Gottvater Panoz
Nikotinpflaster-Milliardär, Besitzer diverser Firmen und Rennstrecken, Erbauer des GT2-Siegerautos von Le Mans, Gründer der American Le MansSeries – die Welt ist Dr. Don Panoz nicht genug! Im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans präsentiert der kettenrauchende Geschäftsmann seinen neuesten Clou: den Panoz Abruzzi.
Anders als die anderen
Die Fahrzeuge des Don sind schon immer anders als alle anderen gewesen und werdenzu Recht mit Skurrilitäten wie dem Batmobil verglichen. Der Mann trotzt seit Jahren dem Mainstream und so ist auch beim neuesten Modell keine Langeweile zu erwarten. Der Abruzzi mit dem Beinamen „Spirit of Le Mans“ besitzt die Panoz-typische lange Motorhaube. Damit orientiert sich das Design an den Rennautos vergangener Tage. An den riesigen zweigeteilten Lufteinlässen der Front werden sich die geschmacklichen Geister scheiden. Die endlos wirkende Motorhaube ist von einem mittig platzierten Powerdome gekennzeichnet, der sich bis zur Frontschürze durchzieht. Anstelle von Scheinwerfern sorgen stromlinienförmig nach hinten gezogene LED-Leuchtbänder für den Durchblick. An der Seite verschwindet die Türlinie hinter dem Kotflügel und schafft so Platz für die Abluft der Radhäuser. Die voluminösen hinteren Kotflügel bilden den Abschluss des Fahrzeugs und können als moderne Heckflossen verstanden werden. Insgesamt erinnert das Heck an Wiesmann oder den MaybachExcelero. Die Karosse ist laut Don Panozaus einem leichten, recycelbarenund Energie absorbierenden Verbundwerkstoff hergestellt, der noch leichter als Karbon sein soll.
Geheimnisumwitterter PS-Bolide
Aus der Maschine, die darunter werkelt, macht der amerikanische Kleinserienhersteller noch ein Geheimnis. Bekannt ist nur, dass der Frontmittelmotor vermutlich mehr als 600 PS leistet und 800 Nm erzeugt. In Fachkreisen wird gemunkelt, dass es sich um den 6,2 Liter-Kompressor-V8 der Corvette ZR1 handelt. Firmengründer Don Panoz ist besonders wichtig, dass man mit dem Wagen – in Reminiszenz an das geschichtsträchtige 24 Stunden Rennen von Le Mans – auf der Rennstrecke genauso zu Hause ist wie auf der Straße. Der Supersportler wird nur in Le Mans ausgeliefert. Dort bekommt jeder Käufer ein zweitägiges Fahrertraining auf der Le Mans-Rennstrecke. Wie für exklusive Sportwagen üblich, ist der Abruzzi in seiner Stückzahl stark begrenzt. Jedes der 81 Exemplare steht für ein spezifisches Le Mans-Rennen. Zum Rundum-Exklusivpaket gehört auch, dass der Käufer eine Einladung zum nächsten 24 Stunden Rennen sowie die Möglichkeit, vor dem Rennen die Strecke abzufahren, bekommt. Der Preis für so viel Exklusivität ist bisher genauso geheimnisumwittert wie die genaue Motorisierung. Unter 400.000 Euro wird jedoch vermutlich kein Käufer den Geist von Le Mans erleben dürfen.

