Sébastien Buemi: Der nächste Schweizer in der Formel 1
Clay Regazzoni, Jo Siffert, Marc Surer: In der Schweiz sind zwar keine Rundstreckenrennen erlaubt, aber die Alpenrepublik schafft es trotzdem immer wieder, Formel 1-Fahrer hervorzubringen. Inzwischen reiht sich Sébastien Buemi in diese Ahnenreihe ein. Der Red Bull-Nachwuchspilot geht nun in seine dritte Saison im Toro Rosso-Team. Nach seiner guten Premierensaison 2009 stagnierten Buemis Leistungen jedoch im vergangenen Jahr. 2011 soll es für den Eidgenossen allerdings wieder nach oben gehen.
Steile Formel-Karriere für Buemi
Sébastien Buemi ist ein Frühstarter. Schon im Alter von 15 Jahren steigt er vom Kart in einen Formel BMW-Renner und kann mit Podiumsplatzierung schnell auf sich aufmerksam machen. Dem dritten Gesamtrang 2004 lässt Buemi 2005 den Vizetitel folgen. 2006 steigt er in die Formel 3 Euroserie auf. In der ersten Saison ist die Konkurrenz – unter anderem Sebastian Vettel und Paul di Resta – noch zu groß. Doch schon 2007 lässt Buemi dem zwölften Gesamtrang den Vizetitel folgen, kann dabei die aktuellen Formel 1-Fahrer Nico Hülkenberg und Kamui Kobayashi hinter sich lassen. Folgerichtig geht es für Buemi 2008 in die europäische GP2-Serie, die er auf Gesamtrang sechs abschließt. Das asiatische GP2-Pendant kann Buemi sogar mit dem Vizetitel beenden.
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- In dieser Saison sollte Buemi besser wieder einige Glanzlichter setzen, damit die Schweiz auch in den kommenden Jahren mit einem Piloten in der Formel 1 vertreten ist.
Teamkollege Alguersuari als Gradmesser
Red Bull holt seinen Nachwuchsfahrer 2009 in die Formel 1. Dort darf Buemi allerdings nicht bei der ambitionierten Truppe von Christian Horner ran, sondern beerbt Sebastian Vettel beim Schwesterteam Toro Rosso. Vettels Fußstapfen sind groß, schließlich konnte der Deutsche im Vorjahr eine Pole Position und sogar einen Grand Prix-Sieg (beides in Monza) erringen. Hinzu kommt, dass der Toro Rosso-Ferrari des Jahres 2009 lange nicht so gut ist wie das Vorgängermodell. Doch Buemi zieht sich achtbar aus der Affäre, holt bei seinem ersten Rennen gleich zwei Punkte und kann sein Konto im Laufe der Saison auf insgesamt sechs WM-Zähler aufstocken. 2010 stagnieren sowohl das Team als auch Buemi, zudem kann sich der gereifte Youngster Jaime Alguersuari immer öfter in Szene setzen. In dieser Saison sollte Buemi besser wieder einige Glanzlichter setzen, damit die Schweiz auch in den kommenden Jahren mit einem Piloten in der Formel 1 vertreten ist.

