Neue Kompakte von Citroen
Aufbruchstimmung bei den großen Drei in Frankreich. Eine der wichtigsten Automessen des Jahres ist in der Hauptstadt angekommen, da muss man zeigen was man hat. Aber hat man eigentlich soviel? Eins ist sicher, bei innovativen Studien und Elektrokonzepten sind die Franzosen ganz weit vorne, aber der automobile Alltag? Das hier und jetzt? Bei Citroen steht der neue C4 im Mittelpunkt. Mit Hightech und Charme soll er den Golf attackieren. Aber: Einmal hingeschaut, schon wieder vergessen, müder Kompaktklassen-Einheitsbrei also. Deutlich besser: Der komfortable Innenraum. Der C4 muss wohl über den Preis kommen und das tut er auch. Los gehts bei 15.950 Euro. C4 in aufregend heißt bei Citroen jetzt DS4, ist ein wilder Mix aus Coupé aber vier Türen, sportlich aber höhergelegt, luxuriös aber trendy. Mal sehen wer sowas kauft. Viel gekauft wird offenbar der kleine Bruder DS3. Citroen scheint mit dem knallbunten Mini-Konkurrenten den Style gepachtet zu haben, der Kleine ist in aller Munde und steht in Paris als besonders scharfe Racing-Version. Ende 2010 rast die grau-orangene Rennsemmel mit 207 PS für 29.900 Euro zum Händler.
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- Auch der 508 Kombi überzeugt mit einer ruhigen und eleganten Linienführung. Unter der Haube ist alles auf sparsamen Verbrauch getrimmt.
Erster Diesel-Hybrid der Welt
Bei Peugeot dreht sich in erster Linie alles um den neuen Hoffnungsträger 508. Schluss, Aus und Vorbei mit dem teilweise gruseligen Froschmaul-Design vergangener Tage, der neue Passat-Gegner gibt sich als Limousine wie als Kombi betont elegant und versöhnt mit schlichtem Chic. Oberste Prämisse dabei: Runter mit dem Verbrauch. Das soll mit kleinen Vierzylindermotoren klappen, mit denen angeblich unter fünf Liter drin sind. Daneben gibt es mit dem Hybrid4 den ersten Diesel-Hybrid der Welt (und das ausgerechnet in der Hülle des Crossover-Vans 3008) mit kombiniert 200 PS und einem Verbrauch von angeblich 3,8 Litern sowie den RCZ Asphalt, ein Sondermodell des französischen TT-Klons für die Tuner-Fraktion mit matt-schwarzem Lack und fetten 19-Zöllern.
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- Der Zweite in der Z(ero) E(Mission)-Familie ist die Limousine Fluence. Nicht gerade ein Augenschmaus, aber für 26.000 Euro wird er seine Kunden finden.
Renault im Elektrorausch
Renault geht den kurzen Weg in die Zukunft, zeigt uns seine neue Modellfamilie Z.E. (für Zero Emission), die bereits 2011 hundertprozentige Elektromobilität ohne den üblichen, völlig abgehobenen „Strom-Tarif“ möglich macht. Den Anfang machen der Transporter Kangoo Z.E. und die Limousine Fluence Z.E. für 20.000 bzw. 26.000 Euro. Leider bedeutet in diesem Falle emissionsfrei auch völlig emotionsfrei. Apropos emotionsfrei: Das gilt in vollem Maße auch für Renaults neuen Vertreter in der oberen Mittelklasse. Nach einer beispiellosen Pleite-Welle in der Elite-Liga soll es nun der Latitude richten. Mit seinem eher belanglosen Design wird er die Kundschaft sicher nicht in die Schauräume treiben, dies soll vor allem dank seiner formidablen Ausstattung und dem mehr als großzügigen Platzangebot geschehen.
Neben der stellenweise eher biederen Hausmannskost brennen die Franzosen beim Heimspiel an der Seine aber auch ein wahres Feuerwerk an zukunftsweisenden Studien wie dem Renault DeZir und dem Peugeot HR1 ab. Bleibt mit Motorvision.de dran am Pariser Autosalon 2010 und lest in einem der nächsten Teile alles über die verrückten, atemberaubenden, prägenden und auch über die völlig misslungenen Studien und Exoten der Mondial d’Automobile 2010.

