2010 - Beginn der Titelsammlung
Red Bull ist endlich am Ziel. Nachdem die österreichisch-britische Truppe ein halbes Jahrzehnt um die verdiente Anerkennung gekämpft hat, hat sie nun endlich ihre Titelsammlung begonnen. Konstrukteurs- und Fahrer-WM auf einen Schlag: Red Bull hat 2010 die Formel 1 beherrscht und steht am Ende verdient in beiden Tabellen ganz oben. Selbst kleine Irritationen zwischen den Teamkollegen Sebastian Vettel und Mark Webber, die beispielsweise in Silverstone und Istanbul offensichtlich wurden, strategische Fehler des Teams oder zwischenzeitliche Blackouts der Piloten konnten die Blau-Gelb-Roten nicht vom rechten Weg abbringen. Einem Weg, den das Team erst knapp zwei Jahre früher gefunden hat.
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- Adrian Newey stößt 2006 zum Red Bull-Team. Die ersten beiden Kreationen des genialen Konstrukteurs sind noch keine großen Würfe, doch ab 2009 hat Neweys Bolide WM-Format.
Newey macht Red Bull zum Top-Team
2009, das Jahr der technischen Revolution in der Formel 1, ist das mit Abstand wichtigste in der Historie des Teams Red Bull Racing. Adrian Newey, Stardesigner und Technischer Direktor des Red Bull-Teams, hat die massiven Regeländerungen am besten interpretiert und seiner Mannschaft zum Durchbruch verholfen. Zu Beginn der Saison noch ohne Doppel-Diffusor unterwegs, verhindern am Ende nur der vergleichsweise unzuverlässige Renault-Motor und einige ungestüme Aktionen Sebastian Vettels den totalen Triumph. Doch eines hat Red Bull Racing im letzten Jahr geschafft: Die Truppe wird endlich ernst genommen!
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- Das Red Bull-Team sorgte immer wieder mit ungewöhnlichen Werbemaßnahmen für Aufsehen - zum Beispiel mit einer Promotion-Aktion für einen Superman-Kinofilm.
Vier Jahre im Mittelfeld
Dabei darf man nicht vergessen, dass Red Bull erst gut sechs Jahre in der Formel 1 unterwegs ist. Ende 2004 aus der Konkursmasse des Jaguar-Rennstalls hervorgegangen, machen es sich die roten Bullen bis zur Saison 2008 im Mittelfeld bequem. Zu wenig für die hohen Ansprüche des Erfolgsmenschen Dietrich Mateschitz, der sein Team nach und nach für höhere Aufgaben rüstet. Die wohl wichtigste Personalie klärt der einflussreiche Österreicher 2006, als er Adrian Newey in seine Mannschaft lockt. Newey hat zuvor für Williams und McLaren zahlreiche Weltmeister-Autos gebaut, gleiches soll er nun für das vom Energydrink-Riesen finanzierten Team tun.
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- Sebastian Vettel (l.) und Mark Webber bilden das beste Fahrerduo, das Red Bull je hatte. Während dem jungen Deutschen eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie Michael Schumacher zugetraut wird, dürfte Webbers weitere Karriere spannend verlaufen.
Vettel und Webber: Das beste Fahrer-Duo der Red Bull-Geschichte
Auch fahrerseitig stellt sich Red Bull nach und nach besser auf. Zwar fährt mit David Coulthard von Beginn an ein großer Name für das Team, das anfangs unter englischer und inzwischen mit österreichischer Lizenz unterwegs ist. Doch Gesamtrang zehn ist das Beste, was der Schotte in einer Saison (2007) zustande bringt – und immer noch um Längen besser als die Ergebnisse der anderen Piloten Christian Klien, Vitantonio Liuzzi und Robert Doornbos. Erst mit den Verpflichtungen von Mark Webber und vor allem von Sebastian Vettel ist die Fahrerpaarung dem hochwertigen technischen Paket angemessen.
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- Kurz vor Saisonbeginn 2011 hat Sebastian Vettel seinen Vertrag bei Red Bull Racing bis 2014 verlängert. Wenn es optimal läuft, ist er dann fünfmaliger Weltmeister - als 27-jähriger.
Red Bull stellt sich der Herausforderung
Nach der guten, aber letztlich unglücklich verlaufenden 2009er Saison ist Red Bull auf den Geschmack gekommen. „Ich will einen Platz besser abschneiden als letztes Jahr“, sagt der damalige Vizeweltmeister Sebastian Vettel vor der vergangenen Saison. Der junge Deutsche hat seinen Worten Taten folgen lassen, ist nun der jüngste Weltmeister der Formel 1-Geschichte. 2011 wird der Job nicht einfacher, die Teams aus Maranello, Woking und Brackley bzw. Stuttgart-Untertürkheim wollen der Red Bull-Titeljagd ein jähes Ende setzen. Doch Mateschitz´ Mannen scheinen auch in dieser Saison weltmeisterlich aufgestellt zu sein. Die Testfahrten liefen erfolgreich, und Top-Pilot Sebastian Vettel hat sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Zudem setzt man am Stammsitz in Milton Keynes auf Kontinuität: Die Verträge von 50 wichtigen Mitarbeitern wurden kurz vor der Saison vorzeitig verlängert, die entscheidenden Köpfe Vettel, Newey und Teamchef Christian Horner bleiben bis mindestens 2014 an Bord. Vom Jäger zum Gejagten? Red Bull stellt sich der Herausforderung.

