Nichts Neues bei den Sorgenkindern
Auch wenn Mercedes-Benz in Gestalt des Chefs Dieter Zetsche die Neuerschaffung des Automobils ausruft, bleibt eigentlich doch alles beim Alten: Die schönsten Frauen stehen im italienischen Eck. Is halt so. Basta! Leider sind die wirklich unglaublich langbeinigen Grazien so ziemlich das einzige was am Lancia-Stand sofort ins Auge sticht. Neuerungen Fehlanzeige! Dafür stehen wie in Genf noch ein paar Chrysler-Modelle recht unpassend in der Gegend herum und der Stand im Puzzle-Design soll symbolisch zusammenfügen was irgendwie nicht zusammen passt (Lancia, Chrysler). Ein sportlicher Schritt hinüber zu Alfa Romeo und da exakt das gleiche Bild: Eine schöner als die Andere aber von aufregenden Neuheiten keine Spur. Giulietta QV…kennen wir schon, Mito jetzt mit Doppelkupplungsgetriebe…ah jetzt schon, sechs Jahre nach VW! Wo bleibt ein potenter GTA oder ein knackiger Spider? Aufwachen Alfa…die Alfisti lechzen danach…und gehen dann eben woanders hin.
Klein und flink
Bei Abarth hat man immerhin zwei neue Modelle im Gepäck. Flankiert von traumhafter Anmut im kleinen Weißen zeigen sich das Cabrio 500C und der neue Punto Evo im super sportlichen esseesse-Trimm. Das genaue Gegenteil bei der großen Mutter Fiat. Im 500 TwinAir holen die Turiner den Zweizylinder aus der Schublade. Uuaah… Zweizylinder, warum das denn? Der Grün-Wahn treibt schon seltsame Blüten. Komischerweise leistet die 875-Kubik-Gurke stramme 85 PS und geht noch nicht mal schlecht.
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- Wer MC Stradale-Luft schnuppern möchte, kann das mit dem MC Sportline Paket tun. EIn Haufen Carbon schadet auch dem GranTurismo nicht. Von daher: Gutes Paket!
Sport und Sprachkultur bei Maserati
Nicht mal schlecht gehen wird auch der neue Maserati GranTurismo MC Stradale. Schließlich hat er 450 PS unter der Haube und gegenüber dem GranTurismo S um satte 110 Kilo abgespeckt. In 4,6 Sekunden geht es auf 100 km/h und der erste Serien-Maser der die 300 knackt ist er auch noch. Obendrein ist er mit seiner komplett neuen Aerodynamik rein äußerlich beinahe so begehrenswert wie die beneidenswert sprachbegabten Dreizack-Hostessen (blitzschnelles Umherspringen in vier Sprachen ohne Probleme, nicht schlecht Herr Specht!). Ein weiterer Blickfang ist der mattblaue GT mit dem optionalen MC Sport Line Paket. Ein Haufen Carbon schadet auch dem GranTurismo nicht, von daher: Gutes Paket! Und die Farbe ist der Hammer!
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- Was für ein Gerät: Der Sesto Elemento von Lamborghini wiegt dank Kohlefaser pur unter 1.000 Kilo. Dazu 570 PS und diese Optik: Der helle Wahnsinn!
Bello e impossibile
Auch wenn uns der grimmige Standwächter/Einlasskontrolleur am Ferrari-Stand mit eiserner Missachtung strafte, muss es einfach ausgesprochen werden: Die auf 80 Exemplare limitierte Auflage des offenen 599 namens SA APERTA ist ein Augenschmaus aller erster Kajüte. Der zum 80-jährigen Pininfarina-Jubiläum geschaffene Roadster kommt mit 670 PS ums Eck geflogen und ist bereits ausverkauft. Da steht er dann in irgendeiner Sammler-Garage und keiner bekommt ihn mehr zu Gesicht. Also schnell nochmal hochscrollen und die Fotoshow anschauen. Definitiv anschauen sollte man sich auch den neuesten Streich aus Sant Agata Bolognese. Mann is das eine Kampfsau, der Sesto Elemento genannte Ausblick auf den künftigen Murcielago. Mit dem sechsten Element Kohlenstoff geht’s gewichtsmäßig runter auf 999 Kilo. Wahnsinn! Die gewohnte Lambopower bleibt natürlich (570 PS) und so gibt es ein Leistungsgewicht von 1,75 Kilo pro PS und 0-100 in unanständigen 2,5 Sekunden. Dazu diese Optik: Furchteinflößend, böse, allzeit bereit. Fast so wie die edel gewandeten Signoras am Stand mit dem Stier. Haben doch immer arg grantig in die Kamera gelinst, die Drei. Wunderschön waren sie natürlich trotzdem. Bella Italia!

