Nachdem Golf VI und der neue Astra schon auf dem Markt sind, legt Ford jetzt mit der dritten Focus-Generation nach. Auf der Detroit Auto Show (noch bis 24. Januar) stellt Ford derzeit das jüngste Mitglied im C-Segment vor. Weltweit dürfte der Focus ein wichtiges Modell für den amerikanischen Konzern werden. Seit der Wirtschaftskrise setzen die meisten Hersteller mittlerweile vermehrt auf Klein- und Kompaktwagen. Zudem haben die meisten zumindest Studien umweltfreundlicher Antriebe in petto. Auch wenn Ford im direkten Vergleich der „Big Three“ aus Detroit die Nase vorn hat, kann der Konzern sich in Krisenzeiten kaum einen Flop leisten.
Mechanische Bewegung als Designelement
Ford wird den neuen Focus vorerst in zwei Karosserievarianten anbieten: als Fünftürer sowie Stufenheckvariante mit vier Türen. Der Focus basiert auf einer neuentwickelten Kompaktklasse-Plattform, die auch der im Herbst geplante C-Max bekommt.Beim Design beschreitet Ford bereits geebnete Wege und greift zu bekannten Elementen. „Kinetic Design“ lautet das Zauberwort der Amerikaner. In seiner Formensprache ähnelt er stark dem Fiesta – wirkt jedoch schmaler und sportlicher. Der Anblick der Front lädt jedoch nicht unbedingt zum Schwärmen ein. Neu sind die LED-Einheiten als Tagfahrlicht und der wuchtige dreigeteilte Lufteinlass in der Frontschürze. Die Seitenansicht wirkt mit der schmalen Fensterfront flach und kraftvoll. Hier ist das „Kinetic Design“ bzw. die Dynamik in der Formensprache schon eher zu spüren. Das Fließheck erinnert ein wenig an den aktuellen Mondeo, wohingegen die Stufenheckvariante mehr in Richtung Passat CC tendiert.
Weniger ist mehr
Bei der Motorenwahl geht Ford mit der Zeit und schließt sich dem „Downsizing“-Trend an. Das heißt, kleine Motoren mit Turboaufladung sind nun oberstes Gebot. Den Anfang soll ein 1,6 Liter-Benziner mit 180 Turbo-PS machen. Danach werden schwächere Motoren bis hin zum 100 PS-Dreizylinder folgen. Ford verspricht insgesamt 20 Prozent weniger Verbrauch der neuen Benziner und Diesel. Dieses Ziel soll auch ohne Start-Stopp-Automatik erreicht werden, denn die ist bislang nicht angekündigt. Allein für den US-amerikanischen Markt ist ein reiner Elektroantrieb in Planung. Ende 2010 soll der neue Focus in Produktion gehen, im Frühjahr 2011 kommt er in Europa auf den Markt. Gebaut wird er im Werk Saarlouis. Die Amerikaner wollen sich den Focus auch für den einheimischen Markt sichern. Dort rollt er in Michigan vom Band. Da der Absatzmarkt für Autos in China immer weiter wächst, wird der Focus auch in einer dort ansässigen Produktionsstätte gefertigt.




