Schwedischer Chic
In Zusammenarbeit mit den schwedischen Entwicklern von Avalanche Studios bringt SEGA mit Renegade Ops eine mit Style nur so überladene Spielspaßgranate auf den Markt. Und dass die Skandinavier von Avalanche ganz genau wissen, wie man actionreiche Zerstörungsorgien mit Fahrzeug-Affinität auf die Beine stellt, haben sie unter anderem schon mit „Just Cause“ und „Just Cause 2“ bewiesen. Doch schweifen wir nicht ab vom eigentlichen Thema: Renegade Ops erzählt die Geschichte einer fiktiven Welt, die von einem Bösewicht mit dem Understatement-lastigen Namen Inferno bedroht wird. Der Schurke ist recht schlagkräftig, besitzt eine eigene Armee, Basen in vielen Ländern der Welt und jede Menge Nuklearsprengköpfe. Der altgediente Militär-Haudegen General Bryant sagt sich daraufhin von den konventionellen diplomatischen Methoden seiner Vorgesetzten los und nimmt mit seiner Söldner-Truppe, den Renegade Ops, den Kampf auf eigene Faust auf.
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- Hier verursacht die brünette Schönheit Diz gerade ein flammendes Inferno - bei den grünen Items handelt es sich um Health Pickups die die besiegten Gegner hinterlassen, genauso wie Munition und Waffenupgrades.
Charismatisches Kriegsgerät
Und damit kommt Ihr ins Spiel, denn Ihr dürft die Rolle eines Renegade Op und vor allem seines Fahrzeuges übernehmen, um die Welt mit Zerstörung vor Zerstörung zu bewahren. Vier Charaktere stehen zur Wahl, um in den Kampf zu ziehen. Jeder von Ihnen hat sein ihm eigenes Fahrzeug, das mit ganz individuellen Verwüstungs-Fähigkeiten ausgestattet ist: Der schwedische Hühne Gunnar bewegt standesgemäß einen S.A.A.D. („Special Assault Artillery Destroyer“ – ein Schelm, wer hier Analogien zu untergehenden schwedischen Automobilbauern entdeckt) – einen klassischen Militärjeep, dessen Bordkanone im Stande ist, jeden Widerstand zu brechen. Die brünette Schönheit Diz ist im Utility Truck unterwegs, der bei Bedarf sämtliche Gegner in seiner Umgebung vorübergehend mit einem elektromagnetischen Impuls außer Gefecht setzt, Punkbraut Roxy düst mit einem Buggy durch die Gegend und kann im Bedarfsfall raketengeschwängerte Luftunterstützung anfordern und der afrikanische Krieger Armand bewegt ein schweres AFV („Armoured Fighting Vehicle“) durchs Gebiet, dessen Schutzschild gegnerische Geschosse dahin zurückschickt, wo sie herkommen.
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- So sieht es aus, wenn es bei Renegade Ops mal so richtig zur Sache geht. Die USK verordnete dem Download-Titel ein "Freigegeben ab 16 Jahren".
Cooler Comicstil
Präsentiert wird Renegade Ops in schönstem Comic-Stil. Die Zwischensequenzen sind brilliant gezeichnet und schillernd inszeniert, das Spielgeschehen erstrahlt in farbenprächtigem HD und wird nahezu durchgängig überlagert von Explosionen, Feuerbällen und Kampfgeschrei – allerdings ohne dass es dabei zu Slowdowns kommt, oder die Lage zu unübersichtlich wird. Denn gespielt wird aus der sogenannten Top-Down-Perspektive, die Steuerung ist dabei sehr simpel, aber hoch intuitiv gehalten: der linke Analogstick dient Lenkung und Beschleunigung Eures Fahrzeugs, der rechte ist für Feuer und Richtung des Vernichtungsstrahls zuständig. Die Eingewöhnungszeit ist je nach Erfahrung mit Games dieser Art relativ kurz, doch spätestens nachdem die erste von neun Missionen abgeschlossen ist, fühlt man sich in seiner Rolle als Demonteur ziemlich wohl. Jede Explosion – und Ihr werdet im Laufe der Missionen so einige zu sehen bekommen – fühlt sich wunderbar an und kommt auch mit der entsprechenden akustischen Wucht zur Geltung.
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- Jetzt heißt es schnell reagieren, denn das riesige rote Fadenkreuz kündigt an, das hier gleich ein etwas größer geratenes Feindgeschoss einschlagen wird. Der Schwierigkeitsgrad hält sich generell in Grenzen, kann aber durchaus als anspruchsvoll eingeordnet werden, wenn man auf der "Hardcore"-Stufe unterwegs ist.
Lohnendes Leveling
Waffenseitig stehen Euch eine standardmäßige und upgradefähige Maschinen-Kanone zur Verfügung und eine Sekundärwaffe, beispielsweise Raketen- oder Flammenwerfer. Upgrades und Munition werden von besiegten Gegner hinterlassen und durch einfaches Darüberfahren aufgenommen. Altgediente Gamer freuen sich indes über die gute alte Life-Bar und Extraleben: Je nach Schwierigkeitsgrad startet ihr die Missionen mit drei, fünf oder unendlich Leben. Den Härtegrad von Renegade Ops könnte man als durchschnittlich diffizil bezeichnen, der Schwierigkeitsgrad „Hardcore“ verlangt aber auch geübten Shoot ´Em Up-Spezialisten einiges ab. Zudem erntet ihr mit jeder Ausradierung eines Gegners wertvolle XP, mit denen Ihr Euren Charakter, beziehungsweise sein Fahrzeug „hochleveln“ und ihm etwaige Sonderfähigkeiten verleihen könnt. Dadurch fallen die zu erledigenden Aufgaben zum Teil etwas leichter. Apropos: diese werden stets per Vehikel erledigt, einige Helikopter-Einsätze sorgen für die nötige Abwechslung. Eure Aufgaben selbst setzen sich in der Regel zusammen aus der Evakuierung von VIPs, dem Zerstören bestimmter Feind-Fahrzeuge oder -Basen und dem Einsammeln wichtiger Artefakte.
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- Online kann man mit bis zu drei Mitspielern gleichzeitig in die virtuelle Schlacht ziehen - und das bereitet einen Heidenspaß.
Satter Spielspaß
Auch für Langzeitmotivation ist in Renegade Ops gesorgt. Allein der Single Player ist es wert, mehrere Male durchgespielt zu werden, denn jedes Fahrzeug bietet ein ganz individuelles Vernichtungserlebnis der ganz besonderen Art und zudem werden Eure Highscores auf den Online-Leaderboards festgehalten. Doch neben dem Singleplayer kann man sich auch zu zweit im Splitscreen-Modus dem Destruktionserlebnis hingeben, oder gar mit bis zu drei virtuellen Kameraden im Online-Coop durchstarten. In jedem Fall wird man für den Kaufpreis von etwa 13 Euro mit fürstlichem Spielspaß, grandiosem Style und großartiger HD-Optik entlohnt. Der rund zwei Gigabyte große Download ist ab sofort über das Xbox Live Portal und PlayStation Network beziehbar. Die PC-Variante des Download-Spiels soll noch diesen Monat über den Steam-Store verfügbar sein. Weiter unten könnt Ihr Euch schon mal einen kleinen Vorgeschmack in Form des deutschen Trailers abholen. Übrigens: wer an der deutschen Synchro von Renegade Ops keinen Gefallen finden sollte: Keine Angst, ihr könnt das Game auch mit englischer Sprachausgabe zocken – da stimmt dann wirklich alles!

