten. Besitzer Dietrich Mateschitz und Teamchef Christian Horner entscheiden sich, Vettel ins „richtige“ Red Bull-Team zu holen – eine gute Entscheidung für beide Seiten, wie sich schnell herausstellen sollte.
Vettel und Red Bull - Erfolg auf der ganzen Linie
2009 wird sowohl für Red Bull als auch für Sebastian Vettel zur Coming Out-Saison. Der Technische Direktor Adrian Newey konstruiert ein Topauto, Sebastian Vettel weiß das Potential des Boliden voll zu nutzen. Zu Saisonende stehen für Vettel vier Grand Prix-Siege zu Buche. Bis zum vorletzten Rennen in Brasilien kämpft er um die Weltmeisterschaft, muss letztlich aber Jenson Button den Vortritt lassen. Seinen Teamkollegen Mark Webber hat Vettel die gesamte Saison klar im Griff. Für das Jahr 2010 bleibt die Fahrerpaarung gleich, beide Red Bull-Piloten kämpfen um den WM-Titel. Trotz zahlreicher Rückschläge während der Saison kann sich Vettel in einem ultraspannenden Saisonfinale in Abu Dhabi die F1-Krone sichern. Im vergangenen Jahr bleibt die Spannung aus, Vettel dominiert vom ersten Rennen an und krönt sich bereits beim fünftletzten Rennen in Japan zum Doppel-Weltmeister. Das Ziel für 2012 kann nur die abermalige Titelverteidigung sein, was ihn auf eine Stufe mit den F1-Legenden wie Ayrton Senna, Niki Lauda, Nelson Piquet, Jackie Stewart und Jack Brabham stellen würde. Und nicht zu vergessen: Hinter seinem Vorbild Michael Schumacher (sieben) wäre Vettel dann der Pilot mit den meisten Titeln im aktuellen Fahrerfeld und hätte in dieser Hinsicht seinen Ferrari-Rivalen Fernando Alonso übertrumpft. Na wenn das keine Motivation ist.

