Mit dem aktuellen IS hat Lexus erstmals einen ernsthaften Konkurrenten für die süddeutsche Mittelklasse-Fraktion im Programm. Doch wie die Detroit Motor Show (Publikumstage vom 13. bis 21. Januar) zeigt, geben sich die Japaner damit noch lange nicht zufrieden. Denn mit dem IS-F zeigt Toyotas Premium-Marke in der amerikanischen Autostadt eine Kampfansage an Mercedes C 55 AMG, Audi RS4 und den neuen BMW M3. Mehr noch: Das "F" ziert künftig besonders sportliche und leistungsstarke Modelle aller Lexus-Baureihen. Der IS-F macht also nur den Anfang – das aber auf besonders eindrucksvolle Art und Weise.
„Deutlich mehr als 400 PS“
Wozu der Mittelklasse-Sportler genau in der Lage sein wird, wollen die Japaner allerdings noch nicht verraten. Doch das, was bereits feststeht, lässt Spektakuläres erahnen. Unter der Haube schlägt ein fünf Liter großes V8-Herz, das laut Lexus „deutlich mehr als 400 PS“ (wohl rund 425) leisten wird. Damit soll der bislang sportlichste Lexus in unter fünf Sekunden von Null auf Hundert sprinten. Eine Achtgang-Automatik – ein Novum in dieser Fahrzeugklasse – schickt die Power an die Hinterräder. Natürlich lässt sich der Automat per Lenkrad-Paddel auch manuell schalten, was dank eines neu entwickelten Drehmomentwandlers extrem schnell gehen soll. So soll das Hochschalten mittels Paddel nur eine Zehntel dauern. Um Motor- und Getriebedrehzahlen perfekt aufeinander abzustimmen, gibt der IS-F beim manuellen Herunterschalten automatisch Zwischengas.Als erster Lexus verfügt der IS-F über ein zweistufig einstellbares, integriertes Fahrdynamik-Management namens VDIM. In Verbindung mit einem eigens abgestimmten, tiefer gelegten Sportfahrwerk sowie 19-Zoll-Rädern von BBS soll das maximalen Fahrspaß und ein sehr agiles Fahrverhalten garantieren. Die Hochleistungsbremsen mit Sechskolbensätteln vorne und Zweikolbensätteln hinten liefert der italienische Spezialist Brembo.Größere Lufteinlässe demonstrieren optisch das Leistungspotenzial des IS-F. Besonders spektakulär mutet der große Luftauslass hinter dem vorderen Radhaus an, der an der A-Säule im Seitenschweller mündet. Nicht minder Aufsehen erregend präsentiert sich die zweiflutige Abgasanlage, deren beiden Endrohr-Pärchen mit übereinander angeordneten Auslässen verblüffen. Ein dezenter Heckspoiler erhöht die aerodynamische Effizienz und rundet die optischen Retuschen ab.
Sportives Innenraum-Ambiente
Im Interieur setzt sich das dynamische Design fort. Aluminium-Blenden und besondere Oberflächen schaffen ein sportives Ambiente. Speziell geformte Sportsitze geben auch bei hoher Querbeschleunigung sicheren Halt. Die Lenkradnabe ziert ein "F"-Logo. Gegenüber dem normalen IS verfügt der IS-F zusätzlich über eine Öl-Temperaturanzeige und ein Schaltdisplay.Wie weit Lexus´ sportlicher Großangriff gehen kann, zeigt eine weitere Detroit-Neuheit. Mit dem LF-A zeigen die Japaner die Vision eines Supersportwagens mit V10-Triebwerk und mehr als 500 PS. Das Concept Car ist eine Weiterentwicklung der gleichnamigen, bereits 2005 an gleicher Stelle präsentierten Designstudie und laut Bob Carter, Vizepräsident von Lexus USA, „sehr viel näher an ein mögliches Serienmodell“ herangerückt. Wann Lexus seinen ersten Supersportler allerdings wirklich auf den Markt bringt, steht jetzt noch nicht fest.Viel konkreter ist die Prognose da beim IS-F. Ab Anfang 2008 soll er der etablierten Sportlimousinen- Konkurrenz gehörig einheizen. Und wer weiß: Vielleicht setzen die Japaner die Konkurrenz nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Rennstrecke unter Druck. Wie wär´s denn mit der DTM?

