Renntech SL 65 AMG Black Series

Renntech: Kraftfutter für den Mercedes SL 65 AMG Black Series

Der Mercedes SL 65 AMG steht nun wahrlich nicht schlecht im Futter. Der amerikanische Tuner Renntech verordnet dem Supersportler trotzdem einen Ernährungsplan mit reichlich Kraftfutter. Ein Blick auf die Daten genügt, und es steht fest: Treibt man dieses Auto ans Limit, braucht man einen festen Magen. ( , 20.07.2010)

Ein Affalterbacher in Florida

Renntech – was vom Namen her nach Hinterhof-Tuner im Ruhrpott klingt, ist in Wahrheit ein anerkannter Mercedes-Spezialist aus Lake Park, Florida. Schon seit 1989 veredelt Hartmut Feyhl, geboren in Affalterbach und folgerichtig ein ehemaliger AMG-Mann, alle Baureihen des schwäbischen Sterns. Von Sprinter bis Maybach nimmt Renntech alles unter seine Fittiche, immer getreu dem Firmen-Credo: „Performance without compromise“. Nun haben sich Hartmuts Mannen um die teuerste und exklusivste Kreation gekümmert, die je die AMG-Werkshallen in Affalterbach verlassen hat. Konkret geht es um den Mercedes SL 65 AMG Black Series, ab Werk 670 PS stark, 320 km/h schnell und 330.000 Euro teuer. Selbst in dieser Liga geht offensichtlich immer noch ein bisschen mehr – Renntech liefert den Beweis.

Renntech Mercedes-Benz SL 65 AMG: Prüfstand
Die 816 PS und 1.356 Nm des Renntech Mercedes-Benz SL 65 AMG sind Prüfstands-verbrieft.

146 PS für 12.658 Euro

Nun ist der V12-Biturbo des SL 65 AMG Black Series nicht die schlechteste Basis für ein mehr als 800 PS starkes Rennstrecken-Biest. In genau dieses verwandelt Feyhls Truppe den Supersportler nämlich. Um insgesamt 816 PS aus den zwölf zwangsbeatmeten Töpfen heraus zu kitzeln, sind gar nicht so viele Änderungen nötig. Renntech stimmt die Motorelektronik neu ab, tauscht die Serien-Endschalldämpfer gegen hauseigene Edelstahl-Pendants aus und optimiert den Ladeluftkühler sowie diverse Pumpen. Kostenpunkt für das Komplettpaket: Umgerechnet 12.658 Euro.

Renntech Mercedes-Benz SL 65 AMG: Seite
Die Serienversion des SL 65 AMG regelt Mercedes bei 320 km/h ab. Das dürfte nach der Renntech-Sonderbehandlung der Vergangenheit angehören.

Optimiertes Getriebe, neues Sperrdifferential

Das Ergebnis sind nicht nur besagte 816 PS, sondern auch ein deutliches Drehmoment-Upgrade. 1.356 Nm müssen nun vom Getriebe in Richtung Hinterräder geleitet werden. Beim Serienauto ist das maximale Drehmoment auf 1.000 Nm begrenzt – auch, um das Getriebe zu schonen. Deshalb legt Renntech für 2.313 Euro auch an der Fünfgang-Automatik Hand an. Um die Traktionsprobleme im Rahmen zu halten, installiert Feyhls Truppe zudem ein 3.780 Euro teures Sperrdifferential, das bei Bedarf zu 100 Prozent sperrt.

Alles andere bleibt, wie es ist. Offensichtlich vertraut Hartmut Feyhl der allseits bekannten AMG-Qualität. Und der Mann muss es wissen – als geborener Affalterbacher.

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