Fahrer-Portrait Paul di Resta

Paul di Resta: Der Quereinsteiger lebt seinen Traum

Jean Alesi, Mika Häkkinen oder Ralf Schumacher haben sich nach der Formel 1-Karriere noch als DTM-Piloten versucht. Paul di Resta macht es genau andersherum. Nach vier erfolgreichen DTM-Jahren darf er sich nun in der Königsklasse des Motorsports beweisen. ( , 18.02.2011)

Sutil und di Resta – das Quereinsteiger-Duo

Kartsport, diverse Formel-Klassen, eventuell GP2, dann Formel 1 – das ist der klassische Werdegang eines Piloten der Königsklasse. Eine Karriere im Tourenwagensport kommt für die meisten Fahrer bestenfalls nach der Laufbahn im Monoposto in Frage. Paul di Resta beweist, dass es auch andersherum funktionieren kann. Der Schotte, ein Cousin des mehrfachen IndyCar-Champions Dario Franchitti, hat die DTM als Sprungbrett in die Formel 1 genutzt. Damit bildet er gemeinsam mit Teamkollege Adrian Sutil im Force India-Team das Quereinsteiger-Duo in der F1.

Formel 1 2011 Paul di Resta Helm
Die italienische Flagge auf dem Helm des Schotten Paul di Resta ist ein Hinweis auf seine Vorfahren, die aus Italien stammen.

Aus der Formel 3 in die DTM

Seine ersten Gehversuche macht di Resta jedoch klassisch im Kartsport. Es folgt der Aufstieg in die Formel Renault UK, die als Zwischenstation auf dem Weg in die Formel 3 Euroserie dient. Die erste Saison läuft durchwachsen, am Ende springt Gesamtrang zehn heraus. Doch schon 2006 beweist di Resta sein Talent und kann das Championat für sich entscheiden. Stellt sich die Frage: Geht es weiter auf dem Formel-Pfad oder führt der Weg in die DTM? Der Schotte entscheidet sich für Letzteres und nimmt das Angebot von Mercedes an.

DTM 2009 Mercedes C-Klasse AMG DTM
Paul di Restas vierjähriges DTM-Engagement ist von großen Erfolgen geprägt: 2007 wird er Gesamt-Fünfter, 2008 folgt der Vizetitel. Nach einem dritten Rang 2009 holt er 2010 den Fahrertitel.

Starkes Rookie-Jahr im DTM-Gebrauchtwagen

Da die Cockpits in den aktuellen Tourenwagen besetzt sind, muss sich di Resta im zwei Jahre alten Auto beweisen. Trotz erschwerter Bedingungen schließt er die Saison mit einem überragenden fünften Platz ab. Mercedes fördert sein Fahrer-Juwel, gibt ihm 2008 ein aktuelles Auto und bringt ihn gleichzeitig als Testpilot beim McLaren-Formel 1-Team unter. 2008 wird er DTM-Vize-Champion, ein Jahr später gelingt ihm Gesamtrang drei. Gleichzeitig testet er nun für das Force India-Team, das neuerdings mit Mercedes-Motoren antritt. 2010 holt er den DTM-Titel im harten teaminternen Duell gegen Bruno Spengler und fährt regelmäßig Freitags-Tests für Force India. Nun darf sich Paul di Resta als Formel 1-Stammpilot beweisen und seinen Traum leben. Und stolz darauf sein, den Beweis angetreten zu haben, dass man es auch als Quereinsteiger in die Königsklasse des Motorsports schaffen kann.

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  • Gut möglich. Als Testfahrer hat er überzeugt, er hat seine Chance verdient.
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