„Rutschpartie für Oldtimer“: Unter diesem Motto stand die letztjährige Ausgabe der Planai Classic. Der Winter hatte die österreichische Dachstein-Tauern-Region fest im Griff, sodass selbst Rallyelegenden wie Björn Waldegaard Mühe hatten, die klassischen Auto-Pretiosen auf Kurs zu halten. Am Ende hatte Seriensieger Rudolf Schraml die Nase seines Porsche 911 S vorne und stand ganz oben auf dem Siegertreppchen.
In diesem Winter fehlt leider bisher jenes Element, was die Planai Classic so spannend und einzigartig macht: Schnee. Obwohl am Wochenanfang die weiße Pracht auch endlich das Ennstal erreicht und für eine dünne Neuschneedecke über der vereisten Strecke gesorgt hat, können die Veranstalter das herrliche Winter-Panorama der vergangenen Ausgabe diesmal nicht bieten. Doch ein prominentes Teilnehmerfeld und einige Spezialprüfungen werden dafür sorgen, dass trotzdem spannender Oldtimersport geboten wird.Die Riege der VIPs unter den Teilnehmern wird angeführt von TV-Star Klaus Wildbolz, der auf einem Volvo 1800 S Rallye startet, und Altrocker Peter Kraus (Mercedes 230 SL). Doch auch die österreichische Rallye-Prominenz gibt sich die Ehre. Allen voran Manfred Stohl, der in der letzten WM-Saison einen hervorragenden vierten Gesamtrang belegt hat und bei der Planai Classic mit einem Porsche 911 von 1964 startet. Andreas Aigner, zweiter aktueller österreichischer WM-Pilot, startet gemeinsam mit seinem letztjährigen Teamchef und Rallye-Legende Raimund Baumschlager auf einem seltenen Colani GT Spyder. Insgesamt stehen 52 Autos der Baujahre 1928 bis 1972 am Start des zweitägigen Events. Ältestes Auto ist ein Lea Francis von 1928, der wohl skurrilste Klassiker ein Morgan Threewheeler von 1934.Am Donnerstag, den 4. Januar, findet der Aufgalopp zur elften Planai Classic statt. Am frühen Nachmittag können sich die Teilnehmer im freien Training auf der Gröbminger Trabrennbahn an die Bedingungen gewöhnen, bevor es dann im Qualifying und der Sonderprüfung ernst wird. Gegen 16:30 Uhr startet das erste Auto zur Etappe Richtung Schladming, wo um etwa 18 Uhr der Start zur Etappe erfolgt, die zurück nach Gröbming führt. Die eigentlichen Highlights der Veranstaltung finden aber am Freitag (5. Januar) statt. Am frühen Nachmittag geht es bei der Planai-Bergprüfung von der Mittelstation Kessleralm hinauf zu „Onkel Willis Hütte“, bevor um 18 Uhr im Planai Olympiastadion der absolute Höhepunkt folgt: In den beiden Läufen des Nacht-Riesenslaloms entscheidet sich, wer die erstmals ausgetragene Kombi-Wertung gewinnt. Die Regeln: Den ersten 15 des Autoklassements werden 15 Ski-Legenden zugelost, die auf der Planai unter Flutlicht einen Riesenslalom. Aus den addierten Zeiten entsteht dann eine Kombiwertung Auto- und Skifahrer.

