Pfiffiger Kleiner für Gelegenheitscamper

Klein, aber oho: Der neue VW Caddy Tramper bietet volle Alltagstauglichkeit und eine Schlafmöglichkeit für den Campingtrip zwischendurch. ( , 01.01.2009)

Platz ist auch in der kleinsten Hütte: Dieses Motto scheinen sich die Entwickler des neuen VW Caddy Tramper auf die Fahnen geschrieben zu haben. Klar, einen vollwertigen Campingbus oder gar ein Reisemobil darf man nicht erwarten. Doch der variable Wolfsburger überrascht mit einigen innovativen Ideen und ist damit prädestiniert für spontane Trips zwischendurch oder als Übernachtungsmöglichkeit nach einer rauschenden Partynacht. Der Caddy Tramper möchte besonders die Herzen derjenigen gewinnen, die bisher mit Zelt und Rucksack unterwegs waren, ihre Ausflüge nun aber etwas bequemer gestalten wollen. Dabei muss man bei der Alltagstauglichkeit keine Abstriche machen.

Der Tramper basiert auf dem Caddy Life, ist aber kein eigenständiges Auto. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Ausstattungspaket, dass man beim Neuwagenkauf mitbestellen oder auch nachrüsten kann.Im Caddy Tramper fährt das Bett immer mit – allerdings zusammengefaltet im Kofferraum, ohne dessen Nutzbarkeit übermäßig einzuschränken. Der Clou: Die in drei Teile wickelbare Liegefläche dient im Alltagsbetrieb als Kofferraumabdeckung. Wird die „Gute-Nacht-Einheit“ benötigt, lässt sie sich mit wenigen Handgriffen aufbauen. Dafür müssen die Lehnen der Fondsitze auf ihre Sitzfläche und die Lehnen der vorderen Sitze nach vorne geklappt werden. Schließlich entsteht ein 1,10 Meter breites und zwei Meter langes Doppelbett.Ein Vorhang für den Frontbereich, ein Rollo für das Heckfenster und herausnehmbare Stautaschen für die hinteren Heckfenster dunkeln den Innenraum ab und schützen vor neugierigen Blicken. Eine schwenkbare Transistor-Innenleuchte und zwei Halogenspots sorgen dann für ausreichende Beleuchtung. Falls das Licht über Nacht mal an bleibt, schützt ein Accusaver die Bordbatterie vor Entladung.Um den Campingspaß perfekt zu machen, bietet die Zubehörliste noch weitere Accessoires. Unter anderem ein Zelt, das unter der geöffneten Heckklappe eingehängt wird und eine Grundfläche von etwa 2,3 mal 2 Meter bietet. Ein elektrisches Glas-Hub-Schiebedach und das passende Outdoor-Mobiliar mit Tisch und zwei Stühlen sind ebenfalls optional zu haben.Neben den bekannten 1,9-Liter-Dieselmotoren mit 75 und 105 PS sowie den Ottomotoren mit 1,4 (75 PS) und 1,6 Litern Hubraum (102 PS) kann der Caddy Tramper auch mit dem „EcoFuel“-Erdgasantrieb bestellt werden. Dieses Motorenkonzept arbeitet quasi-monovalent. Soll heißen: Das Triebwerk ist auf den Betrieb mit Erdgas optimiert. Das Aggregat schaltet nur in Ausnahmefällen auf Benzinbetrieb um, zum Beispiel beim Kaltstart oder wenn der Erdgastreibstoff aufgebraucht ist. Das Umschalten erfolgt dann jeweils automatisch, der Fahrer wird darüber über eine gesonderte Tankuhr im Display informiert. Das Besondere: Mit einer Leistung von 109 PS spielt das Zweiliter-Triebwerk gleichzeitig die Rolle der Topmotorisierung. Um auch hier eine möglichst hohe Alltagstauglichkeit zu gewährleisten, sind die 26 Kilogramm fassenden Erdgastanks unter dem Wagenboden untergebracht. Sind die Tanks voll, ist eine Reichweite von rund 440 Kilometern drin.Das „Tramper“-Ausstattungspaket kostet 1.612,40 Euro, das Vorzelt schlägt mit 777,20 Euro zu Buche. Die Tisch/Sitz-Kombination ist für 249,40 Euro zu haben.

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