Opel präsentiert mit dem Ampera sein erstes uneingeschränkt alltagstaugliches und emissionsfreies Elektroauto auf dem Genfer Automobilsalon (5. bis 15. März 2009), das auch die skulpturale Formensprache der Marke mit dem Blitz neu interpretiert. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Das Design des Ampera mit der windschlüpfig-sportiven Karosserielinie orientiert sich an den Opel-Studien „Flextreme“ und „GTC Concept“. So tauchen die charakteristischen Frontscheinwerfer mit dem Bumerang-Schwung wieder auf, die eine optische Einheit mit den tief angebrachten Nebelleuchten bilden. Die 4,40 Meter lange Fließheck-Limousine wirkt in der Frontansicht beinahe angriffslustig. Das neue, selbstbewusste Opel-Markenemblem verleiht dem Kühlergrill und auch der horizontalen Heck-Chromspange zusätzlichen Glanz.
Vertikal verlaufende Schlitze an beiden Enden des hinteren Stoßfängers vermitteln zum einen den gewünschten sportlichen Eindruck. Zum anderen fördern diese Elemente einen sauberen Fahrtwindverlauf, der die hohe aerodynamische Effizienz des Elektroautos unterstützt. Der exklusiv für den Ampera entwickelte Perlweiß-Diamantlack, der ebenfalls Schweller und Heckverkleidung ziert, unterstreicht das dynamische Gesamtbild.
Besonders wichtig: Die Aerodynamik
Dem Thema „Aerodynamik“ hat sich Opel bei der Entwicklung des Ampera besonders intensiv gewidmet. Im Fokus stand dabei neben der Frontmaske und den Außenspiegeln auch die spoilerförmige Abrisskante am Heck des Ampera. Von der Detailliebe zeugen auch die transparenten Polycarbonat-Blenden am Kühlergrill und über den 17-Zoll-Fünfspeichen-Leichtmetallfelgen.„Elektrisch zu fahren heißt nicht nur, umweltbewusst unterwegs zu sein“, meint Chef-Ingenieur Frank Weber. „Vielmehr bedeutet es auch jede Menge Fahrspaß. Aus dem Stand stehen 370 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung - nahezu geräuschlos, so dass man beim Gasgeben denkt, man fliegt.“
Vom Chevy zum Opel: Aus Volt wird Ampera
Die Technik übernimmt der Opel Ampera vom Konzernbruder Chevrolet Volt: Die Räder des Fronttrieblers werden zu jeder Zeit und bei jeder Geschwindigkeit elektrisch angetrieben. Der Opel Ampera wird als E-REV bezeichnet - ein Konzept, das sich grundlegend von einem konventionellen Hybrid-Antrieb unterscheidet. Bei einem E-REV sorgt ausschließlich der Elektromotor für den Antrieb der Räder, während konventionelle Hybrid-Autos von einem Elektromotor, einem Benzin-Aggregat oder beiden gleichzeitig angetrieben werden. Strecken bis 60 Kilometer legt der Opel Ampera mit der Energie zurück, die in einer 16 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie gespeichert ist. Wenn der Ampera mit Strom aus der Batterie fährt, wird kein CO2 freigesetzt. Auf längeren Strecken erfolgt der Antrieb ebenfalls per Elektromotor, der jedoch von einem kleinen Benzin/Bioethanol-Generator mit Strom gespeist wird. So vergrößert sich die Reichweite des Ampera auf über 500 Kilometer, bis sich die Batterie wieder an einer normalen 230-Volt-Steckdose aufladen lässt. Batterie- und Antriebssystem sind so ausgelegt, dass der Verbrennungsmotor nicht arbeitet, wenn der Akku ausreichend elektrische Energie zur Verfügung stellt.
Reichweitenangst? Nicht im Ampera!
Anders als bei konventionellen batterieelektrischen Fahrzeugen gehört mit dem Ampera die „Reichweitenangst“ der Vergangenheit an. Ein eingebauter Stromgenerator gibt dem Fahrer ein Gefühl der Sicherheit, da das Auto nicht aufgrund leerer Batterie liegen bleiben kann. Die mehr als 220 Lithium-Ionen-Zellen des T-förmigen Blocks sorgen für satte Leistung. Der geräuscharme Elektroantrieb liefert 370 Newtonmeter Drehmoment ab Stillstand und 150 PS. In rund neun Sekunden beschleunigt der Ampera von Null auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h. Kontakt zum Asphalt halten speziell entwickelte Reifen mit geringem Rollwiderstand auf 17-Zoll-Aluminiumrädern.Der Ampera eignet sich ideal für die täglichen Fahrgewohnheiten der meisten europäischen Kunden. So sind beispielsweise 80 Prozent der deutschen Fahrer weniger als 50 Kilometer pro Tag unterwegs. Zudem glänzt der Ampera mit niedrigen Betriebskosten: Nach Opel-Schätzungen kostet ein elektrisch gefahrener Kilometer im Ampera bei den aktuellen Kraftstoffpreisen nur rund ein Fünftel im Vergleich zur Fahrt in einem konventionellen Benziner. Bei einer täglichen Fahrtstrecke von 60 Kilometern - das entspricht einer jährlichen Laufleistung von 22.000 Kilometern - spart der Opel Ampera nach GM-Schätzungen rund 1.700 Liter Benzin bei durchschnittlich 7,8 Litern/100 km ein; denn der Ampera kann nur mit Strom aus der Steckdose fahren.
Interieur: Komfort und Platz mit einem Hauch elektrischer Symbolik
Abstriche in punkto Alltagstauglichkeit müssen im Opel Ampera kaum gemacht werden. Er verfügt über vier Sitze und einem Ladevolumen von 301 Litern. Das schwarze, betont schwungvolle Interieur bietet dem Auge mit roten Akzenten und der anthrazitmetallic durchwirkten Mittelkonsole attraktive Anhaltspunkte. Die „elektrische“ Symbolik der Türverkleidungen spielt auf das Ampera-Antriebskonzept an. Bis hin zu Details wie der integrierten Systemregelung, den beiden Info-Monitoren und einer intuitiv bedienbare Infotainment-Zentrale nach Touchscreen-Prinzip unterstreichen die Bedienelemente den technologischen Fortschritt, den das Auto als Ganzes repräsentiert.Bis Ende 2011 soll die Serienproduktion des Elektro-Autos beginnen. Bleibt zu hoffen, dass Opel wirtschaftlich die Kurve kriegt und der Ampera helfen kann, den Weg aus der Krise zu finden.