Die französischen Hersteller nutzen ihre Heimatmesse, um ihre technischen Neuerungen hinsichtlich alternativer Antriebskonzepte zur Schau zu stellen. Renault vereint Komfort und geringen Kraftstoffverbrauch und zeigt die luxuriöse Reiselimousine Ondelios, deren Dieselmotor von zwei Elektromotoren unterstützt wird. Schönheit und Umweltverträglichkeit unter einen Hut bringen will Peugeot mit einem hybridgetriebenen 2+2-sitzigen Coupé, das nur 109 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen soll. Auch rein elektrisches Fahren ist laut Hersteller möglich. Als Studie eines Crossover-Fahrzeugs mit Diesel-Hybridantrieb feiert der Citroen Hypnos Premiere. Der Fünftürer verbindet Stilelemente von SUV, Coupé und Kombi und wird von einer Kombination aus Elektro- und Dieselmotor angetrieben.
An Kurzstreckenpendler und Großstadtbewohner richtet sich die Elektro-Kleinstwagen-Studie Nuvu (sprich: Nuvü) von Nissan. Der Kleine ist gerade einmal drei Meter lang und verfügt über ein 2+1-Sitz-Konzept, wobei der dritte Platz ein ausklappbarer Notsitz ist. Das komplett gläserne Dach fasst rund ein Dutzend Solarzellen, die wie Blätter aussehen. Die damit gewonnene Energie wird über zweigartig verlegte Kabel an die Batterie geleitet. Die seriennahe Studie "Insight Concept" gibt einen ersten Ausblick auf ein preiswertes Hybridauto, das Honda Anfang 2009 auf den Markt bringen will. Die 4,37 Meter lange kompakte Fließhecklimousine wird von einer Kombination aus Elektro- und Ottomotor angetrieben; dabei handelt es sich um eine weiter entwickelte Version des Antriebs, der bereits im Honda Civic Hybrid zum Einsatz kommt. Auch Chevrolet setzt auf Vortrieb aus der Steckdose und zeigt das Plug-in-Elektroauto Volt, das 2011 unter dem Logo der Schwestermarke Opel auch nach Deutschland kommen soll.
S 400 BlueHybrid – Mercedes mit zwei Herzen
Alternative Antriebe in der Oberklasse gibt es bei der neuen Generation des BMW 7er und der Mercedes-Benz S-Klasse, die beide auf eine Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor bauen. Damit sind die Flaggschiffe aus München und Stuttgart die ersten Pkw aus deutscher Produktion, die von einem Hybridantrieb in Fahrt gebracht werden. Damit ist die Alleinherrschaft des Lexus LS als Oberklasselimousine mit zwei Herzen endgültig vorbei. Den Anfang der deutschen Hybrid-Offensive macht Mercedes mit dem Blue Hybrid S400, eine S-Klasse mit kombiniertem Benzin-Elektro-Antrieb, wobei der Elektromotor lediglich eine unterstützende Funktion hat und den Pkw nicht allein antreiben kann. Als Akkus werden die leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien verwendet, wie sie auch im BMW zum Einsatz kommen sollen.Auf dem Laufsteg der diesjährigen Auto-Schau an der Seine finden sich viele neue Gesichter; ein Großteil stammt dabei aus den Reihen der Kleinen und Kompakten, die vor allem mit Sparsamkeit und Zwergen-Ausmaßen erfolgreich sein wollen. Erfolg - das ist etwas, worüber sich zumindest ein Messe-Highlight keine Sorgen machen muss: Denn der Golf scheint jede Mode zu überleben und immer en Vogue zu sein.
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- Renault vereint Komfort und geringen Kraftstoffverbrauch mit der luxuriösen Konzept-Reiselimousine Ondelios
Viel mehr als „nur“ Fahrzeugpräsentationen
Auf dem Pariser Automobilsalon sind 362 Marken aus 25 Ländern vertreten. Neben den Fahrzeugpräsentationen der Hersteller bietet die Messe ihren Gästen auch die Gelegenheit zu Probefahrten mit Elektroautos sowie Spritspar-Fahrertrainings an. Ausstellungen können ebenfalls besucht werden, wie zum Beispiel die Taxi-Schau, bei der 40 Taxis aus 20 Ländern vorgestellt werden. An das junge Publikum richtet sich die Ausstellung von Disney, bei der die Pkw-Protagonisten aus dem Cartoon "Cars" zu sehen sind.Die Messe ist vom 4. bis zum 19. Oktober Dienstag bis Freitag von zehn bis 22 Uhr und Samstag bis Montag von zehn bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwölf Euro für Erwachsene, Jugendliche von zehn bis 18 Jahren zahlen 6,45 Euro, Kinder unter zehn Jahre haben freien Eintritt.

