Platz 9: Offen, leicht und leistungsstark
Motorvision präsentiert: Die Top 20 des Auto- und Motorradjahres 2008. Platz 9 belegt der Ferrari 430 Scuderia Spider 16M, mit dem die Mannen aus Maranello den 16. Konstrukteurstitel in der Formel-1-Weltmeiterschaft feiern. (powered by Speed Heads)
Nur 499 Exemplare will Ferrari von dem neuen High-Performance-Sportwagen mit der optimierten Aerodynamik bauen, der - so die Italiener - auf der privaten Ferrari-Rennstrecke „Fiorano“ die schnellsten Zeiten in den Asphalt brannte, die dort je ein offener Ferrari fuhr.
Optisch lässt sich der leichte Scuderia Spider 16M an den signifikanten Streifen erkennen, die von der Motorhaube bis hin zum Heck verlaufen - optional sind die Streifen statt in Standard-Grau auch als italienische Trikolore in den Farben Grün, Weiß und Rot erhältlich. Darüber hinaus kennzeichnet den 16M eine Plakette am Heckgrill, die den 16. Konstrukteurs-Titel von Ferrari in der Formel 1 in Erinnerung ruft.
Kräftige Diät dank Kohlefaser
Um die Downforce zu erhöhen, modifizierte Ferrari die Aerodynamik. Der 430 Scuderia Spider 16M besitzt kantigere Lufteinlässe und größere Grills. Einen wichtigen Beitrag zur atemberaubenden Optik leistet auch der Einsatz eines Grautons für Details bei der Scheinwerfereinheit und den Rädern. Von der Seite betrachtet fällt die Tieferlegung des offenen Supersportlers auf.Die Kohlefaser-Rückspiegel sind der letzte Schliff an den Features der Karosserie. Für die Gewichtsreduzierung kommt Kohlefaser in sämtlichen Bereichen der Karosserie, des Motorraumes und des Triebwerkes zum Einsatz. So wiegt der Scuderia Spider 16M nur 1.340 Kilogramm - das sind 80 Kilogramm weniger als der herkömmliche F430 Spider. Demgegenüber steht ein erstarkter V8-Motor, der aus 4,3 Litern Hubraum satte 510 PS und ein maximales Drehmoment von 470 Nm bei 5.250 U/min generiert. Bei Bedarf dreht das Triebwerk bis 8.640 U/min.
Exzellentes Leistungsgewicht, atemberaubende Fahrwerte
Das Leistungsgewicht von 2,63 kg/PS schlägt sich in der Performance nieder: Von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 3,7 Sekunden. Erst bei 315 km/h stoppt der Zweisitzer seinen schnellen Vortrieb. Den kombinierten Verbrauch gibt Ferrari mit 15,7 Litern auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 360 g/km entspricht. Der Tank fasst 95 Liter.Den Kontakt zum Asphalt stellen 19 Zoll große Leichmetallfelgen im Fünfspeichen-Format her. In den Rädern des Ferrari Scuderia Spider 16M verbirgt sich eine Brembo-Sportbremsanlage mit Karbon/Keramik-Scheiben, die an der Vorderachse 398 x 34 Millimeter und hinten 350 x 34 Millimeter messen. Auch die Aufhängung erfuhr Verbesserungen im Detail.
Die Formel 1 ist allgegenwärtig
Selbstverständlich lässt Ferrari seine Formel-1-Technik in den Scuderia Spider 16M einfließen. Die schnellen Gangwechsel erfolgen über die F1-Schaltung. Darüber hinaus verfügt der offene Scuderia über eine Traktionskontrolle, die man mit dem elektronischen Differential E-Diff und der Traktions- und Stabilitätskontrolle F1-Trac in einem einzigen System kombinierte.Die Exklusivität des Performance-Zweisitzers unterstreichen im Innenraum eine spezielle „Limited Series“-Plakette auf dem Armaturenbrett über den mittigen Lüftungsöffnungen sowie die mit Carbon ummantelten Überrollbügel. Ein neues Audio-System, an das der Fahrer den abnehmbaren iPod Touch 16 GB in Ferrari-Sonderausführung anschließen kann, stellt ein weiteres Merkmal des Scuderia Spider 16M dar.
Von zart bis hart dank „Manettino“
Im Interieur trägt die Verwendung spezieller Materialien wie der Spezialbezüge der Racing-Sitze sowie der großzügigen Einsatz von Kohlefaser im Bereich des Mitteltunnels, der Türverkleidungen und der Sitze zur Gewichtsersparnis bei. Der Fußraum des Wagens besitzt keine Teppiche, sondern ist stattdessen mit Aluminium ausgekleidet, wobei das darunter liegende Aluminiumchassis sichtbar sein soll.Ein kleiner Schalter am Lenkrad, der „Manettino“, dient dem Wechsel der Fahrwerkseinstellungen, die sich in mehreren Stufen von Normal bis in die Race-Position ändern lassen. Dämpfung, Schaltzeiten, Schaltpunkte und ESP werden schrittweise schärfer. Die Software für Getriebe und Differential ist wesentlich leistungsorientierter ausgelegt.