Pogea Racing Corvette C1

Pogea Racing Corvette: Traum aus alt und neu

Das Beste aus zwei Welten: Pogea Racing transplantiert die Technik der aktuellen Corvette in die klassischen Rundungen ihres Urahnenvon 1959. Stilbruch oder Glanzleistung – wir verraten es Euch! ( , 02.02.2012)

Kongeniale Kombi

Oldtimerfans beklagen häufig die seelenlosen Designs moderner Fahrzeuge. Beim sommerlichen Ausführen ihrer Klassiker müssen sie sich jedoch meist mit begrenzten Fahrleistungen oder zumindest begrenzter Fahrdynamik begnügen. Pogea Racing zeigt nun, dass man keine Abstriche machen muss. Und genau das veranschaulichen sie am Beispiel der Corvette C1.

Pogea Racing Corvette C1 1959
Mit den ursprünglichen Fahrleistungen nicht zu vergleichen, knackt die C1 nun in 3,9 Sekunden die 100 km/h-Marke. Auf der Autobahn sind maximal 288 Kilometer pro Stunde drin.

Für alle Corvette-Generationen gilt dieselbe Formel. Richtig erfolgreich sind nur die V8-Versionen. Mit dem 3,8 Liter-Sechszylinder der ersten Baujahre ließ der große Erfolg noch auf sich warten. Blattfedern und Trommelbremsen halten das sportliche Vergnügen zudem im Zaum. All diese „Mängel“ hat Pogea Racing mit seiner Version einer 1959er C1 Corvette nicht nur ausgemerzt, sondern gleichzeitig eine völlig neue Corvette geschaffen.

Pogea Racing Corvette C1 1959
Der 6,2 Liter-V8 bläst seine 485 PS und 585 Nm durch Edelbrock-Krümmer mit 45 Millimeter Durchmesser.

Einmal neu, bitte

Bei der Pogea-Corvette ist keine Schraube unangetastet geblieben. Das urtümliche Original-Triebwerk ersetzen die Bayern durch das Corvette LS3-Aggregat. Der 6,2 Liter-V8 bläst seine 485 PS und 585 Nm durch Edelbrock-Krümmer mit 45 Millimeter Durchmesser. Über ein manuelles Fünfgang-Getriebe mit Keramikkupplung und einem Dana 44-Differential gelangt die Motorkraft an die Hinterräder. Mit den ursprünglichen Fahrleistungen nicht zu vergleichen, knackt die C1 nun in 3,9 Sekunden die 100 km/h-Marke. Auf der Autobahn sind maximal 288 Kilometer pro Stunde drin.

Pogea Racing Corvette C1 1959
Die Reifen der Dimension 265/40 R 18 und 305/30 R 19 sind auf gigantische Pogea Racing-Räder der Größe 9,5Jx18 vorn und 12Jx19 Zoll hinten aufgezogen.

Fahrdynamische Voraussetzungen

Um diese Fahrleistungen in einem 53 Jahre alten Fahrzeug überhaupt auf die Straße zu bringen, sind einige grundlegende Änderungen am Fahrwerk notwendig. Die üppig dimensionierte Sportbremsanlagestammt ebenfalls aus dem Chevrolet-Regal. Innenbelüftete Bremsscheiben mit 330 Millimeter vorn bzw. 300 Millimeter hinten werden an der Vorderachse von einer Sechs- und an der Hinterachse von einer Vier-Kolben-Anlage in die Zange genommen. Die gigantischen Pogea Racing-Räder der Dimension 9,5Jx18 vorn und 12Jx19 Zoll hinten passen natürlich nicht unter das Plastik-Kleid der zierlichen C1. Durch Dopplung der Originalkotflügel erzielt Pogea eine Verbreiterung des Hecks um 37 Zentimeter auf 2,09 Meter Breite. So passen auch die Reifen der Dimension 265/40 R 18 und 305/30 R 19 unter den üppigen Hintern. Vier LED-Rückleuchten setzen die neuen Maße ins rechte Licht.

Pogea Racing Corvette C1 1959
Ein unten abgeflachtes Vallelunga-Lenkrad und Sitze aus der Cobra schaffen im beengten C1-Cockpit mehr Beinfreiheit für Großgewachsene. Pogea Racing integriert ein Alpine-Multimediasystem mit Navigationseinheit, eine nachgerüstete Klimaanlage hält Einzug ins klassische Interieur.

Innere Werte

Rot und weiß dominieren Karosse und Innenraum. Augen und Hände erfreuen sich am feuerroten Glattleder und am nicht minder feurigen Armaturenbrett. Auch im Innenraum gesellt sich neu zu alt. Ein unten abgeflachtes Vallelunga-Lenkrad und Sitze aus der Cobra schaffen im beengten C1-Cockpit mehr Beinfreiheit für Großgewachsene. Pogea Racing integriert ein Alpine-Multimediasystem mit Navigationseinheit, eine nachgerüstete Klimaanlage hält Einzug ins klassische Interieur. Damit alles auch bestens funktioniert, wird die komplette Elektronik von einem neuen Kabelbaum mit Strom versorgt.

Pogea Racing Corvette C1 1959
Durch Dopplung der Originalkotflügel erzielt Pogea eine Verbreiterung des Hecks um 37 Zentimeter auf 2,09 Meter Breite.

Auch wenn die Orginalität besonders durch die massive Verbreiterung des Hecks deutlich gelitten hat, ist die Pogea-Corvette in sich sehr stimmig. Wer diesen Traum aus klassischem Design und moderner Technik sein Eigen nennen will, muss tief in die Tasche greifen. Ein Jahr benötigte Pogea Racing, um die C1 Corvette quasi neu zu entwickeln und zu bauen. Dafür berechnen die Bayern 225.000 Euro.

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