Platz 1: Wer hat Angst vorm schwarzen SL?

Motorvision präsentiert: Die Top 20 des Auto- und Motorradjahres 2008. Den Titel holt sich der Mercedes SL 65 AMG Black Series! Der extreme Schwabe stellt die Konkurrenz nicht nur durch seine technischen Daten in den Schatten, sondern tritt auch optisch aus der Eintönigkeit der Serie in das Rampenlicht seltener AMG-Legenden. ( , 01.01.2009)

Das Coupé aus Affalterbach wirkt schon im Stand dynamisch. Die markanten, breiten Kotflügel, der ausfahrbare Heckflügel sowie die Heckschürze mit Diffusor zeigen die Verwandtschaft zum Motorsport, der bei Mercedes-AMG seit über 40 Jahren zur Unternehmens-Philosophie gehört, jedoch schon lange nicht mehr so proportioniert sichtbar war. Optisch liefert der neue SL 65 AMG Black Series eine Reminiszenz an die erfolgreichen AMG-Rennsportfahrzeuge wie die aktuelle DTM C-Klasse oder den unverwechselbaren CLK-GTR von 1997 aus der FIA-GT-Serie.

Mercedes SL 65 AMG Black Series
Das 6,0-Liter-V12-Biturbo Triebwerk des SL 65 AMG Black Series mit 670 PS

250 Kilo weniger, 58 PS mehr

Aus 5.980 Kubikzentimetern schöpft der AMG V12 670 PS bei 5.400 U/min sowie ein elektronisch begrenztes Drehmoment von 1.000 Newtonmetern zwischen 2.200 und 4.200 U/min. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ist begrenzt. Gegenüber dem Basis-Triebwerk des SL 65 AMG mit 612 PS wurden die Turbolader neu entwickelt. Die geänderte Ansaugluftführung bewirkt ein noch spontaneres Ansprechverhalten. Neu konstruierte Endschalldämpfer der AMG-Sportabgasanlage reduzieren den Abgasgegendruck und helfen bei der Leistungssteigerung. Akustischer Nebeneffekt: Aus zwei trapezförmigen Endrohren entweicht ein markanter Zwölfzylinder-Sound in AMG-typischer Manier. Die außergewöhnlichen Motordaten, die den SL 65 AMG Black Series zum bislang stärksten AMG-Modell machen, ermöglichen Fahrleistungswerte der Extraklasse. Bei einem Leistungsgewicht von 2,79 kg/PS vergehen nur 3,9 Sekunden bis 100 km/h.

Mercedes SL 65 AMG Black Series
Bulliges Heck: Dicke ausgestellte Radhäuser zusammen mit dem Diffusor und den Auspuffendrohren wirken brachial

Mehr als nur Zierde

Beim Fahrwerk vertrauen die AMG-Experten auf eine Neukonstruktion. Das Sportfahrwerk wurde als Gewindefahrwerk konzipiert – diese im Motorsport bewährte Lösung ermöglicht die Einstellung von Zug- und Druckstufe der Stoßdämpfer, des Fahrzeugniveaus sowie von Spur und Sturz. Speziell für den Rennstreckenbetrieb kann der Fahrer somit sein persönliches Fahrwerk-Setup einstellen.

Mercedes SL 65 AMG Black Series
An der Vorderachse sind auf 9,5 Zoll breiten AMG Leichtmetallrädern Reifen der Dimension 265/35 R 19 montiert. An der Hinterachse lautet das eindrucksvolle Format: 11,5 x 20 mit Reifen in 325/30

Funktionell trotz Rennsport-Flair

Neu entwickelte Sportschalensitze geben den Insassen perfekten Seitenhalt in schnell gefahrenen Kurven. In der Mittelkonsole setzen hochwertige Carbon-Zierteile, die matt schimmernde Start/Stopp-Taste, der Wählhebel mit Carbon-Einsatz und das AMG-Logo mit „Black Series“-Schriftzug weitere Glanzpunkte. Passend hierzu präsentieren sich die Türflächen in Carbon mit geprägtem AMG-Schriftzug. Der schwarze Tacho mit 360 km/h-Skala wurde ebenso neu gestaltet wie der weiße Drehzahlmesser – vier darin integrierte LEDs weisen den Fahrer auf den optimalen Schaltpunkt hin. Seit November wird der SL 65 AMG Black Series ausgeliefert. Wer noch einen haben möchte, sollte die dafür fälligen 309.000 Euro schon bereit halten, denn ein Großteil der 350 geplanten Exemplare landet wie immer in den USA.

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