Die Astra-Limousine konnte die hohen Erwartungen nach dem Erfolgsmodell Opel Insignia bisher nicht erfüllen. Jetzt kommt mit dem Sports Tourer der neue Kombistar in der immer größer werdenden Kompaktklasse. (Hans Bast, Stefan Wagner , 16.06.2010)
Hoffnungsträger Kombi
Der neue Opel Astra hat bislang keinerlei Chance gegen den Publikumsliebling VW Golf. Das gilt zumindest für die Limousine. Doch der Astra Caravan der vergangenen Generationen konnte die starke Kombi-Konkurrenz aus Wolfsburg und Köln immer wieder erfolgreich ausstechen. So sind auch die Erwartungen an den neuen, nochmals deutlich gewachsenen Astra Sports Tourer größer denn je. Er soll den Kunden Lust auf einen Opel machen, der nicht nur praktisch ist, sondern auch noch gut aussieht.
Nochmal deutlich gewachsen
Nach der Einführung des Astra Fünftürers und des neuen Meriva folgt noch in diesem Jahr der Astra Kombi. Der heißt nicht wie bisher Caravan, sondern trägt wie sein größerer Bruder auf Insignia-Basis die imageträchtige Bezeichnung Sports Tourer. Vom Insignia erbt der Astra Kombi nicht bloß optische Anleihen sondern auch die inneren Werte. Er kommt nicht nur deutlich eleganter als sein Vorgänger daher, sondern liegt mit 540 bis 1.550 Liter Gepäckraumvolumen selbst schon auf Insignia-Niveau. Zu verdanken ist der Raumgewinn der gegenüber der Limousine um nochmals 20 Zentimeter längeren Karosserie. Damit ist der neue Opel Astra Sports Tourer einer der stattlichsten Kombis seiner Klasse. Das soll der ohnehin großen Beliebtheit des Astra bei Außendienstlern und Vertrieblern neuen Auftrieb geben.
Motorentechnisch alles beim Alten
Motorisiert wird die Kombiversion mit den aus dem Astra-Programm bekannten Benzin-und Dieselmotoren. Die vier Benziner mit 1,4 beziehungsweise 1,6 Litern Hubraum leisten von 100 PS bis 180 PS. Der 1,4-Liter Turbo mit 120PS verbraucht 6,2 Liter Super auf 100 km - das entspricht 145 g/km CO2. Für den 140 PS starken 1,4-Liter Turbomotor wird es auch ein neu entwickeltes Sechsgang-Automatikgetriebe geben. Der aus dem Insignia bekannte 2.0 CDTI-Motor leistet 160 PS und glänzt mit einem maximalen Drehmoment von 380 Nm. Er soll im Schnitt nur 5,1Liter verbrauchen. Auch den großen Diesel gibt es optional mit der 6-Gang-Automatik. Ein Start-Stopp-System gibt es zunächst nur in Verbindung mit dem 1.3 CDTi-Motor und bescheidenen 95 PS.
Der Preis ist heiß
Vielfahrer werden es begrüßen: Auch für den Sports Tourer können die Komfortsitze mit justierbarer Sitzneigung, Lordosenstütze und ausziehbarer Oberschenkelauflage geordert werden. Die Rücksitzbank ist asymmetrisch teilbar. Zusätzlich können die Sitzflächen per Knopfdruck versenkt werden. In separaten Fächern und Ablagen stehen versteckt bis zu 25 Liter zusätzlichen Stauraums zur Verfügung. Als Sonderausstattung sind unter anderem adaptive Dämpfer, Verkehrsschild- und Spurassistenten sowie das Bi-Xenon Lichtsystem AFL+ zu bekommen. Ab November soll der Opel Astra Sports Tourer zu Preisen ab 17.500 Euro in die Autohäuser rollen.
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