Opel zeigt auf dem Pariser Salon (2. bis 17. Oktober) als Weltpremiere die Studie des neuen Astra GTC. Auf dem emotionalen und sportlichen Weg wollen die Rüsselsheimer wieder nach vorne. (Stefan Wagner , 08.09.2010)
Die emotionalste Seite von Opel
„Der GTC Paris zeigt die emotionalste Seite der Marke Opel. Mit dieser Studie wollen wir den dynamisch-sportlichen Charakter unserer Marke nachhaltig unterstreichen“, sagt Opel-Designchef Mark Adams. Das scheint mit der Studie des Astra GTC schon mal gut gelungen, und das ist für die Marke mit dem Blitz auch bitter nötig. Denn das neue Testimonial Lena Meyer-Landruth allein wird die Sache mit dem frischen Image auch nicht richten können. Begehrenswerte Modelle sind das, was Opel wirklich braucht und da schlägt der GTC Paris grundsätzlich in die richtige Kerbe.
Sportlich und kraftvoll
Der mit 4,46 Meter Länge für ein Kompakt-Coupé relativ wuchtige GTC überzeugt mit einer stimmigen, sehr sportlichen Front und kaschiert dank seiner flachen und gedrungenen Seitenlinie geschickt seine Größe. Das Heck ähnelt größtenteils dem der Limousine, gewinnt aber durch den angedeuteten Diffusor und die auffälligen Auspuff-Endrohre deutlich an Profil. Am Puls der Zeit sind die LED-Tagfahrlichter und die LED-Heckleuchten mit „Flügelgrafik“. Natürlich tragen auch die dicken 21-Zöller sehr zur optischen Gefälligkeit der Studie bei. Wie das Ganze in der Serie mit 17- oder 18-Zoll-Felgen aussehen wird, bleibt abzuwarten.
Auch fahrdynamisch muss es passen
Beim Fahrwerk setzt man in Rüsselsheim auf die bekannte Flexride-Technologie mit adaptiven Dämpfern und drei Abstimmungen. Zudem kommt eine Verbundlenkerhinterachse mit Wattgestänge zum Einsatz. Eine im Vergleich zum Viertürer verbreiterte Spur und ein Sperrdifferenzial an der Vorderachse sollen dafür sorgen, dass der GTC fahrdynamisch auch sportlicheren Ansprüchen gerecht wird. Das gilt ebenso für die Motorisierung: Die Studie wird von einem Zwei-Liter-Turbo mit Start-Stopp-Automatik angetrieben. Geschaltet wird manuell mit sechs Gängen.
Serie in Genf
Die Serienversion des GTC wird dann auf dem Genfer Salon 2011 zu sehen sein, und soll laut Opel „ein bezahlbares Traumauto“ werden. Die Spaß-Varianten GSI (circa 220 PS) und OPC (um die 260 PS) sind ebenfalls fest eingeplant. Bleibt zu hoffen, dass die Opelaner bei der Umsetzung der Paris-Studie nicht der Mut verlässt. Einen wie diesen könnten sie nämlich sehr gut gebrauchen.
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